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Person mit weißer Küchenarbeitskleidung sitzt an einem Tisch in einem geschlossenen Lokal indem sich die Sessel umgekehrt auf den Tischen befinden, mit ihrem Laptop und notiert sich etwas.
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Aktuelle Branchenanalyse zeigt: Gastronomie weiterhin unter Druck

WKÖ-Gastronomie Rainer: Lohn- und Nebenkosten schlagen sich besonders zu Buche

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Aktualisiert am 15.04.2026

„Die aktuelle Analyse zur Lage der österreichischen Gastronomie zeigt deutlich, dass es erneut vor allem die vielen kleinen Betriebe sind, die infolge von Preissteigerungen und den gestiegenen Mitarbeiterkosten am meisten unter Druck stehen. Höhere Umsätze helfen wenig, wenn sie aufgrund gestiegener Vorleistungen rein preisgetrieben sind, während das operative Ergebnis und die Gästefrequenz weiterhin unter dem Vor-Pandemie-Niveau verharren. Zwar konnte sich die Branche dank Verbesserungen bei Effizienz und Sparsamkeit in einzelnen Kennzahlen stabilisieren, insgesamt steht sie jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen“, fasst Alois Rainer, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Ergebnisse des neuen Gastronomie-Fitness-Checks der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (OeHT), Prodinger und Kohl & Partner zusammen.  

Die aktuelle Branchenanalyse verdeutlicht insbesondere die strukturellen Unterschiede innerhalb der Gastronomie: Größere Betriebe mit über 100 Sitzplätzen konnten ihr Betriebsergebnis im Vergleich zu kleineren Betrieben stärker steigern.

Ein Blick in die Bilanzdaten zeigt zudem, dass sich die Eigenkapitalquote leicht verbessert hat, während kleine Betriebe mit einem Jahresumsatz von bis zu einer Million Euro weiterhin häufig negative Ergebnisse vor Steuern aufweisen.  

Als zentraler Kostentreiber bleiben die Mitarbeiterkosten: In kleinen Betrieben liegt der Personalaufwand bei über 42,11 % des Umsatzes, in größeren Betrieben bei 39,39 %. Im Verhältnis zum Umsatz ist der Anteil damit im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht gestiegen. 

Der Fitness-Check macht deutlich, wie stark die Betriebe durch steigende Kosten belastet sind – insbesondere auch, weil sich die Mitarbeiterkosten in den vergangenen Jahren überproportional erhöht haben.

Vor diesem Hintergrund unterstreicht Rainer einmal mehr, dass die Branche derzeit keine zusätzlichen Belastungen stemmen kann, und erwartet von der Arbeitnehmerseite die notwendige Bereitschaft, einen ausgewogenen und wirtschaftlich tragfähigen KV-Abschluss zu ermöglichen.