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Person mit dunklen kurzen Haaren, Bart und Brille sitzt an einem Schreibtisch und blickt auf einen Laptopbildschirm während mit der rechten Hand Unterlagen gehalten werden, im Hintergrund zeigt sich eine große Glasfront
© kerkezz | stock.adobe.com

Branchenmonitor 3/2026: Industrieerholung mit Fragezeichen

Überblick über die konjunkturelle Lage der heimischen Branchen

Lesedauer: 1 Minute

25.08.2026

3/2026: Industrieerholung mit Fragezeichen

Nach einer kurzen Erholung im Jahr 2025 gerät die österreichische Wirtschaft im zweiten Quartal 2026 erneut unter Druck. Die Eskalation der geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormus ließ die Öl- und Gaspreise deutlich steigen und belastete damit Unternehmen und Haushalte. Die Branchenentwicklung erfolgt nach wie vor sehr unterschiedlich. Die erwartete Erholung der Industrie könnte aufgrund der gesunkenen preislichen Wettbewerbsfähigkeit und des zunehmenden globalen Wettbewerbsdrucks schwächer ausfallen als bislang angenommen.

Bruttowertschöpfung nach Branchen, Prognose für 2026

Veränderung zum Vorjahr in %

Das Säulendiagramm zeigt die Bruttowertschöpfung in fünf Wirtschaftsbereichen sowie die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr und die Prognosen für 2026. Die höchste Bruttowertschöpfung verzeichnen die Dienstleistungen, gefolgt von der Industrie und dem Bereich Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie. Für 2026 wird in vier Wirtschaftsbereichen ein Wachstum prognostiziert, am stärksten in Information und Kommunikation mit +2,2 %. Im Bau wird hingegen ein Rückgang von 0,6 % erwartet
© WKÖ Quellen: Statistik Austria, 2. Quartal 2026, WIFO-Konjunkturprognose, September 2026

Schwerpunkte des Branchenmonitors

  • Bau verharrt in der Rezession, Industrie wächst
  • Beschäftigung in der Industrie rückläufig
  • Österreichs Industrie unter doppeltem Druck 
  • Österreichischer Außenhandel in die EU und den Rest der Welt im Branchenvergleich

Fazit

Die österreichische Wirtschaft bleibt 2026 in einem schwierigen Umfeld. Geopolitische Spannungen, volatile Energiepreise, strategische Abhängigkeiten und wachsender Wettbewerbsdruck erhöhen den Anpassungsbedarf für den Wirtschaftsstandort. Umso bemerkenswerter sind die steigende Wertschöpfung der Industrie und die robuste Exportentwicklung.

Sie unterstreichen die Leistungsfähigkeit der heimischen Unternehmen, dürfen jedoch nicht über Herausforderungen des Standorts hinwegtäuschen. Um diese zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken, braucht es eine ambitionierte Wirtschafts- und Standortpolitik.

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Zur aktuellen WIFO/IHS-Prognose

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