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Generalsekretär Mag. Jochen Danninger sitzend im Gespräch mit einer Person in rosa Oberteil
© WKÖ | Marek Knopp

WKÖ-Danninger: Österreichs Innovationsbasis ist stark

European Innovation Scoreboard 2026: Österreich bleibt auf Rang 8 innerhalb der EU – gezielte Impulse können Innovationskraft weiter stärken  

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Aktualisiert am 09.07.2026

„Österreich behauptet sich im European Innovation Scoreboard 2026 erneut auf Rang 8 und zählt damit weiterhin zur Gruppe der ‚Strong Innovators‘ in Europa. Das ist ein Beleg für die Innovationskraft unserer Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Gleichzeitig zeigt das aktuelle Ergebnis aber auch, dass wir uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen dürfen“, erklärt Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der Veröffentlichung des European Innovation Scoreboard 2026. Österreich erreicht aktuell rund 113 Prozent des EU-Durchschnitts. Der Vergleich mit 2023 – damals lagen wir bei knapp 120 Prozent – zeigt jedoch, dass zusätzliche Dynamik notwendig ist, um den Anschluss an die europäische Spitzengruppe nicht zu verlieren.

Besonders positiv bewertet Jochen Danninger die Attraktivität des österreichischen Forschungssystems. Österreich zählt europaweit zu den Spitzenreitern bei den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Unternehmen, bei öffentlich-privaten Ko-Publikationen sowie bei Designanmeldungen. „Die Ergebnisse zeigen: Österreich verfügt über ein leistungsfähiges Forschungs- und Innovationssystem. Unsere Unternehmen investieren überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung – das ist die Grundlage für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und hochwertige Arbeitsplätze“, so Danninger.

Handlungsbedarf zeigt das Scoreboard vor allem bei drei standortrelevanten Faktoren. Die direkte und indirekte staatliche Unterstützung für betriebliche Forschung und Entwicklung ist gegenüber dem Vorjahr um 28,3 Prozentpunkte gesunken, die Beteiligung der Bevölkerung am lebenslangen Lernen um 14,4 Prozentpunkte. Gleichzeitig liegen die Venture-Capital-Investitionen trotz Verbesserungen weiterhin bei nur knapp 60 Prozent des EU-Durchschnitts. „Gerade deshalb braucht es verlässliche Rahmenbedingungen für F&E-Investitionen, einen stärkeren Fokus auf Qualifizierung und bessere Finanzierungsbedingungen für innovative Unternehmen. Innovation entsteht nicht nur im Labor, sondern auch durch Menschen, die neue Technologien entwickeln, anwenden und in die Betriebe bringen“, betont Danninger.

„Der achte Platz ist eine gute Ausgangsbasis. Jetzt gilt es, bestehende Stärken konsequent auszubauen, Schwächen gezielt anzugehen und den Abstand zu den europäischen Innovation Leaders Schritt für Schritt zu verkleinern. So kann Österreich langfristig selbst zur Spitzengruppe Europas aufschließen. Österreich hat hervorragende Voraussetzungen in Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, Mikroelektronik, Life Sciences und der grünen Transformation. Jetzt müssen wir dieses Potenzial noch konsequenter in Innovation, Wertschöpfung, Exporte und qualifizierte Arbeitsplätze übersetzen“, so Danninger abschließend.

(PWK340/NIS)

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