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Reformweg
© Achmad Khoeron I stock.adobe.com

Schlanker und stärker  

Im Rahmen der Sitzung des Wirtschaftsparlaments stellte WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer den Reformweg der OÖ Wirtschaftskammer vor. Klares Ziel: die Umlagen senken und den Fokus darauf richten, dass die Leistungen für die Mitglieder spürbarer werden.

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Aktualisiert am 18.06.2026

 

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer:

„Mit dem Schulterschluss übernehmen die Fraktionen in der Wirtschaftskammer Verantwortung für die Zukunft der Interessenvertretung in Oberösterreich. In den vergangenen Monaten wurde vieles von außen diskutiert und kritisiert und viele Details unserer Arbeit wurden beleuchtet. Diese kritische Betrachtung kam aber nicht nur von außen. Wir als Wirtschaftskammer Oberösterreich haben uns im Rahmen der internen Task Force selber kritisch betrachtet und es wurden Grundsatzdiskussionen über dieses Haus geführt, über unserer Aufgaben und über die Ziele der WKOÖ. Wir sind über die Fraktionen des Wirtschaftsparlaments hinweg zu dem Schluss gekommen, dass wir gemeinsam dieses Haus noch tatkräftiger, noch serviceorientierter, aber auch noch schlanker und effizienter machen wollen. Diesen Entschluss haben wir in der Sitzung des Wirtschaftsparlaments am 9. Juni mit dem Schulterschluss noch einmal bekräftigt. 

Wir wollen die WKOÖ als kosten- und leistungsführende Interessenvertretung weiter stärken.

Im Bundesländervergleich ist die WKOÖ bereits jetzt Kostenführer und wir wollen diesen Weg weitergehen. Unser wichtigstes Ziel ist, die WKOÖ als kosten- und leistungsführende Interessenvertretung weiter zu stärken. Durch viele kleine und auch größere Veränderungen können wir zu diesem Ziel gelangen. Trotz komplexer gesetzlicher Rahmenbedingungen soll die Struktur vereinfacht, die Effizienz gesteigert und die Sichtbarkeit der Leistungen für die Mitglieder erhöht werden. Obwohl wir von allen Bundesländern die niedrigste Kammerumlage 2 haben, werden wir im Herbst einen weiteren Senkungspfad beschließen. Dieser sieht vor, dass die KU2 in drei Schritten von aktuell 0,19 auf 0,16 Prozent gesenkt wird. Das entspricht einer Reduktion der Mitgliedsbeiträge aus der KU2 um etwa 20 Prozent in der laufenden Funktionsperiode, was um 10 Mio. Euro weniger Einnahmen bedeutet. 

Unsere Leistungen und Angebote für die heimischen Betriebe bestehen aber dennoch weiter. Durch schlankere Strukturen und Spezialisierungen sollen die Kosten gesenkt werden, ohne die Qualität unserer Dienstleistungen zu mindern. Wir nützen bereits jetzt aktiv Möglichkeiten, um mit anderen Landeskammern zusammenzuarbeiten und dadurch Ressourcen zu sparen. Wege zur Effizienzsteigerung bietet uns auch die Digitalisierung und künstliche Intelligenz.

Wir wollen aber auch unsere Leistungen sichtbarer machen, wie zum Beispiel die duale Ausbildung. Dass jeder zweite junge Mensch in Oberösterreich eine Lehre macht, ist kein Zufall. Rund 50 Mio. Euro, etwa die Hälfte unserers Budgets, fließen in die duale Ausbildung und die Berufsorientierung. Dass wir ein WIFI haben, wo sich jährlich 90.000 Menschen weiterbilden und 10.000 Kurse angeboten werden, ist keine Selbstverständlichkeit. Wir wollen bei unseren Mitgliedern noch spürbarer sein und stehen für persönliche Coachings, die wir für die Unternehmer anbieten. Wir stehen mit unseren Experten an der Seite der Betriebe und kämpfen mit ihnen um ihre Rechte. 

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich ist ein Bollwerk für unternehmerische Werte wie Fleiß, Innovationskraft und Eigenverantwortung, aber auch für den sozialen Frieden. Die geplanten Reformschritte sollen sicherstellen, dass wir auch in Zukunft die verlässlichste Partnerin für eine starke Wirtschaft und starke Unternehmen sind.“ 

OÖ Wirtschaftsparlament bringt gemeinsame Reformagenda auf den Weg


Wirtschaftsparlament der WKOÖ


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