Branchenmonitor 3/2026: Industrieerholung mit Fragezeichen
Überblick über die konjunkturelle Lage der heimischen Branchen
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3/2026: Industrieerholung mit Fragezeichen
Nach einer kurzen Erholung im Jahr 2025 gerät die österreichische Wirtschaft im zweiten Quartal 2026 erneut unter Druck. Die Eskalation der geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormus ließ die Öl- und Gaspreise deutlich steigen und belastete damit Unternehmen und Haushalte. Die Branchenentwicklung erfolgt nach wie vor sehr unterschiedlich. Die erwartete Erholung der Industrie könnte aufgrund der gesunkenen preislichen Wettbewerbsfähigkeit und des zunehmenden globalen Wettbewerbsdrucks schwächer ausfallen als bislang angenommen.
Bruttowertschöpfung nach Branchen, Prognose für 2026
Veränderung zum Vorjahr in %
Schwerpunkte des Branchenmonitors
- Bau verharrt in der Rezession, Industrie wächst
- Beschäftigung in der Industrie rückläufig
- Österreichs Industrie unter doppeltem Druck
- Österreichischer Außenhandel in die EU und den Rest der Welt im Branchenvergleich
Fazit
Die österreichische Wirtschaft bleibt 2026 in einem schwierigen Umfeld. Geopolitische Spannungen, volatile Energiepreise, strategische Abhängigkeiten und wachsender Wettbewerbsdruck erhöhen den Anpassungsbedarf für den Wirtschaftsstandort. Umso bemerkenswerter sind die steigende Wertschöpfung der Industrie und die robuste Exportentwicklung.
Sie unterstreichen die Leistungsfähigkeit der heimischen Unternehmen, dürfen jedoch nicht über Herausforderungen des Standorts hinwegtäuschen. Um diese zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken, braucht es eine ambitionierte Wirtschafts- und Standortpolitik.
Weitere Ausgaben als PDF
- 2/2026: Bau hinkt österreichischer Gesamtwirtschaft hinterher
- 1/2026: Geopolitische Spannungen drücken auf die Branchenkonjunktur
- 4/2025: Breitere Branchenerholung 2026
- 3/2025: Positive Impulse aus dem Dienstleistungssektor
- 2/2025: In Summe Stagnation
- 1/2025: Erhebliche Rückgänge in der Industrie
- 4/2024: Licht und Schatten
- 3/2024: Anhaltende Schwierigkeiten
- 2/2024: Heterogene Entwicklung
- 1/2024: Warten auf weitläufige Erholung