WKO: Gemeinsame Reformgruppe mit Fraktionen und Ländern wird eingesetzt
Nach der Bundesorganisation wird nun die Gesamtorganisation durchleuchtet. Präsidentin Schultz lädt alle Fraktionen und Länder zu einem sachlichen und konstruktiven Reformdialog.
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Das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Österreich hat Ende 2025 den Startschuss für einen umfassenden Reformprozess gegeben. Ziel ist es, die gesamte Wirtschaftskammerorganisation – von den Fachgruppen über die Sparten und Landeskammern bis zur Bundesorganisation – strukturell und inhaltlich zukunftsfit weiterzuentwickeln. Erste Vorgespräche mit den Fraktionen wurden bereits geführt.
Nun folgt der nächste Schritt: Das Erweiterte Präsidium der WKÖ setzt kommende Woche eine breit aufgestellte Reformgruppe ein. Diese wird konkrete Reformoptionen erarbeiten und Vorschläge für eine moderne, effiziente und schlagkräftige Interessenvertretung vorlegen. Konkret soll sich die Reformgruppe mit fünf Handlungsfeldern befassen:
- Aufgaben- und Angebotsreform
- Struktur-/Organisationsreform
- Wahlrechtsreform
- Transparenzoffensive
- Finanzierungsreform
In der Reformgruppe sind je eine Person aus allen Fraktionen im Wirtschaftsparlament, aus den Bundessparten sowie aus der Bundesorganisation und den Landesorganisationen vertreten. Alle Beteiligten werden unmittelbar eingeladen, bis 17. März ihre Vertreter zu nominieren, damit die Reformgruppe dann zeitnah ihre Arbeit aufnehmen kann. Ein erster Zwischenbericht mit ersten Ergebnissen und Maßnahmen wird dem Wirtschaftsparlament im Juni 2026 vorgelegt.
„Nach ersten Maßnahmen in der Bundesorganisation der WKÖ starten wir den Reformdialog der gesamten Wirtschaftskammerorganisation. Alle Fraktionen sind eingeladen, sich aktiv einzubringen. Es soll ein Erfolg aller werden, die eine starke, schlagkräftige und serviceorientierte Interessenvertretung der heimischen Wirtschaft wollen. Heute gehen die Einladungen an die Vertreter der wahlwerbenden Gruppen hinaus, am kommenden Dienstag werden wir in einem intensiven Dialog die Schwerpunkte definieren und mit der inhaltlichen Ausarbeitung beginnen.
Ziel ist es, bis Ende Juni eine gemeinsame Linie für die Prioritäten und deren Umsetzung zu finden. Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen kann, die Wirtschaftskammern in ein neues, positiveres Bild zu rücken, das ihnen als Säule der Sozialpartnerschaft in Österreich auch gerecht wird. Ich weiß, dass sich dessen die allermeisten Funktionärinnen und Funktionäre sowie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst sind. Mit diesem Rückhalt und der Entschlossenheit werden wir den Wirtschaftskammern neue Kraft und Stärke geben“, so WKÖ Präsidentin Martha Schultz. (PWK078)