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Jungunternehmer:innen-Frühstück in Perg

Vernetzung, Erfahrungsaustausch und wertvolle Tipps für den Unternehmensalltag

Lesedauer: 3 Minuten

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28.05.2026

Rund 20 Jungunternehmer folgten der Einladung zum ersten Jungunternehmer:innen-Frühstück der WKO Perg. Das neue Veranstaltungsformat richtet sich gezielt an Unternehmen in den ersten Jahren nach der Gründung und bietet Raum für Vernetzung, Erfahrungsaustausch und praxisnahe Informationen. 

„Im Bezirk Perg reicht die Unternehmenslandschaft von großen Arbeitgeberbetrieben mit mehr als 100 Mitarbeiter bis hin zu den vielen Ein-Personen-Unternehmen, die rund 64 Prozent unserer Mitgliedsbetriebe ausmachen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen wird von Frauen geführt. Gerade diese Vielfalt macht den Austausch so wertvoll. Unternehmer können voneinander lernen, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen“, betonte WKO-Perg-Obfrau Eveline Grabmann. Gemeinsam mit den Netzwerken Junge Wirtschaft und Frau in der Wirtschaft soll das neue Format dazu beitragen, Kontakte zu knüpfen und Hemmschwellen abzubauen. 

Für persönliche Einblicke sorgte Bernhard Müller, Gründer und Eigentümer von Impuls15. Der Unternehmer schilderte seinen Weg vom Tischler über den Franchisenehmer bis hin zum Eigentümer und Lizenzgeber eines eigenen Trainingskonzeptes mit mittlerweile zehn Mitarbeiter an zwei Standorten. Besonders prägend sei für ihn der Wechsel vom Mitarbeiter zum Unternehmer gewesen: Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und die wirtschaftlichen Zusammenhänge im Unternehmen verstehen. „Die Dimension der Zahlen hat mich überrascht. Wichtig ist, die Zahlen zu kennen und zu verstehen, aber auch zu lernen, Aufgaben zu delegieren und am Unternehmen zu arbeiten, nicht nur im Unternehmen“, so Müller. Den anwesenden Jungunternehmer:innen gab er vor allem eines mit auf den Weg: Mut haben, Verantwortung übernehmen, sich etwas zutrauen, die richtigen Partner suchen und ins Tun kommen. 

Im fachlichen Teil standen Herausforderungen der frühen Unternehmensentwicklung – besonders das oft unterschätzte „verflixte 3. Jahr“ im Fokus. Klaus Madlmair, Leiter des WKOÖ Gründerservice, wies darauf hin, dass gerade in dieser Phase viele Gründerinnen mit steigenden Sozialversicherungsbeiträgen und steuerlichen Anforderungen konfrontiert seien. „Krankenversicherung wird ab dem 3. Jahr nachbemessen, und viele unterschätzen die Voraus- und Nachzahlungen“, so Madlmair. Er riet, die Zahlen laufend im Blick zu behalten und bei Bedarf professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen und den Businessplan kontinuierlich zu aktualisieren.

Auch Bezirksstellenleiterin Eva Steinkellner stellte die vielfältigen Leistungen der Wirtschaftskammer vor, von der kostenlosen Erstberatung über Förderinformationen bis hin zu Sprechtagen für Arbeitsrecht, Betriebsanlagen oder Unternehmensnachfolge. „Gerade in den ersten Jahren tauchen viele Fragen auf. Wir möchten den Unternehmer zeigen, dass sie mit ihren Anliegen nicht allein sind und in der WKO kompetente Ansprechpartner finden“, betonte Steinkellner. 

Das Jungunternehmer:innen-Frühstück ist Teil eines oberösterreichweiten Veranstaltungsformats der WKOÖ. Ziel ist es, den Kontakt zu jungen Unternehmen zu stärken, Netzwerke aufzubauen und den Austausch unter Unternehmer:innen im Bezirk Perg zu fördern.