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Gastronomie, Restaurant, Mitarbeiter
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Tourismus im Wandel: Neue Chancen und Herausforderungen

Der Tourismus passt sich laufend an – denn auch das Verhalten der Gäste und externe Faktoren verändern sich ständig. Die Branche steht vor Herausforderungen wie steigenden Kosten, erkennt aber auch Potenzial für Innovation. Um die Branchen nachhaltig zu gestalten, braucht es politische Unterstützung und vor allem einen erleichterten Zugang zu internationalen Fachkräften.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 14.07.2025
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6 von 10 Betrieben erwarten laut WKÖ-Umfrage eine gute Sommersaison. Das ist eines der Ergebnisse des Pressegesprächs der beiden Fachverbände Gastronomie und Hotellerie. Das Problem dabei: Im Vorjahr waren es noch 7 von 10. Vertreter der beiden Fachverbände mahnten deshalb eine bessere Unterstützung durch die Politik ein. Betriebe seien zunehmend mit steigenden Kosten, veränderten Konsumgewohnheiten und einem hohen bürokratischen Aufwand konfrontiert. 

Wirtschaftlicher Druck bei gleichzeitigem Veränderungsbedarf 

Analysiert man die Zahlen zu Umsatz und Ertrag, so belegen diese, dass die Schere Jahr für Jahr weiter auseinanderklafft und ein kostendeckendes Wirtschaften immer schwieriger wird. Verantwortlich dafür sind höhere Ausgaben bei Energie, Lebensmitteln und Personal, die dazu führen, dass Betriebsergebnisse in der Breite niedriger ausfallen. Investitionen in Energieeffizienz und bauliche Verbesserungen würden dadurch erschwert, heißt es vonseiten Georg Imlauer, Obmann des Fachverbands Hotellerie in der WKÖ, sowie Alois Rainer, Obmann des Fachverbands Gastronomie. Zusätzlich sei es kaum möglich, die gestiegenen Kosten rasch und in ausreichender Höhe an die Gäste weiterzugeben. 

Gäste konsumieren bewusster 

Gleichzeitig ändern sich die Erwartungen vieler Gäste. Besonders jüngere Zielgruppen setzen verstärkt auf Gesundheit, Nachhaltigkeit und bewusstes Konsumverhalten. Alkohol wird seltener bestellt, Speisen häufiger geteilt. Das stellt die Gastronomie vor neue Anforderungen: Vegetarische und vegane Angebote sind heute vielerorts ein Muss.

Auch in der Hotellerie verlagert sich der Fokus. Gesundheit und Wellness gewinnen an Bedeutung, ebenso wie spezialisierte Angebote – etwa für Erwachsene oder Familien. Wer unterschiedliche Zielgruppen gleichzeitig anspricht, müsse dafür sorgen, dass sich diese im Haus nicht gegenseitig beeinträchtigen, betonten die Vertreter. 

Bürokratie, Steuerlast und Fachkräfte: Altbekannte Baustellen 

Bei der Pressekonferenz wurde auch ein ganzes Bündel an Forderungen an die Politik bekräftigt. Neben dem Wunsch nach einem spürbaren Abbau von Bürokratie – die bei Kleinbetrieben bis zu zehn Stunden pro Woche verschlingt – steht weiterhin die Senkung der Lohnnebenkosten im Fokus. Ziel sei es, sowohl die wirtschaftliche Belastung der Betriebe zu reduzieren als auch mehr Netto vom Brutto bei den Beschäftigten zu ermöglichen. Ebenso pocht man auf eine Verkürzung der Abschreibungsdauern, insbesondere bei Investitionen in Gebäude. 

Fachkräfte gezielt sichern – auch über neue Wege 

Als Dauerbrenner bleibt der Fachkräftemangel ganz oben auf der Agenda. Die Branchenvertretung spricht sich für eine Ausweitung der Drittstaatenkontingente aus. Junge Menschen aus Drittstaaten sollten die Möglichkeit bekommen, über Aufenthaltsbewilligungen und Qualifizierungsprogramme eine Ausbildung im Tourismus zu absolvieren und dann auch dauerhaft hier bleiben und arbeiten zu können. Dies sei nachhaltiger als eine vorgelagerte Ausbildung im Herkunftsland.

Zudem brauche es Anreize für geografische Mobilität innerhalb Österreichs, um den Bedarf in westlichen Bundesländern besser decken zu können. Programme zur beruflichen Neuorientierung im Inland – etwa über die Erwachsenenbildung – seien ebenso auszubauen.