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Nahaufnahme verschiedener Lebensmittel, wie Salat, Radieschen oder befüllten Plastikflaschen auf einem schwarzen Band. Links daneben steht eine Person, die aus einem länglichen Lederbeutel Geldscheine holt
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Mehrwertsteuersenkung im Lebensmittelhandel vollständig weitergegeben

WKÖ Prauchner: Nach OeNB bestätigt auch Arbeiterkammer Weitergabe der Mehrwertsteuersenkung 

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Aktualisiert am 23.07.2026

Die aktuellen Untersuchungen der Arbeiterkammern Wien und Steiermark bestätigen, dass der österreichische Lebensmittelhandel die Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel vollständig an die Konsument:innen weitergegeben hat. Bereits Anfang Juli war auch die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) zum selben Ergebnis gekommen.

„Nach der Österreichischen Nationalbank bestätigt nun auch die Arbeiterkammer, dass der Lebensmittelhandel die Mehrwertsteuersenkung vollständig weitergegeben hat. Damit zeigt sich einmal mehr, dass der österreichische Lebensmittelhandel zu seinem Wort steht“, sagt Christian Prauchner, Obmann des Lebensmittelhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Steuerliche Entlastungen kommen bei Kund:innen an

Bereits im Juni hatte zudem die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) festgestellt, dass auch die Umsatzsteuerbefreiung auf Damenhygieneprodukte vollständig an die Konsument:innen weitergegeben wurde. „Die Ergebnisse zeigen allesamt, dass steuerliche Entlastungen im österreichischen Lebensmittelhandel bei den Kund:innen ankommen und die bestehenden Kontrollmechanismen funktionieren“, so Prauchner.

Vor diesem Hintergrund erneuert der Lebensmittelhandel seine Kritik an Forderungen nach einer Margendatenbank oder zusätzlichen Meldepflichten. „Neue Kontrollapparate schaffen keinen Mehrwert für die Konsument:innen, sondern verursachen zusätzliche Bürokratie und hohe Kosten. Wer dauerhaft leistbare Lebensmittel will, sollte unnötige Belastungen abbauen, statt neue zu schaffen.“

Preise hängen von gesamter Wertschöpfungskette ab

Prauchner weist zugleich darauf hin, dass Lebensmittelpreise von zahlreichen Faktoren entlang der gesamten Wertschöpfungskette beeinflusst werden. „Die zuletzt höheren Erzeugerpreise haben zu einem deutlichen Einkommensanstieg in der heimischen Landwirtschaft geführt. Das stärkt eine stabile und leistungsfähige heimische Landwirtschaft. Gleichzeitig wirken sich Veränderungen bei den Erzeugerpreisen aber ebenso auf die Lebensmittelpreise aus wie Energie-, Verpackungs- oder Transportkosten. Umso bemerkenswerter ist, dass der Lebensmittelhandel zuletzt dennoch inflationsdämpfend gewirkt hat. Die aktuellen Daten der Statistik Austria zeigen, dass sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln im Juni deutlich abgeschwächt hat. Das unterstreicht einmal mehr, wie intensiv der Wettbewerb im österreichischen Lebensmittelhandel ist.“

Mit Blick auf die kommenden Monate sei die Entwicklung derzeit schwer abschätzbar. Die anhaltende Trockenheit könnte sich auf Ernten und Erzeugerpreise auswirken. Gleichzeitig bleibe offen, welche Folgen die geopolitische Lage im Nahen Osten auf Energie-, Düngemittel- und Verpackungskosten haben werde.

„Gerade deshalb braucht es eine faktenbasierte Diskussion über Lebensmittelpreise. Die aktuellen Untersuchungen zeigen eindeutig: Der Lebensmittelhandel gibt steuerliche Entlastungen weiter. Wie sich die Preise künftig entwickeln, hängt aber von der gesamten Wertschöpfungskette und den internationalen Rahmenbedingungen ab“, so Prauchner abschließend.

(PWK359/DFS)