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Viele Bäume stehen dicht nebeneinander. Sie sind unterschiedlich hoch und haben grüne Blätter. Um die Bäume ist ein weißer Nebel. Darüber sind zwei Umrisse von Wolken gelegt. In der rechten steht CO2. Von den Wolken zeigen fünf weiße Pfeile nach unten
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WKÖ-Menz: „Aufhebung des CO2-Speicherverbots überfällig, richtig und wichtig“

Statt zusätzlicher Belastungen und unrealistischen Klimazielsetzungen fordert Bundessparte Industrie Bundesminister Marterbauer auf, Klarheit zu schaffen

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 25.08.2026

„Mit dem Ermöglichen von Carbon Capture and Storage, also der Speicherung von CO₂, wird eine langjährige Forderung von Österreichs Industrie aufgegriffen“, so Sigi Menz, Obmann der WKÖ-Bundessparte Industrie.

„Wir weisen bereits seit Langem auf die Notwendigkeit hin, CO₂ sicher abzuscheiden und geologisch zu speichern. Die Aufhebung des Speicherverbots ist daher ein überfälliger Schritt. Es braucht die Möglichkeit zu Carbon Capture and Storage, kurz CCS, um auch in energieintensiven Branchen Emissionen vermeiden zu können. Bundesminister Marterbauer muss nun endlich konkrete Gesetze zur Dekarbonisierung vorlegen, statt mit unrealistischen Zielen für 2040 die Kosten für die Betriebe in die Höhe zu treiben.“ 

Carbon Capture and Storage (CCS) als Baustein zur Dekarbonisierung der Industrie 

„CCS ist ein Baustein zur Umstellung der Industrie auf CO₂-arme Produktionsprozesse und zur Reduktion des CO₂-Ausstoßes in der Industrie“, hält Sigi Menz fest.

Die Größenordnung ist durchaus erheblich, auch finanziell: Laut den vom Wirtschaftsministerium genannten Szenarien fallen in Österreichs Industrie auch im Jahr 2040 noch rund 4,4 bis 12,1 Millionen Tonnen geologisch bedingte CO₂-Emissionen sowie eine verbleibende Menge fossilem Kohlendioxid pro Jahr an. Bei einem CO₂-Zertifikatspreis von 82 Euro je Tonne entstehen Zertifikatskosten von bis zu 900 Millionen Euro jährlich. 

Rahmenbedingungen für Dekarbonisierung, darunter auch CO2-Infrastruktur, sicherstellen 

Für den Binnenstaat Österreich ist rasch Klarheit bei der grenzüberschreitenden Planung, Finanzierung und Verfügbarkeit von CO2-Infrastruktur nötig. Erforderlich sind Transportwege sowie der Zugang zu On- und Offshore-Speicherkapazitäten.

„Dazu braucht es bilaterale Abkommen, klare Zuständigkeiten sowie Planungs- und Finanzierungssicherheit für den Transport per Pipeline, Bahn und Schiff“, so Sigi Menz. „Ein aufgehobenes Verbot ist noch keine Wertschöpfungskette“, gibt er zu bedenken. 

„Die notwendigen Rahmenbedingungen für die Dekarbonisierung der Industrie müssen jetzt geschaffen werden – das CCS-Gesetz ist ein Teil davon, aber eben nur ein Teil“, betont er.

„Dazu zählen ebenso Strom-, Wasserstoff- und CO2-Netze und -Speicher wie international wettbewerbsfähige Energie- und Rohstoffpreise und saubere Energiemengen. Erst wenn dieses Gesamtpaket steht, können Betriebe die notwendigen Investitionsentscheidungen tatsächlich treffen“, so der Obmann der WKÖ-Bundessparte Industrie.