WKÖ Denk: Österreichs Lehre ist Europas Spitzenmodell
Eurobarometer-Umfrage bestätigt Österreichs duale Ausbildung als Best-Practice-Beispiel mit Topwerten bei Praxisnähe und Ausbilderkompetenz.
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„Österreichs Lehrlingsausbildung erhält europaweit absolute Spitzennoten und wird als Best-Practice-Beispiel gesehen“, sagt Manfred Denk, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Zu diesem Schluss kommt die jüngste Eurobarometer-Umfrage mit europaweit fast 26.500 befragten Personen, die am Freitag veröffentlicht wurde
„Österreichs Lehre ist ein europäisches Erfolgsmodell. Die Ergebnisse bestätigen eindrucksvoll, was unsere Ausbildungsbetriebe tagtäglich leisten: Sie vermitteln jungen Menschen praxisnahes Wissen, begleiten sie mit hoher fachlicher Kompetenz und eröffnen ihnen hervorragende berufliche Perspektiven“, betont Denk.
Eurobarometer bestätigt Stärke der österreichischen Lehre
Absolute Spitzenpositionen erhält Österreichs berufliche Erstausbildung bei den Fragen:
- Vermittelt praktisch relevante Skills: Platz 1 von 28 Ländern (94 % der Befragten sagten dazu ja)
- Kompetente Lehrkräfte und Ausbilder:innen: Platz 1 von 28 (86 % ja)
- Wird positiv wahrgenommen: Platz 2 von 28 (81 % ja)
- Genießt hohes Ansehen: Platz 5 von 28 (75 % ja)
- Führt zu gut bezahlten Jobs: Platz 5 von 28 (75 % ja)
- Jobs sind besonders nachgefragt: Platz 6 von 28 (87 %)
Image der Lehre bleibt hinter den Fakten zurück
Angesichts dieser Spitzenwerte stimmt umso nachdenklicher, dass 74 % der Österreicher:innen der Ansicht sind, dass die schulische Allgemeinbildung ein besseres Image hat als die berufliche Ausbildung. Viele Jugendliche würden eher ermutigt werden, eine allgemeinbildende oder höhere Schule zu besuchen, sagen 85 % der Befragten.
„Das Auseinanderklaffen von Fakten und Wahrnehmung zeigt ganz deutlich: Nicht die Lehre ist das Problem, sondern das permanente Schlechtreden der beruflichen Ausbildung. Damit muss jetzt endlich Schluss sein“, fordert Denk nachdrücklich
„Wem die Zukunft der jungen Menschen und des Wirtschaftsstandortes wirklich am Herzen liegt, der muss jetzt Farbe bekennen. Die Leistung unserer Ausbildungsbetriebe muss endlich auch in Österreich anerkannt und honoriert werden. Denn wir brauchen mehr Lehrlinge, nicht weniger. Sie sind unsere dringend benötigten Fachkräfte für morgen. Wer heute nicht in die Ausbildung investiert, zahlt morgen doppelt und dreifach drauf“, so Denk abschließend
(PWK345/HSP)