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Belebter, neu gestalteter Platz im Decorona Quartier in Imst: Helle, modernisierte Gebäude mit klassischen Proportionen umrahmen einen offenen Platz mit Bäumen und zentralem Brunnen. Menschen flanieren, sitzen in der Gastronomie oder treffen sich im Schatten der Bäume. Im Hintergrund alpine Bergkulisse, im Vordergrund klare Pflasterstruktur und Aufenthaltszonen mit hoher Aufenthaltsqualität.
© Strobl Group

Decorona Quartier Imst: Projekt, Nutzungsmix und Bedeutung für Betriebe

50 Wohnungen, neue Geschäftsflächen und zusätzliche Kundenfrequenz für die Innenstadt

Lesedauer: 3 Minuten

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30.03.2026

Vier Jahre Planung, jetzt liegt alles auf dem Tisch. In der Kramergasse entsteht mit dem Decorona Quartier ein Ensemble aus sechs Baukörpern, vier davon neu errichtet. Historische Substanz bleibt, sichtbar und funktional integriert: das Decorona-Haus (Ursprung 16. Jahrhundert) und das aufgewertete „Lung-Haus“. Gemeinsam mit dem adaptierten Lainplatz entsteht ein klar definiertes Entrée in die Altstadt.

Architektonisch kein Bruch, eher eine Überlagerung: Bestand wird lesbar gehalten, neue Volumen setzen Kanten. Verantwortlich zeichnet Architekt Severin Hamberger.

Nutzungsmix statt Leerstand

50 Wohnungen (2–4 Zimmer) mit Balkonen, Terrassen und überdachten Außenräumen. Dazwischen Freiflächen mit Blick ins Gurgltal und Richtung Tschirgant. Ergänzt durch rund 90 Tiefgaragenplätze.

Entscheidend für die Frequenz: die Erdgeschoßzonen. Großteils bereits vergeben – an medizinische Praxen, Büros und einen Kinderhort. In den Obergeschoßen zusätzlich Raum für Arztpraxen, Therapieeinrichtungen und Kanzleien. Im Decorona-Haus entsteht ein Wirtshaus mit Innenhof-Terrasse und Barbereich, Betreiber steht fest.

Ein Lebensmittel-Nahversorger zeigt konkretes Interesse. Gespräche mit der Stadt laufen.

Vier Projektverantwortliche stehen vor einer großflächigen Baustellenplane mit der Aufschrift „Decorona Quartier – Das neue Gesicht von Imst“. Sie posieren vor einem Gebäude im Bestand, im Vordergrund ein Brunnen. Die Szene dokumentiert den Projektstart und zeigt Vertreter aus Projektentwicklung, Architektur, Finanzierung und Stadtpolitik.
© Strobl Group Gemeinsames Signal: Michael Strobl, Architekt Severin Hamberger, Mario Kometer (Sparkasse Imst AG) und Bürgermeister Stefan Weirather (v. l.).

Bauphase ohne Stillstand

Während Abbruch und Neubau bleibt die Kramergasse weitgehend einspurig befahrbar. Relevanter Punkt für Bestandsbetriebe. Auch Großereignisse wie das Schemenlaufen 2028 bleiben planbar.

Einordnung: Was sich strukturell ändert

Innenstädte verlieren nicht wegen eines Faktors, sondern wegen fehlender Dichte an Anlässen. Wohnen, Arbeiten, Versorgen – bisher oft getrennt. Das Quartier verdichtet diese Funktionen auf engem Raum. Ergebnis: längere Aufenthaltsdauer, planbare Grundfrequenz, weniger Abhängigkeit von Saisonspitzen.

Die Kombination aus Gesundheitsnutzung, Kinderbetreuung und Gastronomie erzeugt werktags wie am Wochenende unterschiedliche Besucherströme. Das reduziert Leerstandsdynamiken im Umfeld.

1. Zusätzliche Kundenfrequenz
– 50 neue Haushalte im unmittelbaren Umfeld
– Tagesfrequenz durch Praxen, Therapien, Kinderhort
– Gastronomie als Ankerbetrieb mit Abendnutzung

2. Neue B2B-Nachfrage
– Laufende Bedarfe: Reinigung, Wartung, Facility, IT, Medizintechnik, Kanzleidienstleistungen
– Bauphase: regionale Gewerke, Zulieferungen, Ausbauleistungen

3. Erweiterte Standortoptionen
– Verfügbare Flächen (Restkontingente möglich) für Büros, Praxen, Dienstleistungen
– Sichtbarkeit in einem neu definierten Innenstadt-Hotspot

4. Synergien im Nahbereich
– Kooperationen zwischen Handel, Gesundheit und Gastronomie (z. B. Termin- und Aufenthaltsketten)
– Gemeinsame Aktionen rund um den Lainplatz als neuer Auftaktraum

5. Planbarkeit
– Gesicherter Projektstatus (Bescheide vorhanden)
– Bau- und Verkehrsführung berücksichtigt laufenden Betrieb

"Unser Ziel ist es, ein neues Stück Stadt mit Flair und zeitgemäßer Wohn- und Aufenthaltsqualität zu schaffen“, sagt Projektverantwortlicher Michael Strobl.

Die Richtung ist klar: mehr Dichte, mehr Nutzung, mehr Gründe, in die Kramergasse zu kommen – und zu bleiben. Für Betriebe im Bezirk entsteht damit kein abstraktes Stadtentwicklungsprojekt, sondern ein konkreter Absatz- und Kooperationsraum ab 2026.


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