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Floristin Julia Gschwandtner, Land- und Baumaschinentechniker Bernhard Moser
© Wildbild/Herbert Rohrer

WorldSkills 2026: Ein Salzburger Duo will in Shanghai Geschichte schreiben

Floristin Julia Gschwandtner will im September eine Erfolgsserie fortsetzen. Bernhard Moser kämpft um die erste Berufs-WM-Medaille in Land- und Baumaschinentechnik seit 2015.

Lesedauer: 4 Minuten

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Aktualisiert am 15.04.2026

Österreich schickt 48 junge Fachkräfte unter 22 Jahren zu den 48. WorldSkills nach China – von A wie Anlagenelektriker bis Z wie Zimmerer. Von 22. bis 27. September werden in Shanghai bei den Berufsweltmeisterschaften 1.400 Teilnehmer aus aller Welt in 64 Disziplinen um die Titel kämpfen. 

Zwei davon kommen aus Salzburg: Floristin Julia Gschwandtner aus Bergheim, die bei „Das Blumenatelier“ in Obertrum am See beschäftigt ist, und Land- und Baumaschinen­techniker Bernhard Moser aus Eben im Pongau. Er arbeitet bei der Liebherr Vertriebs- und Service GmbH in Puch bei Hallein.

Fehlersuche an großen Gerätschaften

Im Wettbewerb wird Moser Fehler in Baumaschinen diagnostizieren, Komponenten zerlegen und wieder zusammenbauen oder Systeme prüfen und konfigurieren. Er bereitet sich akribisch vor, sogar mit einem internationalen Vorbereitungstraining in Australien:

Mein Ziel ist es, im Wettbewerb möglichst fehlerfrei zu arbeiten und die Aufgaben technisch sauber umzusetzen. Ich will zeigen, dass ich auch unter Zeitdruck konzentriert bleibe und meine Leistung abrufen kann. Entscheidend ist für mich, dass ich am Ende sagen kann: Ich habe das Maximum herausgeholt.

Fragile florale Kunstwerke

Auf Gschwandtner kommen kreative Aufgabenstellungen zu: Sie muss florale Werkstücke zu vorgegebenen Themen entwickeln – etwa Sträuße, Gestecke oder Objektarbeiten – und dabei die Gestaltung, Technik und den Materialeinsatz unter Zeitdruck stimmig planen.

Ich will bei WorldSkills zeigen, was in mir steckt, fachlich wie kreativ. Mein Ziel ist es, unter Wettbewerbsbedingungen saubere, durchdachte Werkstücke zu gestalten und meine Ideen klar umzusetzen. Gleichzeitig geht es mir darum, so viel wie möglich mitzunehmen – an Erfahrung, an Austausch und an Inspiration.

WKS-Präsident Peter Buchmüller: „Aushängeschilder“

„Die Teilnahme an WorldSkills unterstreicht die hohe Qualität der dualen Berufsbildung in Österreich. Sie zeigt, dass unsere Ausbildungssysteme praxisnah ausgerichtet sind und junge Fachkräfte gezielt auf die Anforderungen eines internationalen Wettbewerbsumfelds vorbereiten. Für Salzburg ist das ein klarer Beleg, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Bildungseinrichtungen funktioniert“, sagte Peter Buchmüller, Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, am Mittwoch bei der Teamvorstellung.

Für Buchmüller ist die Teilnahme an internationalen Berufswettbewerben auch eine wichtige Maßnahme im Kampf um die Fachkräfte von morgen: „Unsere Teilnehmer sind Aushängeschilder für die Qualität der beruflichen Ausbildung in Salzburg. Sie zeigen, was möglich ist, wenn Talent, Einsatz und eine fundierte Ausbildung zusammenkommen – und genau das wirkt weit über den Wettbewerb hinaus als Motivation für die nächste Generation.“ 

Für SkillsAustria-Geschäftsführer Jürgen Kraft steht vor allem die Vorbereitung im Fokus: „WorldSkills gewinnt man nicht nur im Wettkampf, sondern auch in den Monaten davor. Internationale Trainings, der Vergleich mit den Besten und die konsequente Arbeit an jedem Detail sind entscheidend. Gleichzeitig gilt es, an den vier Wettkampftagen voll abzuliefern – genau darauf bereiten wir unser Team systematisch vor.“ 

Unterschiedliche Ausgangspositionen

Bei den Floristen zählt Österreich zur absoluten Weltspitze – 2024, 2022 und 2019 konnte Rot-Weiß-Rot jeweils die Weltmeistertitel in die Alpenrepublik holen. Gschwandtner könnte mit einem vierten Titel eine bei WorldSkills bislang unerreichte Siegesserie fortsetzen. Auch Moser könnte Berufsgeschichte schreiben: Die letzte Medaille in Land- und Baumaschinentechnik liegt bereits etwas zurück, 2015 holte ein Niederösterreicher in São Paulo Gold. 

Erfolgreiche Salzburger

Salzburger Fachkräfte konnten in jüngerer Zeit mehrfach bei WorldSkills glänzen: Mit Gold für Marius Golser (Steinmetz, 2015 in São Paulo), Robert Gradl (Hochbau/Maurer, 2017 in Abu Dhabi) und Stefan Planitzer (Maler, 2019 in Kazan) konnten insgesamt drei Salzburger WM-Titel in diesem Jahrhundert eingefahren werden. Dazu kommt Bronze für Andreas Ebner (Fliesenleger, 2009 in Calgary). 


Aktuelle Fotos

  • Team-Präsentation in Salzburg (© Wildbild/Herbert Rohrer)
  • Foto Team Salzburg: v.l. SkillsAustria-Geschäftsführer Jürgen Kraft, Floristin Julia Gschwandtner, Land- und Baumaschinentechniker Bernhard Moser, WKS-Präsident Peter Buchmüller (© Wildbild/Herbert Rohrer)

Übersicht über die Salzburger Teilnehmenden (Fotos honorarfrei, © SkillsAustria)

  • Julia Gschwandtner, Bergheim, Floristik, Das Blumenatelier (Obertrum am See) Steckbrief | Foto (© SkillsAustria)
  • Bernhard Moser, Eben im Pongau, Land- und Baumaschinentechnik, Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH (Puch bei Hallein) Steckbrief | Foto (© SkillsAustria)
  • Das Salzburger Duo – Teamfoto Gschwandtner und Moser  (© SkillsAustria) 

Weitere Fotos von nationalen und internationalen Skills-Bewerben finden Sie auf unserem Flickr-Kanal zur kostenlosen Verwendung (honorarfrei, Credit: SkillsAustria) (PWK154/HSP)

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Christoph Sammer
Telefon: +43 664 233 0908
E-Mail: christoph.sammer@skillsaustria.at

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