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Person mit dunklen kurzen Haaren, Bart und Brille sitzt an einem Schreibtisch und blickt auf einen Laptopbildschirm während mit der rechten Hand Unterlagen gehalten werden, im Hintergrund zeigt sich eine große Glasfront
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Branchenmonitor 2/2026: Bau hinkt der österreichischen Gesamtwirtschaft hinterhe

Überblick über die konjunkturelle Lage der heimischen Branchen

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25.06.2026

2/2026: Bau hinkt der österreichischen Gesamtwirtschaft hinterher

Trotz geopolitischer Spannungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt lässt sich eine verhaltene gesamtwirtschaftliche Erholung feststellen, die aktuell vor allem von der Industrie getragen wird, während der Arbeitsmarkt nur geringe Dynamik entfaltet.

Hervorstechend ist die weiterhin fragile Lage der Bauwirtschaft: Ihre Bruttowertschöpfung bleibt im EU-Vergleich deutlich zurück, die Bauinvestitionen sind seit 2022 rückläufig. Branchenübergreifend ist das Investitionsverhalten zurückhaltend und stark von Ersatzbedarf geprägt.

Bruttowertschöpfung in Österreich nach Branchen

In Millionen Euro, real, saison- und arbeitstagbereinigt

Das Säulendiagramm zeigt die Bruttowertschöpfung nach fünf Wirtschaftsbereichen. Zusätzlich werden die Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal sowie die Prognose für 2026 angegeben. Die höchste Bruttowertschöpfung entfällt auf den Bereich Finanz-, wissenschaftliche, technische und sonstige Dienstleistungen, die niedrigste auf den Bau
© WKÖ Quellen: WIFO-Konjunkturprognose, April 2026

Weitere Schwerpunkte des Branchenmonitors

  • Friede in Nahost bietet Chance auf breitere Erholung
  • Arbeitsmarkt mit wenig Dynamik
  • Lage im Bausektor immer noch fragil
  • Rückläufige Nachfrage dämpft die Baubranche
  • Ersatzbedarf prägt Investitionsverhalten  

Fazit

Während sich die österreichische Gesamtwirtschaft 2026 vorsichtig erholen dürfte, zeigt die Branchenbetrachtung ein heterogenes Bild: Industrie und wissensintensive Dienstleistungen verzeichnen moderates Wachstum und tragen zur konjunkturellen Stabilisierung bei, während insbesondere die Bauwirtschaft weiterhin unter Druck steht.

Die anhaltende Unsicherheit belastet nach wie vor die unternehmerische Bereitschaft zu langfristigen Entscheidungen, wie sich auch an der verhaltenen Investitionsneigung zeigt. Umso wichtiger ist es nun, mit einer umfassenden standortpolitischen Agenda für verlässliche Rahmenbedingungen zu sorgen, um eine branchenübergreifende Wachstumsdynamik zu fördern.

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