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Zwei Personen in gelben Warnwesten und mit Helmen stehen sich im Freien gegenüber und schütteln sich die Hände. Hinter ihnen sind mehrere Baustellen von mehrstöckigen Gebäuden in unterschiedlichen Bauphasen
© Yuliia | stock.adobe.com

Gewerbliche Immobilienwirtschaft: Wohnbau braucht starkes Miteinander 

„Jährlich fehlen in Österreich 25.000 Wohnungen“ – „Gewerblicher und gemeinnütziger Wohnbau müssen gemeinsam gestärkt werden, um mehr Wohnraum zu schaffen“

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 16.10.2026

„Die gewerbliche Immobilienwirtschaft und die Gemeinnützigen in Österreich haben eine gemeinsame Herausforderung und das gleiche Ziel: mehr zu bauen“, sagt Roman Oberndorfer, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „In Österreich fehlen jährlich 25.000 Wohnungen. Diese Herausforderung kann keiner der beiden alleine bewältigen.“

Nur gemeinsam können wir das notwendige Angebot schaffen und damit einen Beitrag zu leistbarem Wohnen leisten“, betont Oberndorfer. Für ihn steht fest: „Wir brauchen eine Wohnbauoffensive, die alle Kräfte mobilisiert. Gewerblicher und gemeinnütziger Wohnbau ergänzen einander, sie sind keine Gegensätze.“

Zusammenarbeit mit Blick auf die Menschen und den heimischen Wohnungsmarkt

Der WKÖ-Fachverband der Immobilientreuhänder setzt dabei auf einen konstruktiven Austausch mit allen Akteuren, insbesondere auch mit den Gemeinnützigen. „Wir haben unterschiedliche Modelle, stehen aber vor derselben Aufgabe. Entscheidend ist die Zusammenarbeit sowohl mit Blick auf die Menschen als auch auf den heimischen Wohnungsmarkt. Gemeinsam müssen wir Lösungen voranbringen, damit in Österreich wieder mehr gebaut wird“, so Fachverbandsobmann Roman Oberndorfer. 

Für ihn ist die Forderung des Verbandes Gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV), die im Regierungsprogramm vorgesehenen Verhandlungen zum Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) aufzunehmen, ein wichtiger Anlass, den Wohnbau insgesamt in den Mittelpunkt zu stellen.

„Eine Offensive für den gemeinnützigen Wohnbau ist richtig und wichtig. Sie muss aber von Maßnahmen begleitet werden, die auch den gewerblichen Wohnbau wieder stärken. Wenn wir die Wohnraumlücke schließen wollen, dürfen wir keine der beiden Säulen außer Acht lassen.“

Gemeinsame Herausforderung, daher Rahmenbedingungen für beide Bereiche verbessern

Anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Verbandes Gemeinnütziger Bauvereinigungen gratuliert er namens des WKÖ-Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder: „Der österreichische Wohnungsmarkt profitiert seit Jahrzehnten von einem vielfältigen Zusammenspiel öffentlicher, gemeinnütziger und privater Akteure. Die gemeinnützigen Bauvereinigungen haben sich dabei als verlässliche Partner bei der Schaffung und Bewirtschaftung von Wohnraum etabliert.“ 

„Die Zukunft des Wohnens wird nur gelingen, wenn wir die Finanzierung erleichtern und damit Investitionen ermöglichen, die die Neubautätigkeit sowie die nachhaltige Sanierung vorantreiben. Dafür braucht es ein starkes Miteinander aller Marktteilnehmer. Der 80. Geburtstag der GBV ist daher nicht nur ein Grund zu gratulieren, sondern auch, um gemeinsam nach vorne zu schauen“, so Roman Oberndorfer abschließend.