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Monika Mustak-Blagusz
© Monika Pöltner

Gesundheitsmanagerin des Monats September/Oktober 2026

  Dr.in Monika Mustak-Blagusz, MBA

Lesedauer: 3 Minuten

07.09.2026

Berufliche und persönliche Eckdaten

Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie

  • 2014-2018: Ärztliche Leiterin Reha-Zentrum Gröbming der Pensionsversicherung (PV) 
  • 2022-2023: Ärztliche Direktorin der Züricher RehaZentren Klinik Davos 
  • Seit 2023: Chefärztin Pensionsversicherung Österreich (PV)


Mein Fokus liegt auf der stetigen Weiterentwicklung von Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation. Moderne Rehabilitation muss sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und dabei neue Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung, der Robotik und den demographischen Wandel mitberücksichtigen. All das macht die Rehabilitation zu einem überaus spannenden und innovativen Bereich im Gesundheitssystem. In der PV setzen wir auf individualisierte zielorientierte Reha-Maßnahmen, entwickeln spezielle Programme und schaffen Evidenz mit gezielter Forschung. Die nachhaltige Sicherung der Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben ist das angestrebte Ziel. Mir ist es dabei ein besonderes Anliegen, die Menschen mit höchster medizinischer Qualität zu betreuen und ein motivierendes Umfeld im Rehabilitationsalltag zu schaffen, um sie auf ihrem Weg zurück in ein aktives und selbstständiges Leben zu begleiten“, Dr.in Monika Mustak-Blagusz, MBA.


Interview:

Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln – was lernen wir aus vergangenen Herausforderungen?

Die demographischen Veränderungen, chronische Erkrankungen, ein höheres Pensionsantrittsalter und die Veränderungen in der Arbeitswelt bedeuten notwendige Anpassungen in unterschiedlichsten Lebensbereichen. In der Weiterentwicklung von Maßnahmen müssen alle Altersgruppen miteinbezogen werden, um die wirtschaftliche Selbstständigkeit so weit wie möglich zu fördern und die Pflegebedürftigkeit so gering wie möglich zu halten. Es ist daher wichtig, entsprechende Angebote anzubieten, welche sich an diesen neuen Herausforderungen orientieren. Eine wichtige Rolle nimmt hierbei auch die Weiterentwicklung der Digitalisierung ein.


Was möchten Sie in der Gesundheitswirtschaft, dem Gesundheitssystem bzw. in der Gesundheitsversorgung Österreichs verändern?

Zusätzlich zur Rehabilitation, die Menschen dabei hilft nach Operationen, Verletzungen oder akuten und chronischen Krankheiten, wieder gut in den Alltag und den Beruf zurückzukehren, ist es wichtig, die Gesundheitskompetenz der Versicherten zu fördern und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass jede*r aktiv zur eigenen Gesundheit beitragen kann. Patient*innen müssen in der Lage sein, sich innerhalb des Gesundheits- und Sozialsystems zurechtzufinden und gute Gesundheitsinformationen zu erhalten, um die Eigenverantwortung für die Gesundheit zu stärken. So ist z.B. bei einer chronischen Erkrankung bereits bei der Berufswahl die Berücksichtigung der Gesundheit wichtig, um den Beruf möglichst lange ausüben und ein gesundheitsförderliches Leben führen zu können.


Welche Rolle wird dabei Ihre Vision, Strategie bzw. Geschäftsidee spielen? 

Rehabilitation leistet einen wichtigen Beitrag für eine integrierte Gesundheitsversorgung, um eine patientenzentrierte, individuelle und nahtlose Versorgung sicherzustellen. Entscheidend ist dabei eine zielgerichtete Zuweisung der Patient*innen in spezialisierte Einrichtungen, welche ihren Bedürfnissen gerecht wird. Beispielsweise kann es notwendig sein, modernste Technologien wie Robotik etc. kennenzulernen, um diese Hilfsmittel für die Teilhabe im Alltag gut nutzen zu können. Gleichzeitig werden, gemäß dem bio-psycho-sozialen ICF-Modell (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) der Weltgesundheitsorganisation (WHO), neben dem Gesundheitszustand insbesondere die Lebensumstände und personenbezogene Faktoren mitberücksichtigt. Dadurch können wir zum einen eine bestmögliche medizinische Versorgung gewährleisten, aber auch auf ökonomische Veränderungen, wie beispielsweise längeres Arbeiten, eingehen. Die, je nach Funktionseinschränkung und Bedürfnissen, unterschiedlichsten zur Verfügung stehenden Optionen im Gesundheitssystem ziel- und ressourcenorientiert für die Versicherten einzusetzen, bedarf gemeinsamer Anstrengungen aller beteiligten Partnerorganisationen und muss miteinander gesellschaftspolitisch getragen werden.


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