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v.l. WKK-Direktor Meinrad Höfferer, Brigitte Truppe-Bürger (Vorstandsmitglied Verein Weltkärntner), Kathrin Thum (Geschäftsführerin Verein Weltkärntner, WKK-Präsident Jürgen Mandl und Georg Schnaubelt (Vorstandsmitglied Verein Weltkärntner)
© WKK | Thomas Hude

Wirtschaftskammer und Weltkärntner bündeln Kräfte für den Standort

Neue Kooperation nutzt das Netzwerk der Auslandskärntner für Kärntens Betriebe: Fachkräfte, Betriebsnachfolge und Rückkehr fördern.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 01.08.2026

Mehr als 900 Kärntnerinnen und Kärntner in 72 Ländern sind derzeit im Verein Weltkärntner vernetzt, bis Jahresende sollen es 1000 sein. Dieses internationale Potenzial soll künftig noch stärker für den Wirtschaftsstandort Kärnten genutzt werden. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Verein Weltkärntner und der Wirtschaftskammer Kärnten schafft dafür die Grundlage. Als weiterer Partner ist die Industriellenvereinigung Kärnten beteiligt. 

„Die Weltkärntner sind Botschafter unseres Landes und eine wertvolle Brücke zwischen Kärnten und den internationalen Märkten. Sie verfügen über Know-how, berufliche Netzwerke und Erfahrungen, von denen unsere Unternehmen und der gesamte Standort profitieren können“, begrüßte Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl bei einem Vernetzungstreffen im Rahmen des Villacher Kirchtags am Freitagabend die Zusammenarbeit: „Mit dieser Kooperation führen wir Menschen, Unternehmen und Chancen zusammen. Das stärkt Kärnten als Arbeits-, Wirtschafts- und Lebensraum.“

Internationales Netzwerk gegen den Fachkräftemangel

Ein Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte. Über die Plattform und die Jobbörse des Vereins sollen Kärntner Unternehmen einen direkten Zugang zu Auslandskärntnern erhalten, die eine berufliche und private Rückkehr in ihre Heimat planen. Gleichzeitig können Interessierte gezielt auf Beschäftigungsmöglichkeiten in der Kärntner Wirtschaft aufmerksam gemacht werden. „Viele Kärntnerinnen und Kärntner haben im Ausland wertvolle Qualifikationen erworben und internationale Karrieren aufgebaut. Wenn es gelingt, einen Teil dieses Wissens wieder stärker mit der heimischen Wirtschaft zu verbinden, ist das ein konkreter Beitrag gegen den Fachkräftemangel“, betont Katrin Thum, Geschäftsführerin des Vereins Weltkärntner. Kärnten müsse Rückkehrwilligen deutlich zeigen, welche beruflichen Perspektiven und unternehmerischen Chancen das Land biete. 

Neue Impulse für die Betriebsnachfolge

Auch bei der Übergabe heimischer Betriebe soll das internationale Netzwerk genutzt werden. Der Verein Weltkärntner wird die Betriebsnachfolgebörse der Wirtschaftskammer sowie entsprechende Informationsveranstaltungen in seinem Netzwerk bekannt machen. Auslandskärntner mit unternehmerischer Erfahrung können dadurch gezielt als potenzielle Betriebsübernehmer angesprochen werden. „Eine gelungene Betriebsübergabe sichert Arbeitsplätze, Wertschöpfung und gewachsene Strukturen in den Regionen. Das Weltkärntner-Netzwerk erweitert den Kreis möglicher Nachfolger und eröffnet damit zusätzliche Chancen für übergabebereite Betriebe“, erklärte Brigitte Truppe-Bürger, Vorstandsmitglied der Weltkärntner. 

Rückkehr erleichtern, Wissen vernetzen

Weitere Bestandteile der Zusammenarbeit sind Maßnahmen zur Rückkehrförderung, Mentoring-Angebote für junge Kärntner im In- und Ausland sowie der Aufbau von Kontakten zwischen heimischen Unternehmen und der internationalen Weltkärntner-Community. Themenkonferenzen, regionale Treffen, Stammtische und digitale Formate wie Webinare sollen den persönlichen und fachlichen Austausch unterstützen.

Auch Wirtschaftskammer-Direktor Meinrad Höfferer unterstreicht die Wichtigkeit der neuen Kooperation: „Kärnten kann es sich nicht leisten, auf internationale Erfahrung, gute Ideen und starke persönliche Verbindungen zu verzichten. Entscheidend ist, aus einem weltweiten Netzwerk konkrete Kontakte, Projekte und wirtschaftliche Perspektiven entstehen zu lassen. Genau hier setzt unsere Zusammenarbeit an.“

Die Kooperationsvereinbarung läuft zunächst vom 1. Juli 2026 bis zum 1. August 2027 und sieht anschließend eine jährliche Verlängerungsmöglichkeit vor

Das Netzwerk in Zahlen

  • Mitgliederstand: rund 940 registrierte Weltkärntner
  • Mitglieder in 72 Ländern
  • Drei zentrale wirtschaftliche Handlungsfelder: Fachkräfte, Betriebsnachfolge und Rückkehrförderung
  • Ergänzende Schwerpunkte: Mentoring, Wissenstransfer, Veranstaltungen und internationale Vernetzung

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