Nachbericht FiW Wissenswert I Workshop mit den Themen „Finanzen, Altersvorsorge & Neuromarketing“
Lesedauer: 1 Minute
20.11.2025
Der Vormittag stand ganz im Zeichen von Finanzen und Altersvorsorge. Von Christine Gassner vom Gründerservice der WKV erhielten die Teilnehmerinnen einen strukturierten Einblick in zentrale Elemente der Unternehmens- und Zukunftsplanung. Ein Schwerpunkt lag auf der Finanzplanung, bestehend aus Umsatz, Investitionen, Personal, Aufwänden, Finanzierung und Ergebnis. Die Teilnehmerinnen lernten, wie sich Umsatz aus Absatzmenge und Preis ergibt und wie sich daraus ein realistischer Gewinn ableiten lässt. Praxisbeispiele, z.B. aus dem Friseurbereich zeigten anschaulich, wie Einnahmen und Kosten in der Realität zusammenspielen und wie wichtig realistische Mengenschätzungen sind. Abschließend ging es um die Finanzierung von Unternehmen, über Eigenkapital, Kredite oder Kreditrahmen.
Zum Thema Altersvorsorge gab Daniela Novak von der SVS einen kompakten Überblick über zentrale Themen der sozialen Absicherung. Sie erklärte den Aufbau des Pensionskontos und zeigte, wie Versicherungsjahre, Beitragsgrundlagen und die Höhe der Arbeitszeit die spätere Pension beeinflussen. Ein weiterer Schwerpunkt war das Pensionssplitting, das insbesondere für Eltern eine wichtige Möglichkeit darstellt, Erziehungsphasen partnerschaftlich auf die Pensionsansprüche aufzuteilen. Zudem ging Daniela Novak auf die Anrechnung von Kindererziehungszeiten ein und erläuterte, wie diese automatisch in das Pensionskonto einfließen. Informationen zur Weiterversicherung, zum Beispiel bei Unterbrechung der Erwerbstätigkeit durch Betreuungspflichten, bis hin zu Regelungen betreffend Erwerbseinkommen neben der Pension, rundeten den Vortrag ab.
Der Nachmittag widmete sich dem spannenden Thema Neuromarketing. Dabei wurde eindrucksvoll von Jennifer Bitsche (neuromind.at) aufgezeigt, dass rund 95 % unserer Entscheidungen unbewusst getroffen werden, obwohl wir diese oft für rational halten. Sie veranschaulichte, wie stark unsere Sinne (sehen, hören, riechen und fühlen) unser Kauf- und Konsumverhalten beeinflussen: Visuelle Reize machen nur etwa 8 % der Gehirnaktivität aus, dennoch zählen klare Bilder und Strukturen. Räume, die hallen oder laute Geräusche erzeugen, belasten unser Gehirn besonders stark. Der älteste und schnellste Sinn wirkt unbewusst, aber enorm kraftvoll: ein angenehmer Duft im Geschäft oder Studio schafft sofort positive Verknüpfungen. Die Kernaussage des Workshops war, dass Kundenbegeisterung ein Rennen ohne Ziellinie ist. Bewusste Gestaltung von Sinneseindrücken, ein klares Bewusstsein für unbewusste Entscheidungsmechanismen und ein durchdachter Finanzplan bilden gemeinsam die Grundlage für unternehmerischen Erfolg.
Der Tag endete mit vielen positiven Eindrücken, neuen Ideen und dem Gefühl, gut vorbereitet die nächsten Schritte anzugehen.