Zum Inhalt springen
Person in gelber Schutzkleidung, mit roten Handschuhen, und Atemmaske lehnt an Mauer, im Vordergrund blaue und rote Kanister, im Hintergrund weitere Person in selber Schutzkleidung beim Schlichten von Kanistern
© littlewolf1989 | stock.adobe.com

Chemie-KV − FCIO-Wieltsch stellt klar: „Hinweis auf rechtliche Lage ist Feststellen von Tatsachen“

Chemische Industrie verwehrt sich gegen Unterstellungen − „Schäden in der Produktion bei Unternehmen durch Streikmaßnahmen in Kauf zu nehmen, geht gar nicht“

Lesedauer: 1 Minute

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
Aktualisiert am 05.06.2026

Ulrich Wieltsch, Obmann des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO), stellt zu den Aussagen der Gewerkschaft bezüglich Streiks dezidiert klar: „Unser Hinweis auf die rechtliche Lage ist die Feststellung von Tatsachen. Das lassen wir uns auch nicht nehmen – ob es Gewerkschaftsvertreter:innen gefällt oder nicht.“ Der Fachverband verwehrt sich gegen Unterstellungen, er würde drohen.

Arbeitgeber sehen sich durch Gerichte bestätigt

Der Branchensprecher hält fest: „In zwei einstweiligen Verfügungen im Zuge der Metaller-Kollektivvertragsverhandlungen 2023 wurde auch die Rechtsmeinung bestätigt, dass die Friedenspflicht eines Kollektivvertrags aufrechterhalten bleibt, solange dieser nicht gekündigt ist. Und genau das ist hier der Fall.“

Zudem betont er: „Schäden in der Produktion bei Unternehmen durch Streikmaßnahmen in Kauf zu nehmen – das geht gar nicht. Das sagt einem schon der Hausverstand.“

„Wir werden die Gespräche wie bisher sachlich und lösungsorientiert fortsetzen und dabei die herausfordernde wirtschaftliche Situation der Branche berücksichtigen. 600 verlorene Arbeitsplätze allein im 4. Quartal 2025 und Zusatzkosten in Höhe von 500 Millionen Euro pro Jahr wegen zuletzt viel höherer Abschlüsse im Vergleich zu Deutschland erfordern verantwortungsvolles Handeln und kein weiteres Drehen an der Eskalationsschraube“, fordert Fachverbandsobmann Ulrich Wieltsch.

Die nächste Verhandlungsrunde zu einem neuen Kollektivvertrag soll am 11. Juni 2026 stattfinden.

(PWK268/JHR)