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Eine Person steht auf einer Bühne hinter einem Stehtisch und spricht in ein Mikrofon. Vor der Bühne ist ein sitzendes Publikum. Neben dem Stehtisch befindet sich ein weiterer Tisch mit Mikrofonen. Im Hintergrund ist eine großflächige, farbige Bühnenwand mit den Worten „BUILD’n GREEN“
© AUSSENWIRTSCHAFT / Marko Kovic

WKÖ vernetzt heimische Bau- und Green-Tech-Branche mit internationalen Partnern bei „BUILD’n GREEN“

Globale Märkte treffen auf heimische Innovation: Mehr als 900 Teilnehmer:innen aus über 70 Ländern nutzten die WKÖ-Konferenz für internationale Kooperationen

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Aktualisiert am 30.04.2026

Österreichs Wirtschaft zählt in zahlreichen Bereichen des nachhaltigen Bauens zur Weltspitze und setzt mit innovativen Holzbauprojekten, dem Einsatz erneuerbarer Materialien sowie modernster Umwelttechnik und Energieeffizienz internationale Standards.

Das große Interesse an „Made in Austria“ zeigte sich deutlich bei der WKÖ-Konferenz „BUILD‘n GREEN“, die am 28. und 29. April erstmals in dieser Form stattfand.

Im Rahmen der Konferenz vernetzte die WKÖ-Internationalisierungsagentur AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA mehr als 900 Teilnehmer:innen aus mehr als 70 Ländern – darunter auch rund 300 Vertreter:innen heimischer Betriebe aus den Bereichen Bau, Architektur, Planung sowie Umwelttechnik, erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Zudem reisten Delegationen aus 28 verschiedenen Regionen nach Wien. Mehr als 200 Vertriebspartner, Anlagenbauer, Planer oder Dienstleister aus der CEE-Region sowie jeweils knapp 100 Gäste aus Lateinamerika und Asien bestätigten den internationalen Charakter der Konferenz.

Laut Patentamt zählt Österreich europaweit zu den führenden Ländern bei Patenten im Bereich nachhaltiger Gebäudetechnologien. Zugleich erzielt die österreichische Umwelttechnik- bzw. Green-Tech-Branche Exportquoten von rund 80 Prozent.

Österreich als Vorreiter nachhaltiger Technologien stärken

„Nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz und grüne Technologien sind ein Wachstumsmotor für die österreichische Wirtschaft. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA ist ein starker Partner für heimische Betriebe mit internationaler Geschäftstätigkeit sowie für internationale Unternehmen, die nach innovativen grünen Technologien ‚Made in Austria‘ suchen“, betonte WKÖ-Vizepräsidentin Bettina Dorfer-Pauschenwein.

Ziel der WKÖ ist es, mit Konferenzen wie der „BUILD‘n GREEN“ Österreichs Position als internationaler Vorreiter im Bereich nachhaltiger Technologien weiter zu stärken und auszubauen.

Gleichzeitig sind die Wachstumsperspektiven der Branchen attraktiv: Die globale Green-Tech-Industrie wächst selbst in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten dynamischer als prognostiziert.

Die Konferenz setzte vier inhaltliche Schwerpunkte entlang des gesamten Lebenszyklus

  • Rohstoffe und Materialien
    Im Fokus standen innovative Entwicklungen rund um nachhaltige Baustoffe – von Holz als zentralem Rohstoff der Zukunft bis hin zu neuen, zirkulären Materialien. Zudem wurden aktuelle Trends in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieversorgung und Energiesicherheit thematisiert.
  • Planung, Konstruktion und Finanzierung
    Diskutiert wurden ganzheitliche Ansätze für nachhaltige Stadtentwicklung, innovative Modelle zur Finanzierung internationaler Bauprojekte sowie Konzepte zirkulärer Architektur. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Wiederverwendung von Materialien im Sinne geschlossener Kreisläufe.
  • Nutzung und Betrieb 
    Dieser Themenblock widmete sich modernen Lösungen im Bereich Smart Buildings, von energieeffizienter Gebäudetechnik und nachhaltiger Sanierung bis hin zum Einsatz digitaler Technologien und KI zur Optimierung des Energieverbrauchs.
  • Rückbau, Recycling und Wiederverwendung 
    Im Mittelpunkt standen Strategien für ressourcenschonenden Rückbau sowie innovative Recyclinglösungen auf kommunaler und industrieller Ebene. Diskutiert wurden unter anderem Ansätze zur Energiegewinnung aus Abfall sowie fortschrittliche Technologien in der Wasseraufbereitung.

Zusätzlich präsentierten Vertreter:innen der WKÖ-AußenwirtschaftsCenter in Peking, Johannesburg, Mailand und Buenos Aires internationale Herausforderungen und Chancen für die österreichische Wirtschaft in den Bereichen nachhaltiges Bauen und Green Tech. Ein weiterer Schwerpunkt war dem Wiederaufbau in der Ukraine gewidmet.

Österreichische Erfolgsbeispiele im Fokus

Österreichische Erfolgsbeispiele wurden zudem im Rahmen von Betriebsbesuchen präsentiert: Im Fokus standen Umsetzungen in den Bereichen Biomasse- und zirkuläre Bioenergiesysteme, integrierte erneuerbare Energiesysteme, Abwasserbehandlung und Energiegewinnung aus Abfall, innovative Bauweisen und nachhaltige Stadtentwicklung, zirkuläre Materialien sowie Renovierung und Modernisierung öffentlicher Gebäude, Brachflächen und adaptive Nachnutzung.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international statt – einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus sowie der Wirtschaftskammer Österreich – und wurde in Kooperation mit dem Enterprise Europe Network (EEN) Austria umgesetzt.

  • weitere Informationen zur Konferenz  auf BUILD‘n GREEN
  • aktuelle Fotos zum honorarfreien Download (Fotocredit: AUSSENWIRTSCHAFT / Marko Kovic)