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Himmel
© adobestock-yingyaipumi

Energieinfrastruktur Oberösterreich

Netze und Speicher

Lesedauer: 4 Minuten

23.01.2026

Unsere Wirtschaft ist auf eine sichere, leistbare und umweltfreundliche Energieversorgung angewiesen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung, insbesondere der Photovoltaik schreitet zügig voran, doch brauchen wir dringend eine belastbare Netzinfrastruktur, insbesondere in ländlichen Regionen, sowie einen Ausbau der Energiespeicher.

Die drastisch gestiegenen Energiekosten und Ausgaben belasten unsere Unternehmen massiv. Nur durch faire Rahmenbedingungen, schnellere Genehmigungsverfahren und gezielte Investitionen in Erzeugungsanlagen, Netze und Speicher können wir die Energiewende wirtschaftlich und nachhaltig gestalten.

Die WKO Oberösterreich setzt sich dafür ein, dass die Betriebe auch künftig erfolgreich arbeiten können. Das bedeutet: Versorgungssicherheit gewährleisten, Kosten senken und den Ausbau der Energienetze und Speicher vorantreiben.

Anhand der folgenden Darstellungen sehen Sie, wie erneuerbare Stromproduktion stetig zunimmt. Zeitgleich muss der Netzausbau mitgezogen werden und in unserem Bundesland ist synchron ein massiver Ausbau der Speicherkapazitäten erforderlich.

Wirtschaftlichkeit | Versorgungssicherheit – Erzeugung & Verteilung/Speicherung | Umweltverträglichkeit

Wirtschaftlichkeit 

Energiepreise


Zahlen
© WKOÖ Quelle: Eurostat und Europäische Kommission: The future of European competitiveness – a competitiveness strategy for Europe.

„Die reinen Energiepreise für Strom und Gas sind in Österreich im Vergleich mit dem Durchschnitt der EU-27 deutlich höher. Besorgniserregend ist der Vergleich mit China und den USA. Vor allem die energieintensive Industrie in OÖ trifft das besonders hart. Mit diesem Kostennachteil verliert OÖ zusehends an Wettbewerbsfähigkeit!“

Versorgungssicherheit

Volatile Energieerzeugung

Erneuerbare Stromerzeugung (Wasser, Wind)

Verteilung Jänner bis Oktober 2024

Kreis
© WKOÖ Quelle: eigene Berechnung auf Basis der Markttransparenzdaten- bank der APG

„In Oberösterreich wurden im Jahr 2022 rund 77 % des elektrischen Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Traditionell setzt Oberösterreich auf Wasserkraft.“

PV & Wind Österreich
Erzeugung in GWh



Grafik
© WKOÖ Quelle: OÖ Energiebericht 2024 und APG

„Die Zunahme der volatilen Energieerzeugung aus PV und Windkraft im gesamten Bundesgebiet führt zu einem wachsenden Bedarf an Speichern. Oberösterreich ist führend bei der Erzeugung von PV-Strom – und setzt damit auf die volatilste Form der Erzeugung. Im Jahr 2023 betrug in OÖ der PV-Anteil an der Bruttoerzeugung rd. 10 %.“

PV in Oberösterreich
Ausbauleistung in MWpeak

Grafik
© WKOÖ Quelle: OÖ Energiebericht 2024 und APG

Für 2025 geht man für OÖ von 2,2 GW installierter Peak-Leistung aus. Voraussetzung für eine effiziente Nutzung von PV-Strom sind entsprechende Speicher- und Exportkapazitäten für saisonale Überschüsse. OÖ braucht dezentrale Batterie-Großspeicher, um das Stromnetz stabil zu halten.

Engpass Umspannwerke und Leitungsnetz

Auslastung Umspannwerke OÖ
im Oktober 2025

Grafik
© WKOÖ Quelle: ebutilities.at

„Solide im Zentralraum – Sorgen am Land: Kapazitätserweiterungen in den Umspannwerken sind notwendig, sonst können größere erneuerbare Erzeugungsanlagen nicht ans Netz gehen.“

Stromnetz Projekte OÖ
bis 2032

Grafik
© WKOÖ Quelle: Stromnetz-Masterplan Oberösterreich 2032

„Die Netzbetreiber arbeiten am erforderlichen Ausbau der Infrastruktur nach dem Stromnetz-Masterplan, die Projekte sind eingetaktet. Nötig sind Tempo und ein koordiniertes Vorgehen.“

Erneuerbarer Strom brauch Langzeit- und Kurzzeitspeicher

Kurzzeitspeicher in OÖ

Grafik
© WKOÖ Quelle: energieag.at und energie.gv.at

„Um die Differenz zwischen Verbrauch und Einspeisung aus erneuerbaren Energien im Tagesverlauf zu beheben und ein stabiles Netz zu garantieren, sind Investitionen in Speichertechnologien unumgänglich. Derzeit existieren nur kleine PV-Speicher. Es besteht der Bedarf an Batterie-Großspeichern und Pumpspeichern, dazu sind substantielle Investitionen nötig.“

Langzeitspeicher in OÖ

Grafik
© WKOÖ Quelle: energieag.at und energie.gv.at

„Es werden Langzeitspeicher mit einer Kapazität von ca. 850 GWh benötigt. Das ist bis 2040 fast eine Verdreifachung der vorhandenen Kapazität! Der weitere Ausbau der Wasserkraft stößt an seine Grenzen – OÖ braucht die Möglichkeit zur chemischen Speicherung von mittels Power-to-Gas saisonal erzeugtem Wasserstoff in ausgeförderten Gasfeldern.“ 

Erdgasspeicher
Chancen für Elektrolyse und Wasserstoff

Grafik
© WKOÖ Quelle: eigene Darstellung WKOÖ

„Der Ausbau der Batterie-Großspeicher und Wasserkraftspeicher ist für die kurzfristige Verfügbarkeit ein Gebot der Stunde. Die größte Kapazität für Langfristspeicher liegt in den ausgeförderten Poren-Erdgasspeichern im Alpenvorland: Überschüssiger saisonaler erneuerbare Strom wird mittels Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt und im Winter rückverstromt. Der Energieinhalt von Wasserstoffgas beträgt volumensmäßig verglichen mit Erdgas rund 30 %.“

MISSION 2040
Für Oberösterreich, Österreich
und Europa

Grafik
© WKOÖ

„Für eine nachhaltige Energiewende braucht es

  • einen Ausbau der Leitungsnetz- und Umspannwerke-Infrastruktur.
  • den Ausbau und die Nutzung aller Speichermöglichkeiten: Großbatteriespeicher, Wasserkraft (Langzeitspeicher und Pumpkraftwerke) sowie die Nutzung eines Teils der Poren-Erdgasspeicher für Wasserstoff.
  • mehr langfristige Energiespeicher in OÖ.
  • den koordinierten Ausbau der Netz- und Speicherinfrastruktur in ganz Europa!“

Umweltverträglichkeit

IN PLAN 

Investitionen in Umweltschutz

Kreis
© WKOÖ Quelle: Statistik Austria, Juni 2024

Treibhausgasintensität

Linie
© WKOÖ Quelle: KES-Fortschrittsbericht_Land OÖ 2023, Statistik Austria, eigene Berechnung

„Unternehmen investieren viel in Klima- und Umweltschutzmaßnahmen, aber auch die Unterstützung der Politik und der öffentlichen Hand ist nötig. Denn auf die Wirkung kommt es an: nur umgesetzte Projekte reduzieren Treibhausgase!“

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