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Ahm Smile mit Flagge
© WKK I Helge Bauer

WK Klagenfurt begrüßt Vorstoß zur Stärkung der Wirtschaftsförderung

  Zehn Prozent der 60 Millionen Kommunalsteuer sollen an die Betriebe zurückfließen. Die Wohnbau-Visionen der SPÖ hält WK-Obmann Ahm für eine „Schnapsidee“.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 21.01.2026

Die Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Klagenfurt begrüßt den Vorschlag von Stadtrat Julian Geier, künftig zehn Prozent der Kommunalsteuereinnahmen gezielt in die Sicherung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Klagenfurt zu investieren. Diese Forderung werde von der Wirtschaftskammer seit Langem erhoben und sei angesichts steigender Kommunalsteuereinnahmen mehr als gerechtfertigt. 

Niedriges Förderniveau gefährdet Investitionen und Arbeitsplätze

„Klagenfurts Unternehmen leisten mit knapp 60 Millionen Euro Kommunalsteuer einen enormen Beitrag für unsere Stadt. Wenn die Wirtschaftsförderung dennoch auf unverändert niedrigem Niveau bleibt, werden Investitionen gebremst, Betriebsansiedelungen verhindert und Arbeitsplätze gefährdet“, betont Franz Ahm, Obmann der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Klagenfurt. Der Wohlstand der Stadt hänge unmittelbar von einer prosperierenden Wirtschaft ab. „Starke Unternehmen und engagierte Mitarbeitende sind die Grundlage für das Funktionieren unserer Stadt. Das muss die Politik endlich erkennen und entsprechend handeln“, so Ahm. 

Wirtschaft fordert Entwicklungsagentur

Aus Sicht der Wirtschaftskammer brauche Klagenfurt mehr als punktuelle Maßnahmen. Gefordert wird eine unabhängige Wirtschaftsagentur, die Betriebsansiedlungen aktiv vorantreibt, strategische Flächenwidmungen begleitet, Betriebe unterstützt und ein professionelles Standortmarketing umsetzt. „Maßnahmen wie die sogenannte „Luftsteuer“ zeigen hingegen, wie wirtschaftliche Vernunft verloren geht – sie schwächen den Standort, statt ihn zu stärken“, kritisiert Ahm. 

Neuen Wirtschaftsraum mitgestalten

Mit der Eröffnung der Koralmbahn sei Klagenfurt Teil eines neuen Wirtschafts- und Lebensraums – der neuen AREA Süd. „Um diese Chancen zu nutzen, müssen Stadtmarketing und Wirtschaftsservice finanziell und strukturell auf ein neues Niveau gehoben werden. Nur so kann Klagenfurt im Wettbewerb um Unternehmen, Fachkräfte und Besucher bestehen“, erklärt Ahm. 

Selber bauen? Hände weg!

Keine Freude hat die Wirtschaftsvertretung mit dem neuesten Vorschlag der SPÖ, die Stadt solle einen eigenen Bauträger gründen und auf dem Gelände des alten Hallenbades selbst Wohnungen errichten. Ahm: „Bei solchen Aktionen der öffentlichen Hand ist – vor allem in Klagenfurt – die finanzielle Katastrophe für den Steuerzahler schon absehbar. Die SPÖ sollte um wirtschaftliche Abenteuer einen weiten Bogen machen und solche Aufgaben jenen gewerblichen Bauträgern und ausführenden Firmen überlassen, die dazu das nötige Know-how mitbringen.“ 

Wirtschaft macht Stadt

Abschließend richtet die Wirtschaftskammer einen klaren Appell an die Stadtführung: „Der Bürgermeister muss endlich erkennen, dass Unternehmerinnen und Unternehmer das Rückgrat dieser Stadt sind. Ohne sie gibt es keine Arbeitsplätze und keinen Wohlstand. Ihre Rolle gehört verbindlich in die politischen Entscheidungsgremien – alles andere ist Realitätsverweigerung. Die Stadtführung ist jetzt zum Handeln verpflichtet.“

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