Wirtschaftsparlament: Entlastung und Wettbewerbsfähigkeit im Fokus
Schwerpunktsetzung für Österreichs Wirtschaft und gezielte Maßnahmen.
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Die WKÖ fordert eine Entlastungsoffensive zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes. Vor dem Wirtschaftsparlament betonte WKÖ-Präsident Harald Mahrer die Notwendigkeit, die Wirtschaftskraft des Landes zu stärken, um soziale Sicherheit und Wohlstand zu gewährleisten.
Grundlegende Forderungen
Mahrer sieht dringenden Handlungsbedarf, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und China zu sichern. Insbesondere die hohen Arbeits-, Energie- und Bürokratiekosten in Europa erschweren Investitionen in Österreich. Die WKÖ fordert deshalb eine Reihe von Maßnahmen, darunter die erleichterte Zuwanderung von Fachkräften und eine bessere Kinderbetreuung. Auch müssen sich Mehrarbeit und Vollzeit sowie das Arbeiten im Alter lohnen. Ansonsten werde es 2025 und darüber hinaus nicht rosig ausschauen, so Mahrer.
Keine Illusionen bei Energie, keine neuen Steuern
Ein zentraler Punkt sind zudem die steigenden Energiekosten. Hier braucht es schnellere Genehmigungsverfahren und den Ausbau der Netzinfrastruktur, um marktfähige Energiepreise zu sichern. Neue Steuern, wie Erbschafts- und Eigentumsbesteuerung, lehnt Mahrer entschieden ab. Auch Generalsekretär Karlheinz Kopf unterstrich vor dem Wirtschaftsparlament die Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit für Österreich.
In den vergangenen Jahren konnten bereits viele Dinge – wie beispielsweise der Handwerkerbonus, das Wohnbaupaket, die kostenfreie Meister- und Befähigungsprüfung oder die Höhere Berufliche Bildung – für die Mitgliedsbetriebe erreicht werden. Nun arbeite man am großen Wurf der Lohnnebenkostensenkung, so Kopf. Der Fokus der WKÖ liegt zudem auf der Sicherstellung der Versorgungssicherheit im Energiebereich und der Verminderung von Belastungen wie Energiekosten oder Lohnstückkosten. Wie Mahrer betonte Kopf zudem die Wichtigkeit von steuerlichen Begünstigungen von Überstunden, Anreizen für Arbeiten im Alter sowie für Vollzeit statt Teilzeit.
Starke Stimme für die Wirtschaft
Nur eine starke Interessenvertretung kann sich wirksam für die österreichischen Unternehmen einsetzen: Mahrer und Kopf waren sich im Zuge ihrer Reden beim Wirtschaftsparlament einig, dass nur durch gezielte Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich gesichert werden kann. Er glaube fest an die Qualität, das Engagement und die Innovationskraft der heimischen Unternehmen, so Mahrer und unterstrich, dass Produkte und Know-how aus Österreich weit über die Grenzen hinaus gefragt seien und man sich international nicht verstecken müsse.