Österreichs Installateur:innen fordern Bürokratie-Stopp
Die Forderungen der Innung Sanitär-, Heizung- und Lüftungstechniker: Bürokratiestopp für österreichische und europäische Rechtsvorschriften!
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70,9 Prozent der Betriebe im Gewerbe und Handwerk klagen, dass die Belastungen durch Bürokratie in den vergangenen drei Jahren zugenommen haben. Der durch bürokratische Auflagen verursachte Aufwand ist beträchtlich: Die Gesamtkosten für das Gewerbe und Handwerk belaufen sich auf 4,3 Milliarden Euro pro Jahr. Es müssen dafür jedes Jahr rund 70 Millionen Arbeitsstunden aufgewendet werden. Das entspricht 42.190 Vollzeit-Arbeitsstellen oder 6,6 Prozent der gesamten Personalkapazität.
Bürokratie-Stopp als Konjunkturpaket
Die große Stärke der Betriebe ist der Servicegedanke und die Nähe zu den Kundinnen und Kunden: Sie möchten ihre Arbeit machen und sich um die Menschen kümmern können, nicht um Formulare. Wir fordern deshalb einen Bürokratie-Stopp!
Umfragen zeigen, dass überbordende Bürokratie den Fachkräftemangel verschärft, die Inflation anheizt, Investitionen hemmt und Innovation behindert. Ein Zurückfahren des Mehr-Aufwandes um nur 10 Prozent könnte die Betriebe um 430 Mio. Euro Kosten pro Jahr entlasten und 4.200 Vollzeitkräfte für produktive Tätigkeiten freispielen. Ein effektiveres und günstigeres Konjunkturpaket ist gar nicht vorstellbar!
Die Forderungen Sanitär-, Heizung- und Lüftungstechniker
Die Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker vertritt die Interessen von 7.000 Gewerbe- und Handwerksunternehmen in den Bereichen Raumwärme und Raumklimatisierung sowie Wasser- und Abwasserversorgung. Ihr wirtschaftlicher Erfolg darf nicht durch überbordende Bürokratie behindert werden!
Daher fordern wie konkret für unseren Berufsstand:
Schaffung einer langfristigen, einheitlichen und möglichst unbürokratischen Förderstruktur von Heizungen für alle Bundesländer
Die Förderung von Heizungsanlagen zur Verringerung von CO2-Emissionen ist österreichweit verschieden und unübersichtlich. Nur durch ein langfristiges, vereinfachtes Antragsverfahren von Förderungen zur Heizungsumstellung und durch eine österreichweit einheitliche Abstimmung von Förderungen mit gleichen Qualitätsstandards können die gesetzten Umweltziele (Ausstieg aus fossilen Heizungen bis 2040) erreicht werden.
Steuerliche Behandlung von Montagebussen
Die formalen Vorschriften zur Nachverrechnung eines Sachbezugs sind extrem umständlich. Erleichterung würde die generelle Sachbezugsfreiheit für Montagebusse von Handwerks- und Gewerbebetrieben bringen.
Österreichweit einheitliche Bauordnung herstellen
Unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern behindern die Geschäftstätigkeit ausführender Unternehmen. Einheitliche Vorschriften würden die Betriebe wesentlich entlasten.
Informations-Material
Infofolder "Bürokratie-Stopp" der Sparte Gewerbe und Handwerk
Bürokratismus hemmt Geschäftstätigkeit von installationstechnischen Gewerbebetrieben
Überbordende Bürokratie verschärft den Fachkräftemangel, heizt die Inflation an, hemmt Investitionen und behindert Innovation. Ein Zurückfahren des Mehr-Aufwandes um nur 10 Prozent könnte Betriebe um 430 Mio. Euro Kosten pro Jahr entlasten und 4.200 Vollzeitkräfte für produktive Tätigkeiten freispielen. Die Entlastung der heimischen Wirtschaft von überbordender Bürokratie bleibt eine zentrale Forderung der Bundesinnung und der WKÖ.
Seitenlange Nachweispflichten im Arbeitsrecht. Oder Anträge, die mehr Zeit kosten als sie bringen: Unnötige Meldeverpflichten, Gold Plating, komplexe Verfahren sowie mehrfache Datenmeldungen haben einen hohen Preis für Österreichs Unternehmer:innen. Es ist meist nicht die einzelne Maßnahme, die den Ärger verursacht. Es ist die Häufung der Meldeverpflichtungen - sie lässt die Unternehmer:innen nicht ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen und frisst wertvolle finanzielle wie personelle Ressourcen.
Sie kennen auch ein Bürokratie-Beispiel? Dann senden Sie uns Ihren Input unter: www.wko.at/buerokratie-kostet
Forderung der Bundesinnung erfüllt
Steuerliche Behandlung von Montagebussen
Die formalen Vorschriften zur Nachverrechnung eines Sachbezugs sind extrem umständlich. Erleichterung würde die generelle Sachbezugsfreiheit für Montagebusse von Handwerks- und Gewerbebetrieben bringen,
Siehe Beitrag zur gesetzlichen Umsetzung: Neuerungen bei der Privatnutzung des arbeitgebereigenen Kraftfahrzeuges