WKÖ Danninger zu Finanzminister Marterbauer: Konsolidierung auf der Ausgabenseite umsetzen, Betriebe nicht zusätzlich belasten
Preiseingriffe bei Treibstoffen sind kritisch – Unternehmen brauchen stabile Rahmenbedingungen
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„Konsolidierungsmaßnahmen sind notwendig, aber sie müssen auf der Ausgabenseite erfolgen. Zusätzliche Belastungen für Betriebe wären in der aktuellen wirtschaftlichen Lage klar das falsche Signal“, betont Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zu den Aussagen von Finanzminister Markus Marterbauer im Ö1-„Journal zu Gast“. Danninger verweist darauf, dass Marterbauer selbst die hohe Unsicherheit durch internationale Entwicklungen betont hat.
Geopolitische Krisen und steigende Energiepreise sind bereits eine massive wirtschaftliche Belastung für die Unternehmen. Gerade in dieser Situation brauchen Betriebe stabile und verlässliche Rahmenbedingungen. Zusätzliche Unsicherheiten können sie sich schlicht nicht leisten.
Jochen Danninger
Generalsekretär WKÖ
Kritisch sieht die WKÖ die angekündigten Eingriffe in die Preisbildung bei Treibstoffen. „Eingriffe in Gewinnmargen stellen einen erheblichen Eingriff in funktionierende Marktmechanismen dar und können insbesondere kleinere Anbieter unter Druck setzen. Gerade in einem angespannten Umfeld braucht es Stabilität statt zusätzlicher Eingriffe“, warnt Danninger. „Entlastungen bei den Energiekosten sind grundsätzlich zu begrüßen. Sie müssen aber verlässlich und planbar ausgestaltet sein, damit sie bei den Betrieben auch tatsächlich ankommen“, so Danninger.
„Wichtig ist jetzt, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Blick zu behalten. Konsolidierung darf nicht zulasten von Investitionen und Beschäftigung gehen“, betont Danninger abschließend.
(PWK109/NIS)