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Zwei Personen mit grauen Haaren sitzen nebeneinander an einem Tisch in einer Küche. Vor ihnen sind Teller mit Toast sowie Marmeladengläser und Orangensaft. Die rechte Person hält ein Handy, auf dessen Bildschirm beide blicken
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WKÖ-Präsidentin Schultz: Aktivpension gilt auch für Selbstständige

15.000 Euro Steuerfreibetrag machen Arbeiten im Alter attraktiv

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 23.09.2026

„Unser Einsatz hat sich ausgezahlt: Mit der Aktivpension wird eine zentrale Forderung der Wirtschaftskammer umgesetzt, denn wer länger arbeitet und weiterhin Leistung erbringt, soll davon auch finanziell profitieren“, sagt Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zur heute im Nationalrat beschlossenen Aktivpension.

Kernstück des Modells ist ein Steuerfreibetrag von 15.000 Euro pro Jahr. Dieser soll ab 2027 sowohl Personen zugutekommen, die nach Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters weiterarbeiten, als auch Pensionist:innen, die zusätzlich einer Erwerbstätigkeit nachgehen.

Voraussetzung sind grundsätzlich 40 Versicherungsjahre in der Pensionsversicherung. Für Frauen gibt es eine Übergangsregelung, hier reichen zum Start 34 Versicherungsjahren.

„Besonders positiv ist, dass wir durchsetzen konnten, dass die Aktivpension auch für Selbstständige gelten wird. Für uns war von Anfang an klar, dass es bei den Anreizen für längeres Arbeiten keine Benachteiligung aufgrund der Beschäftigungsform geben darf. Denn Leistungsbereitschaft muss sich für alle lohnen“, sagt Schultz.

Zusätzlich zum Steuerfreibetrag soll bei einem Zuverdienst neben der Alterspension der Dienstnehmerbeitrag zur Pensionsversicherung entfallen. Für Selbstständige wird der entsprechende Pensionsversicherungsbeitrag nahezu halbiert.

Betriebliche Altersvorsorge als zweite Säule ausbauen

Schultz begrüßt darüber hinaus die geplante Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge. Arbeitnehmer:innen sollen künftig die Möglichkeit erhalten, ihre Abfertigungsansprüche in eine Pensionsvorsorge umzuwandeln.

„Eine stärkere zweite Säule bietet den Menschen zusätzliche Möglichkeiten für ihre finanzielle Absicherung im Alter und stellt das Pensionssystem zugleich auf eine breitere Basis“, sagt Schultz. „Angesichts der demografischen Entwicklung ist es wichtig, bei der Sicherung unserer Pensionen mehrere Hebel zu nutzen und das Pensionssystem langfristig tragfähig aufzustellen.“