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Eine Person in einer dicken Jacke und mit offenen Haaren steht an einer Zapfsäule und hält mit einer Hand einen Zapfhahn. Links neben ihr steht ein PKW
© Irina Schmidt | stock.adobe.com

Energiehandel stellt klar: Österreich bei Netto-Treibstoffpreisen unter günstigsten EU-Ländern, doch Staat kassiert stark mit

Wettbewerb hierzulande so intensiv, dass Margen äußerst niedrig sind. Dies übt bereits spürbaren Druck auf einzelne Marktteilnehmer aus.

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Aktualisiert am 08.06.2026

Österreich zählt bei den Nettopreisen für Kraftstoffe erneut zur europäischen Spitze: Benzin ist hierzulande aktuell am zweitbilligsten in Europa, bei Diesel sind 22 Länder teurer als Österreich. Das zeigt deutlich: Der Wettbewerb am österreichischen Kraftstoffmarkt ist so intensiv, dass Österreich nicht nur zu den günstigsten Ländern zählt, sondern gleichzeitig auch zu jenen mit den niedrigsten Margen. 

Die Nettopreise sind jene Preise, mit denen die Unternehmen im Wettbewerb tatsächlich arbeiten, kalkulieren und wirtschaften müssen. Sie bilden die entscheidende Grundlage für den Markt und den funktionierenden Wettbewerb – insbesondere durch die vielen mittelständischen und kleineren Energiehändlern.

Gleichzeitig zeigt sich bei einem Blick auf die Endverbraucherpreise ein anderes Bild: Die Bruttopreise an den Tankstellen, die Konsumentinnen und Konsumenten sowie Pendler tatsächlich bezahlen, liegen im EU-Mittelfeld. Grund dafür ist die hohe steuerliche Belastung in Österreich. Mineralölsteuer, CO₂-Abgabe sowie die Umsatzsteuer treiben die Preise deutlich nach oben. Länder mit geringerer steuerlicher Belastung weisen daher entsprechend niedrigere Bruttopreise auf.

Abgabenlast entscheidet über Preis an der Zapfsäule 

„Der Unterschied zwischen Netto- und Bruttopreisen macht deutlich: Nicht der Markt, sondern die Abgabenlast entscheidet am Ende über den Preis an der Zapfsäule. Länder mit Steuersenkungen sind daher beim Endpreis klar im Vorteil“, so Roth. 

Als Fazit hält der Energiehandel fest: Eingriffe in einen funktionierenden Markt durch staatlich verordnete Margenreduktionen widersprechen den Grundprinzipien der freien Marktwirtschaft. Wenn politisch gewollt ist, Preise temporär zu senken, sollte dies aus steuerlichen Mehreinnahmen erfolgen.

(PWK272/DFS)