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CE-Kennzeichnung von persönlichen Schutzausrüstungen (PSA-Verordnung)

EU-Rechtsvorschriften, Durchführung in Österreich, Normen

Verordnung (EU) 2016/425  des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9.3.2016 über persönliche Schutzausrüstungen und zur Aufhebung der Richtlinie 89/686/EWG (ABl. Nr. L 81 vom 31.3.2016)


Gilt für

persönliche Schutzausrüstungen (PSA). Als PSA gelten

  • Ausrüstungen, die von einer Person als Schutz gegen ein oder mehrere Risiken für ihre Gesundheit oder ihre Sicherheit getragen oder gehalten werden
  • austauschbare Bestandteile davon, die für ihre Schutzfunktion unerlässlich sind
  • Verbindungsysteme für diese Ausrüstungen, die nicht von einer Person gehalten oder getragen werden und so entworfen sind, dass sie diese Ausrüstung mit einer externen Vorrichtung oder einem sicheren Ankerpunkt verbinden; die ferner nicht ständig befestigt sein müssen und vor ihrer Verwendung keine Befestigungsarbeiten benötigen.

Gilt u. a. nicht für

  • PSA für Streit- und Ordnungskräfte
  • PSA zur Selbstverteidigung mit Ausnahme jener, die für sportliche Tätigkeiten bestimmt sind
  • für private Verwendung entwickelte PSA
    • gegen Witterungseinflüsse nicht extremer Art (Kopfbedeckungen, witterungsgerechte Kleidung, Schuhe und Stiefel, Regenschirme, usw.),
    • gegen Feuchtigkeit und Nässe bei der Geschirrreinigung (Spülhandschuhe usw.)
  • PSA ausschließlich zur Verwendung auf Seeschiffen und Flugzeugen, die internationalen Verträgen unterliegen
  • Motorrad- und Moped-Schutzhelme und Visiere

Gilt seit 20.4.2016 (vollinhaltlich seit 21.4.2018) 

Übergang zur PSA-Verordnung

Die Verordnung (EU) 2016/425 ist seit 20. April 2016 in Kraft. Die bisherige PSA-Richtlinie wurde am 21. April 2018 aufgehoben.

Persönliche Schutzausrüstungen, die die PSA-Richtlinie erfüllen, dürfen von diesem Zeitpunkt an noch ein Jahr lang in Verkehr gebracht werden. Nicht ausgelaufene Baumusterprüfbescheinigungen gelten noch bis 21. April 2023.

Die neue Verordnung dient neben einigen PSA-spezifischen Änderungen vorwiegend der Anpassung an den sog. "neuen Rechtsrahmen für die Vermarktung von Produkten":

  • Die Pflichten aller beteiligten Wirtschaftsakteure (Hersteller, Bevollmächtigte, Importeure, Händler) werden explizit beschrieben und verschärfte Auflagen hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit eingeführt. Letzteres betrifft:
    • Angabe von Namen und Anschrift des Herstellers sowie einer Typen-, Chargen- oder Seriennummer
    • gegebenenfalls: Angabe von Namen und Anschrift des Importeurs
    • Jeder Wirtschaftsakteur muss den Behörden den Wirtschaftsakteur benennen können, von dem er das Produkt bezogen oder an den er es abgegeben hat.
  • Neu ist auch, dass in Zukunft die EU-Konformitätserklärung dem Produkt beizulegen oder in der vom Hersteller beigefügten Anleitung eine Internet-Adresse anzugeben ist, unter der die EU-Konformitätserklärung abgerufen werden kann.
  • Die Risikokategorien wurden in den Anhang I der Verordnung verlagert und die Liste der Risiken erweitert, was bei bestimmten PSA zu einer Neueinstufung in Kategorie III führt.
  • Änderungen gibt es auch im Zusammenhang mit der EU-Baumusterprüfung.

EU-Dokumente: Verordnungstext und Leitfäden

Verordnungstext | LeitfadenFAQ zum Übergang

Durchführung in Österreich

BGBl. I Nr. 77/2015 Maschinen-Inverkehrbringungs- und Notifizierungsgesetz - MING
zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2016 

Normen zur Verordnung

Die Verordnung definiert die grundlegenden Anforderungen. Die technische Konkretisierung erfolgt in den harmonisierten Normen. Diese werden von den europäischen Normungsorganisationen (CEN, CENELEC) erarbeitet, im Amtsblatt der EU veröffentlicht und in nationale Normen umgesetzt.

Wenn der Hersteller die für das Produkt anwendbaren harmonisierten Normen erfüllt, besteht die Konformitätsvermutung. Dies bedeutet, dass davon ausgegangen werden kann, dass das Produkt diese Anforderungen erfüllt.

Allerdings liegen nicht für alle Produkte harmonisierte Normen vor. In diesen Fällen können speziell veröffentlichte nationale und internationale Normen verwendet werden. Die Anwendung von Normen ist zwar zu empfehlen, aber grundsätzlich freiwillig.

» Liste der harmonisierten Normen

Notifizierte Stellen

» Notifizierte Stelle in Österreich

ÖTI - Institut für Ökologie, Technik und Innovation
T 01/544 2543-12
1050 Wien, Spengergasse 20

» Weitere europäische notifizierte Stellen

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