Made in Europe-Deklaration wichtiges Signal für Produktion und Beschäftigung
Unterstützung für den Vorstoß der Bundesregierung - Industrielle Stärke in Europa sichern und ausbauen, ohne bewährte Handelspartner auszuschließen
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Die Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßt die Unterzeichnung der Made in Europe-Deklaration heute, Mittwoch, im Bundeskanzleramt. „Es ist richtig, öffentliche Aufträge und Förderungen stärker dafür zu nutzen, Produktion, Investitionen und Arbeitsplätze in Europa zu sichern. Die heimische Industrie braucht diesen Rückenwind“, betont Bundesspartenobmann Sigi Menz.
„Wenn die öffentliche Hand Waren und Leistungen einkauft, soll sie stärker berücksichtigen, wo Wertschöpfung entsteht. Entscheidend ist dabei, unsere industrielle Stärke auszubauen, ohne bewährte Handelspartner auszuschließen.“ Zudem sollen auch Förderungen sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene nach dem Grundsatz „Made in Europe and Partnercountries“ gestaltet werden.
Faire Partnerschaften und klare Regeln
Viele Unternehmen sind auf Zulieferungen aus eng verbundenen Partnerländern angewiesen. Diese Länder sollen daher einbezogen werden können, wenn sie europäischen Unternehmen im Gegenzug fairen Zugang zu ihren Märkten gewähren. „Offenheit und Fairness gehören zusammen. Wir müssen Lieferketten sichern und zugleich Wettbewerbsverzerrungen vermeiden“, unterstreicht Menz. Eine öffentlich zugängliche und regelmäßig aktualisierte Liste geeigneter Partnerländer soll für Rechtssicherheit sorgen.
Praxistaugliche Umsetzung ohne neue bürokratische Hürden entscheidend
Sowohl für Betriebe als auch für öffentliche Auftraggeber ist die unkomplizierte Anwendbarkeit der Regeln entscheidend, es dürfen keine neuen bürokratischen Hürden aufgebaut werden. So sollen bestehende Nachweise möglichst ausreichen und zusätzliche Berichtspflichten vermieden werden. Zudem ist es wichtig, die Vorgaben mit anderen EU-Regelungen, etwa zu Rohstoffen, Investitionen und öffentlicher Beschaffung, abzustimmen.
„Die Deklaration ist ein wichtiges Signal. Entscheidend ist jedoch auch die praxistaugliche Umsetzung für unsere Betriebe“, so der WKÖ-Bundessparte Industrie-Obmann abschließend.