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Aktuelle Bezirks-Daten

Einige Zahlen und Fakten, die insbesondere das Jahr 2020 im Bezirk widerspiegeln

2020 gab es einen deutlichen Anstieg an Sterbefällen um 18,8 % (124 Tote mehr als im Vorjahr) sowie eine schon fast historisch niedrige Geburtenbilanz. Die Anzahl der Neugeborenen ist von 871 auf 821 gesunken. Langfristige Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung wird dies jedoch keine haben.

Bis 2030 wird sich diese Zahl voraussichtlich auf 88.000 und bis 2040 auf 90.000 Einwohner erhöhen. Der deutlichste Anstieg wird bei der Personengruppe der über 65-Jährigen erwartet und zwar von aktuell 14.600 auf über 23.600 Menschen im Jahr 2040. Bei den unter 19-Jährigen und den 20 bis 64-Jährigen wird hingegen ein deutlich geringeres Wachstum vorhergesagt, was sich leider am Arbeitsmarkt im Bezirk zusätzlich negativ auswirken wird. Insgesamt wohnen im Bezirk derzeit etwas mehr als 83.000 Menschen. Die einwohnerreichsten Gemeinden des Bezirks sind die Bezirkshauptstadt Schwaz mit 13.800 Einwohnern gefolgt von Jenbach mit 7.200, Vomp mit 5.200 und Fügen mit 4.200 Einwohnern.

Was bedeutet Corona für den Arbeitsmarkt

Mit mehr als durchschnittlich 3.300 Arbeitslosen und einer Arbeitslosenquote von 8,3 % erlebten wir in Schwaz zwar 2020 beinahe eine Verdopplung zum Jahr 2019 (damals durchschnittlich 1.716 Arbeitslose und eine Quote von 4,2 %), dennoch kann man sagen, dass wir im Bezirk Schwaz am Arbeitsmarkt 2020 „mit einem blauen Auge davongekommen sind“.  

Interessantes Detail

Mehr Schwazer als die Jahre zuvor haben 2020 die Möglichkeit genutzt, sich selbstständig zu machen, was an den 309 Unternehmensneugründungen erkennbar ist. Schon längerfristig ist im Bezirk ein Trend in Richtung „selbstständig machen“ zu erkennen. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 wurden „nur“ 209 Unternehmen gegründet. Seitdem stieg dieser Wert konstant. Auch im ersten Halbjahr 2021 setzt sich dieser Trend fort. Insgesamt sind in Schwaz derzeit 5230 aktive Unternehmen ansässig. Davon sind 52% Ein-Personen-Unternehmen und 48 % Dienstgeberbetriebe mit Mitarbeitern.

Die Arbeitslosenquote im Bezirk hat sich heuer Ende Juli auf unter 3 Prozent verringert. Im Bezirk Schwaz sind derzeit 1130 Arbeitslose gemeldet. Dem stehen ca. 1500 beim AMS gemeldete offene Stellen gegenüber. Wenn man dazu die Einschätzung der Statistik Austria teilt, dass zu den offenen Stellen beim AMS realistisch zusätzlich 50% offenen Stellen hinzukommen, dann werden derzeit alleine im Bezirk Schwaz 2250 Mitarbeiter gesucht.

Für die Arbeitnehmerseite legt die Statistik offen, dass der Schwazer im Schnitt 2.596 € brutto verdient, damit in etwa gleich viel wie der Tiroler-Durchschnitt (2.603 €). Auch was die Bruttowertschöpfung je Einwohner anbelangt, bewegen sich die Schwazer mit 41.600 € im Tiroler Schnitt von 41.400 € pro Einwohner.

Lehre im Bezirk

Betrachtet man die offenen Lehrstellen, spiegelt sich ein ähnlich problematisches Bild wie am restlichen Arbeitsmarkt wieder. Schwazer Betriebe sind 2020 auf der Suche nach knapp 200 Lehrlingen (gemeldet beim AMS - realistisch sind es mehr als 300), dem stehen lediglich 54 Jugendliche gegenüber, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Insgesamt werden zurzeit 1.472 junge Menschen in 491 Schwazer Lehrbetrieben ausgebildet.

Als Bezirk mit den meisten Nächtigungen Tirols nimmt der Tourismussektor bei uns eine zentrale Rolle ein. Die Gemeinden Mayrhofen, Eben am Achensee und Tux, als die touristisch stärksten Orte konnten 2020 trotz Pandemie mehr als 2,8 Millionen Übernachtungen verbuchen. Bezirksweit waren es über 7,5 Millionen Nächtigungen. Vor der Pandemie, 2019, verzeichnete der Tourismussektor in Schwaz über 9,5 Millionen Nächtigungen.

Nachstehend finden Sie einen Überblick des Wirtschaftsstandortes Schwaz: 

Zahlen und Fakten 2021/22

Bezirk Schwaz auf einen Blick:

Fläche: 1.843 km² - 11% dieser Fläche ist Dauersiedlungsraum

Einwohner Bezirk Schwaz: 84.456

Lehrlinge: 1.472

Lehrbetriebe: 491

Dienstgeberbetriebe: 2.541

unselbstständig Beschäftigte (der gewerblichen Wirtschaft): 30.310

aktive WK-Mitglieder im Bezirk: 5.230

Unternehmensgründungen: 309

Nächtigungen im Tourismusjahr 2020: 7.674.065

(Daten 2020, wenn nicht anders angegeben)

Stand: