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Rückenansicht vieler Person, die in einem Raum auf Sesseln sitzen, die in Reihen angeordnet sind. Im Hintergrund sitzen auf einem Podium vier Person nebeneinander jeweils auf einem Sessel. Hinter ihnen ist eine Projektionsfläche
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Europa zwischen USA und China: Der Weg zum KI-Frontrunner

Hochkarätige Diskussion über digitale Souveränität und Europas Zukunft beim CMC Masters Club des WKÖ-Fachverbandes UBIT

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 24.09.2026

Wie kann Europa im globalen Technologie- und KI-Wettbewerb gegenüber den USA und China bestehen und in entscheidenden Zukunftsfeldern selbst zum Frontrunner werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung im Rahmen des CMC Masters Club des WKÖ-Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) in Wien.

Auf Einladung von Wilfried Drexler, Obmann des Fachverbandes UBIT, diskutierten Christoph Neumayer, Gastgeber und Generalsekretär der Industriellenvereinigung, und Lukas Mandl, Abgeordneter zum Europäischen Parlament, über die Voraussetzungen für mehr technologische Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und digitale Souveränität in Europa. Moderiert wurde der Abend von Alfred Harl, Präsident des europäischen Beratungsverbandes FEACO.

Wege zur digitalen Souveränität Europas

In seiner Begrüßung wies UBIT-Obmann Drexler darauf hin, dass „digitale Souveränität kein Schlagwort bleiben darf. Wer von digitaler Souveränität spricht, muss über die Förderung nationaler bzw. europäischer Hardware sprechen.“

Der europäische Binnenmarkt umfasst rund 450 Millionen Menschen, eine starke industrielle Basis, hervorragende Universitäten und Forschungseinrichtungen und Weltmarktführer in vielen industriellen Schlüsseltechnologien. Bei Betriebssystemen, Smartphones und globalen Plattformen spielen europäische Anbieter praktisch keine führende Rolle.

„Europa verfügt über Know-how, Forschung und starke Unternehmen. Europa hat also möglicherweise weniger ein Wissensproblem als ein Umsetzungs- und Skalierungsproblem“, sagte Moderator Alfred Harl zu Beginn der Diskussion.

Europas Industrie braucht mehr Tempo bei Entscheidungen

„Europa fällt gegenüber den USA und China im Vergleich zurück. Hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und zu langsame Entscheidungen kosten Investitionen und Arbeitsplätze“, betonte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer in seinem Statement.

Aus Sicht der Industrie geht es nicht nur um technologische Souveränität, sondern ebenso um wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Ziel müsse es sein, Innovationen schneller zu skalieren, Investitionen zu erleichtern und Schlüsseltechnologien konsequent zur Anwendung zu bringen. Entscheidend ist, dass Regulierung und Standortpolitik die unternehmerische Dynamik fördern und nicht hemmen.

Schluss mit Überregulierung in Europa

„Europa muss seine Stärken besser ausspielen und seine Schwächen ausmerzen. Es muss Schluss sein mit Überregulierung. Die Sparguthaben Europas müssen in Investitionen umgewandelt werden, so stärker wachsen und Europas Wirtschaft zum Aufschwung verhelfen. Europa ist durch Verlässlichkeit und internationale Kooperation die stärkste soft power der Welt und muss daraus mehr Kraft entfalten“, so Europaparlamentarier Lukas Mandl. 

Und Moderator FEACO-Präsident Alfred Harl führte weiter aus: „Europa braucht nicht 27 nationale Digitalstrategien, sondern einen tatsächlich funktionierenden europäischen digitalen Binnenmarkt und muss neben dem Regulieren wieder stärker das Entwickeln, Investieren, Skalieren und Vermarkten in den Mittelpunkt stellen.“

Unternehmensberatung und IT als Umsetzer der Transformation

Für den Fachverband UBIT ist von Bedeutung, dass Europas Technologiepolitik mit Hilfe von Unternehmensberatern und IT-Experten in konkrete Unternehmensstrategien, sichere IT-Architekturen und tragfähige Geschäftsmodelle übersetzt wird.

„Gerade für kleine und mittlere Unternehmen braucht es einen praxisnahen Zugang zu KI, Cloud-Technologien, Cybersecurity und Digitalisierung und hier sind unsere wissensbasierten Dienstleister die besten Übersetzer“, hielt Fachverbandsobmann Wilfried Drexler abschließend fest.

Über den Fachverband UBIT

Mit mehr als 88.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren.