Wo Holz verbindet, wächst Wirtschaft
Am 3. September wird Klagenfurt zum Treffpunkt der Alpen-Adria-Holzbaubranche: Im Fokus stehen Innovation, Technologie und Zusammenarbeit.
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Holz verbindet Kärnten, Italien und Slowenien schon lange. Wie viele andere Branchen auch, steht die Holzwirtschaft vor neuen Aufgaben und großen Herausforderungen: Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, neue Bauweisen und wirtschaftlich tragfähige Lösungen verändern den Markt. „Gerade für Kärnten liegt darin eine Chance. Die Lage zwischen Italien und Slowenien macht das Land nicht zur Randregion, sondern zu einem möglichen Bindeglied zwischen drei Wirtschaftsräumen“, bringt es WK Präsident Jürgen Mandl auf den Punkt.
Im Rahmen der Internationalen Holzmesse in Klagenfurt vom 2. bis 5. September 2026 wird diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit besonders sichtbar. Die Messe versteht sich als zentraler Branchen-Marktplatz mit Ausstrahlung nach Mittel- und Südosteuropa und bildet die gesamte Wertschöpfungskette „vom Wald bis zum Massivholzprodukt“ ab.
Für Mandl liegt genau darin eine große Chance für Kärnten: „Kärnten ist kein Randgebiet, sondern aktiver Teil eines starken Alpen-Adria-Netzwerks. Die geografische Lage zwischen Österreich, Italien und Slowenien soll nicht als Randlage verstanden werden, sondern als Standortvorteil. Kurze Wege, gewachsene Geschäftsbeziehungen und die Nähe zu wichtigen Märkten schaffen Voraussetzungen, die Kärntner Unternehmen gezielt nutzen können.“
Fachtagung „HOLISTIC WOOD“
Wie viel Potenzial in dieser grenzüberschreitenden Zusammenarbeit steckt, zeigt die Holzmesse ganz praktisch. In der Innovation Area präsentieren Unternehmen, Start-ups und Forschung neue Technologien und Materialien. Beim Cluster-Talk „Mission Holzbau“ geht es darum, wie daraus erfolgreiche Anwendungen und Geschäftsmodelle entstehen. Die Fachtagung „HOLISTIC WOOD“ spannt den Bogen noch weiter: Fachleute aus Österreich, Slowenien und Italien bringen Architektur, Technik, Industrie und Wirtschaft zusammen. Von mehrgeschossigem Holzbau über digitale Fertigung bis zu Finanzierung und Lebenszykluskosten steht die gesamte Wertschöpfung im Blick.
Dass Kärnten dabei über die eigenen Grenzen hinausdenken muss, betont auch Mandl: „Ich bin überzeugt davon, dass die Jahrhundertchance auch weit über die Landesgrenzen in den Alpen-Adria-Raum hinein ausstrahlt. Der gemeinsame Wirtschaftsraum muss nicht erst erfunden werden – seine Unternehmen, Märkte und Menschen sind längst miteinander verbunden. Entscheidend ist, daraus noch mehr gemeinsame Projekte, Innovationen und Wertschöpfung entstehen zu lassen. Die Holzbranche kann zeigen, wie das funktioniert: Wissen teilen, Unternehmen vernetzen und aus Nachbarschaft gemeinsame Wertschöpfung machen.“