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Pflänzchen in Glühbirne wächst aus Boden
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WKÖ-Bundessparte Industrie: Klimaschutz braucht bessere Rahmenbedingungen

Bundesspartenobmann Menz: „Es braucht wettbewerbsfähige Energiepreise, schnellere Verfahren und neue Infrastruktur – und keine teuren Sonderwege“

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 10.09.2026

„Die österreichische Industrie steht zum europäischen Klimaziel 2050“, betont Sigi Menz, Obmann der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Ein nationales Ziel zehn Jahre früher, also schon 2040, koste jedoch Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und letztlich Wohlstand. Er warnt davor, mit einem nationalen Klimaneutralitätsziel 2040 die europäischen Vorgaben zu übererfüllen und kostspielige Sonderwege ohne zusätzlichen Klimanutzen einzuschlagen. 

„Klimaschutz braucht bessere Rahmenbedingungen statt dem sprichwörtlichen Schuss ins Knie durch die Übererfüllung der EU-Ziele, die für die Wirtschaft nicht zu bewältigen sind“, so Menz. Er fordert daher, dass Österreich keinen teuren Sonderweg einschlagen dürfe. Das europäische Ziel bis 2050 sei bereits sehr ambitioniert. Auch wenn die Transformation bis dahin gelingen soll, braucht es bereits jetzt die richtigen Rahmenbedingungen. Gefragt sind schnellere Umweltverträglichkeits- und Genehmigungsverfahren, neue Infrastruktur wie Strom, CO2- und Wasserstoffnetze, die Aufhebung des CO₂-Speicherverbots samt praxistauglichem Rechtsrahmen für Abscheidung und Speicherung sowie wettbewerbsfähige Energiepreise. Daran entscheidet sich, ob die Transformation gelingen kann“, so Menz. 

Tatsache ist, dass Österreichs Industriebetriebe schon heute auf einem der effizientesten Niveaus weltweit produzieren. Eine vollständige Transformation in 14 statt in 24 Jahren treibt lediglich die Kosten und Energiepreise in die Höhe ohne einen zusätzlichen Klimanutzen. Dieses Gold Plating, also die teure Übererfüllung von EU-Vorgaben in Form eines nationalen Alleingangs, gilt es zu vermeiden, ansonsten werden Investitionen und Produktion abwandern und sich die Emissionen in Regionen mit niedrigeren Umweltstandards verlagern “, so WKÖ-Bundessparte Industrie-Obmann Menz.