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Nahaufnahme eines Zettels mit vielen Zahlen. Eine Person deutet mit einem Finger auf eine Stelle auf dem Zettel sowie hält einen Stift
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Junge Wirtschaft zum Doppelbudget: Sanierung ist ein Anfang, Österreich braucht mehr Mut

Mehr Vertrauen in Leistung, weniger Belastung für junge Unternehmer:innen

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Aktualisiert am 10.06.2026

Die Junge Wirtschaft (JW) begrüßt das heute vorgelegte Budget für die Jahre 2027 und 2028. Mit der Senkung der Lohnnebenkosten wird eine langjährige Forderung der Jungen Wirtschaft aufgegriffen. Gerade für junge Unternehmen zählt jede Entlastung. Gleichzeitig bleibt das Doppelbudget bei den entscheidenden Zukunftsfragen zurückhaltend. 

Junge Unternehmer:innen gründen, investieren, schaffen Arbeitsplätze und bilden Fachkräfte unter schwierigen Rahmenbedingungen aus. Hohe Finanzierungskosten, steigende Abgaben und wachsende Bürokratie erschweren gerade jungen Betrieben den Aufbau und die Weiterentwicklung ihrer Unternehmen.

Die Senkung der Lohnnebenkosten ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Sie macht Beschäftigung leistbarer und schafft mehr Spielraum für Betriebe. Aber wenn wir wollen, dass mehr Menschen gründen, investieren und Verantwortung übernehmen, braucht es mehr als einzelne Entlastungsschritte. Österreich muss wieder ein Land werden, das Unternehmergeist fördert statt verwaltet.

Kritisch sieht die Junge Wirtschaft, dass die Budgetsanierung weiterhin stark auf zusätzliche Einnahmen setzt. Zusätzliche Belastungen treffen besonders jene, die heute die wirtschaftliche Basis von morgen schaffen.

Junge Unternehmerinnen und Unternehmer sind nicht das Problem der Budgetsanierung. Sie sind Teil der Lösung. Wer den Standort stärken will, darf genau jene nicht zusätzlich ausbremsen, die anpacken, ausbilden und Chancen schaffen. Wer mehr Eigenverantwortung und Initiative will, muss dafür auch die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.

Positiv sieht die Junge Wirtschaft die geplante Einrichtung des Startup & Scaleup Fonds (Dachfonds) ab 2027: „Mehr Risikokapital ist entscheidend, damit innovative Jungunternehmen in Österreich wachsen und Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung im Land bleiben“, betont Eugster. 

Für die Junge Wirtschaft ist dennoch klar: Eine nachhaltige Budgetsanierung braucht mehr — sie braucht den Mut, Bürokratie abzubauen, strukturelle Reformen anzugehen und unternehmerische Initiativen zu stärken. Junge Unternehmer:innen warten nicht auf Sonderbehandlungen. Sie wollen faire Rahmenbedingungen für junges Unternehmertum und mehr Generationengerechtigkeit.

(PWK281/EL)