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EU Energielabel: Rahmenverordnung und produktspezifische Verordnungen

Neue EU-Verordnung gilt seit 1.8.2017

Verbraucher kennen die vor langer Zeit in Europa eingeführten Etiketten: Sie helfen, die Energieeffizienz von Produkten auf einen Blick einzuschätzen.

Neue EU-Rahmenverordnung seit 1. August 2017

Grundlage für diese verpflichtende Kennzeichnung bestimmter Produktgruppen war bisher die Rahmenrichtlinie über die Angabe des Verbrauchs an Energie und anderen Ressourcen durch energieverbrauchsrelevante Produkte (RL 2010/30/EU).

Mit 1. August 2017 wurde diese Richtlinie durch die neue EU-Verordnung zur Festlegung eines Rahmens für die Energieverbrauchskennzeichnung (Verordnung (EU) 2017/1369) abgelöst.

Wichtige Änderungen z. B. betreffend Werbung gelten nach Meinung der EU-Kommission und der Marktüberwachungsbehörden bereits jetzt.

Achtung:
Alle Produktmodelle mit Energielabel, die nach dem 1. August 2017 in Verkehr gebracht wurden, müssen 2019 von den Lieferanten nachträglich in der  EU-Produktdatenbank registriert werden. Als Lieferanten gelten

  • Hersteller in der EU,
  • Bevollmächtigte und
  • Importeure.

Produktspezifische Bestimmungen

Bereits auf Basis früherer EU-Rahmenrichtlinien wurden für einige Haushaltsgeräte und für Lampen Durchführungsbestimmungen erlassen, von denen nur noch eine gültig und wie folgt in nationales Recht umgesetzt wurde: 

Für alle anderen bisher reglementierten Produktgruppen gelten die EU-Rechtsvorschriften direkt in allen EU-Mitgliedstaaten:

  • Haushaltsgeschirrspüler
  • Haushaltskühlgeräte
  • Haushaltswaschmaschinen
  • Fernsehgeräte
  • Luftkonditionierer (Raumklimageräte)
  • Haushaltswäschetrockner
  • elektrische Lampen und Leuchten (inkl. LED, betrifft auch Möbel mit integrierten Leuchten)
  • Staubsauger
  • Raumheizgeräte, Kombiheizgeräte und Verbundanlagen mit Solareinrichtungen
  • Warmwasserbereiter und -speicher sowie Verbundanlagen mit Solareinrichtungen
  • Haushaltsbacköfen und -dunstabzugshauben
  • Wohnraumlüftungsgeräte
  • gewerbliche Kühllagerschränke
  • Festbrennstoffkessel und Verbundanlagen mit Solareinrichtungen
  • Einzelraumheizgeräte

Mit einer horizontalen Verordnung wurden zehn Energielabel-Verordnungen hinsichtlich der erforderlichen Angaben im Internet geändert. In ähnlicher Weise erfolgte eine Klarstellung zur Anwendung von Prüftoleranzen.

Sonstige energieverbrauchsbezogene Kennzeichen

Seit November 2012 ist die EU-Verordnung über die Kennzeichnung von Reifen in Bezug auf Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und Rollgeräusch einzuhalten.

Auch die verpflichtende Information über den Kraftstoffverbrauch von PKW kann je nach Umsetzung in den einzelnen Mitgliedstaaten als Energieverbrauchskennzeichnung betrachtet werden. Näheres zur Umsetzung in Österreich:

Freiwillige Kennzeichen

Die verpflichtende Energieverbrauchskennzeichnung von bestimmten Produkten wird auf EU-Ebene durch freiwillige Kennzeichen ergänzt wie z. B.

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