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Symbolbild Installateur
© Holz die Sonne ins Haus

Seriöse Dienstleistung statt teurer Abzocke

Beschwerden von Kund:innen über kostenintensive Dienstleistungen häufen sich. Die Gefahr ist groß, bei Notdiensten an unseriöse Anbieter zu geraten.

Lesedauer: 1 Minute

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Aktualisiert am 30.05.2023

Wer unerwartet mit verstopften oder tropfenden Rohren konfrontiert wird, ist oft nur einen Schritt von einer klassischen Kostenfalle entfernt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn in der Verzweiflung der erstbeste Handwerksdienst kontaktiert wird, den Google und ähnliche Plattformen ausspucken.
Meist werden die unseriösen Firmen, weit vorne in den Such-ergebnissen gereiht. Das Muster ist dabei stets ähnlich: Die Rechnungen fallen deutlich höher aus als angekündigt und es wird eine sofortige Barzahlung verlangt. Zudem werden den Kundinnen und Kunden mitunter sogar Einschüchterungstaktiken entgegengesetzt, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Beschwerden über derartige unseriöse Praktiken reißen nicht ab.

Abzocke in Notsituationen

„Leider gibt es gerade im Internet eine Vielzahl von unseriösen Anbietern, die vorgeben, regionale Installateurbetriebe zu sein. In Wahrheit stecken hinter den 0800-Notfall-Hotlines aber oft internationale Unternehmen, die teilweise nicht einmal über die notwendigen Gewerbeberechtigungen verfügen und mit weit überteuerten Preisen Profit aus Notsituationen schlagen wollen“, erklärt Veronika Opbacher-Egger, Innungsmeisterin der Tiroler Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker.

So kommt es immer wieder vor, dass Tirolerinnen und Tiroler an den „falschen“ Notdienst geraten. Nach langer Wartezeit fährt dann ein vermeintlicher Experte in einem Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen vor und verlangt für das Reparieren des Rohres, das er im schlimms-ten Fall auch noch beschädigt, eine Barzahlung von bis zu 700 Euro.

Notdienste sollten von Konsument:innen nicht rein über Suchmaschinen recherchiert werden.

Opbacher-Egger rät deshalb: „Wichtig ist, dass Konsumentinnen und Konsumenten Notdienste nicht rein über Suchmaschinen recherchieren. Grundsätzlich wird empfohlen, bereits vorab Handwerker auszuwählen und deren Nummer für Notfälle im Handy einzuspeichern. Besonders günstige Angebote sind skeptisch zu betrachten.“ Die Landesinnungsmeisterin empfiehlt außerdem die Konditionen immer vorab zu klären und auch eine Zahlung per Banküberweisung zu vereinbaren. Renommierte Fachbetriebe verwenden zudem keine Mehrwertnummern wie 0900er-Nummern und Vorsicht ist auch bei Firmen geboten, die im Ausland ihre Firmenadresse haben.

Seriöse Anbieter

„Als Hilfestellung hat die Wirtschaftskammer unter firmen.wko.at/suche_installateurfinder eine Website erstellt, die Tirolerinnen und Tirolern im Bedarfsfall einen schnellen Überblick über seriöse Anbieter aus der Region gibt. Wer sich für einen dort gelisteten Installateur entscheidet, geht auf Nummer sicher und schützt sich vor Abzocke und unliebsamen Überraschungen“, so die Innungsmeis-terin Veronika Opbacher-Egger.

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