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Eine rote Verkehrsampel ist an der Wand eines Straßentunnels angebracht. Die Fahrbahn verläuft in einer Kurve durch den Tunnel. Auf der Straße fährt ein Auto. Entlang der Tunnelwand befinden sich Beleuchtung und technische Einrichtungen
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Wichtiger Meilenstein am Brenner erreicht, weitere Schritte aber nötig

Durchschlag am Brenner Basistunnel rückt Entlastung bei Alpentransit Stück näher. Doch Zulaufstrecken müssen rasch realisiert werden, allen voran der Nordzulauf

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Aktualisiert am 29.07.2026

„Mit dem Durchschlag bei beiden Haupttunnelröhren unter der Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien ist gestern ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Denn der Brenner-Basistunnel hat großes Potenzial und könnte den Alpentransit künftig entscheidend entlasten“, begrüßt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den historischen Durchstoß.

Allerdings ist es mit diesem noch lange nicht getan: „Damit der Brenner-Basistunnel sein Potenzial als eines der wichtigsten europäischen Infrastrukturprojekte voll entfalten kann, muss auch die Arbeit an den Zulaufstrecken rasch und effizient angegangen werden“, fordert Klacska. 

Optimistisch stimmt ihn dabei, dass es beim Brenner-Nordzulauf auf deutscher Seite zuletzt einen wichtigen Fortschritt gab: Die zuständige DB InfraGO hat die Vorplanung abgeschlossen und eine Vorzugstrasse festgelegt.

„Damit sind die Voraussetzungen für die Parlamentarische Befassung im Deutschen Bundestag geschaffen. Jetzt geht es darum, dass der politische Prozess ohne zeitliche Verzögerungen vorangeht“, so Klacska. Schließlich sei man im Zeitplan ohnehin schon zurück. Statt wie ursprünglich vorgesehen 2017 soll der Brenner-Basistunnel voraussichtlich 2032 fertiggestellt werden. 

Es bedarf im Alpenraum dringend einer Alternative zum Gütertransport auf der Straße, das zeigen auch die Zahlen: So hat der LKW-Transit seit 1990 um rund 200 Prozent zugenommen. Ein Drittel davon sind Umwegverkehre.

„Mit dem Brenner-Basistunnel kann eine wesentliche Entlastung für die Straße erreicht werden. Zudem wird er kürzere Transportzeiten, verlässliche Abläufe und damit Kostenvorteile für die Wirtschaft bringen“, sagt Klacska. 

Allerdings brauche es nicht nur bei der Umsetzung Tempo, sondern auch eine deutliche Erweiterung der Terminalkapazitäten sowie technische Harmonisierungen und eine entsprechende Förderung der Maßnahmen durch die Europäische Union. „Ansonsten dauert es bis 2050, bis der Brenner-Basistunnel seine volle Leistungsfähigkeit erreicht“, warnt der Bundesspartenobmann.