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1. Basiskompetenzen: Alarmglocken läuten längst
Lesen, Rechnen und Verstehen sind keine Kür, sondern die Grundlage für Ausbildung und Beruf. Die Ergebnisse der PISA-Studie zeigen: Österreich darf nicht länger zuschauen. „Die Alarmglocken läuten längst. Wir weisen seit Jahren darauf hin, dass viele Jugendliche am Ende der Pflichtschule nicht über jene grundlegenden Kompetenzen verfügen, die sie für eine erfolgreiche Ausbildung und einen guten Start ins Berufsleben brauchen. Das bestätigt auch eindrucksvoll eine jüngste ibw-Studie zur Lehre“, erklärt Gudrun Petz-Bechter, Stv.-Direktorin der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
Die aktuellen Ergebnisse der PISA-Studie sind ein neuerlicher Weckruf: Die Lesekompetenz und die Mathematikkompetenz der Jugendlichen in Österreich haben sich weiter verschlechtert. Das ist alarmierend, denn es geht nicht nur um schulische Leistungen. Lesen, Verstehen, Rechnen, Zusammenhänge erkennen, logisch schlussfolgern, Quellen bewerten und Informationen kritisch hinterfragen sind grundlegende Fähigkeiten für Ausbildung, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe. Gerade in einer zunehmend digitalen und komplexen Arbeitswelt werden diese Kompetenzen wichtiger – gleichzeitig nehmen sie ab.
Auch ein Standort-Problem
Das ist nicht nur für die betroffenen Jugendlichen ein Problem, sondern auch für den Wirtschaftsstandort. Wenn Schulen junge Menschen nicht verlässlich auf Ausbildung und Beruf vorbereiten, müssen Betriebe diese Defizite nachträglich ausgleichen. Lehrbetriebe übernehmen damit zusätzliche Verantwortung und investieren viel Zeit und Ressourcen, um Grundlagen nachzuholen, die eigentlich während der Schulzeit vermittelt werden sollten.
Gerade in der Arbeitswelt von heute sind diese Basiskompetenzen unverzichtbar. Arbeitsanweisungen, Sicherheitsvorschriften, technische Dokumentationen, digitale Anwendungen und Kundenkommunikation setzen voraus, dass Informationen verstanden, eingeordnet und richtig angewendet werden können. Auch der souveräne Umgang mit künstlicher Intelligenz und digitalen Informationsquellen erfordert ein hohes Maß an Lese-, Mathematik- und Urteilskompetenz.
Gleichzeitig zeigt sich: Der soziale Hintergrund hat in Österreich nach wie vor einen starken Einfluss auf den Bildungserfolg. Bildungschancen dürfen aber nicht davon abhängen, aus welchem Elternhaus ein Kind kommt. „Es muss unser Anspruch sein, dass jedes Kind – unabhängig vom Elternhaus – die gleichen Chancen auf gute Bildung und eine erfolgreiche Ausbildung bekommt“, betont Petz-Bechter
Fokus auf Basiskompetenzen
Dafür braucht es einen klaren Fokus auf die Vermittlung von Basiskompetenzen. „Wir können nicht jedes Jahr aufs Neue feststellen, dass die Kompetenzen zurückgehen, und anschließend zur Tagesordnung übergehen. Die Wirtschaft braucht junge Menschen, die ihre Zukunft selbstständig und aktiv gestalten können. Dafür brauchen sie solide Grundlagen. Lesen, Verstehen und Rechnen müssen wieder absolute Priorität haben“, fordert die Stv.-WKV-Direktorin.
Förderung muss früh beginnen und gezielt dort ansetzen, wo Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen. Der Ausbau der ganztätigen Schulform, die Einführung der Bildungspflicht, die Ausweitung des Chancenbonus und gezielte Investitionen in die Elementarpädagogik sind dafür wichtige Schritte.
Österreich kann es sich nicht leisten, bei den Basiskompetenzen weiter zurückzufallen. Gute Bildung ist die Grundlage für individuelle Chancen – und für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts.
2. WKV fordert: Regulärer Unterricht ab dem ersten Schultag
Betreuungslücken, die in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien durch fehlende Stundenpläne und verkürzten Unterricht entstehen, stellen speziell berufstätige Eltern, Alleinerziehende und deren Arbeitgeber vor Herausforderungen. Die Wirtschaftskammer Vorarlberg plädiert im Sinne einer besseren Planbarkeit für regulären Unterricht ab dem ersten Schultag.
Neun Wochen Sommerferien sind bald geschafft – die Schulkinder hats vermutlich gefreut, gleichzeitig standen die Eltern vor einer großen Herausforderung bei der Kinderbetreuung: Bekanntlich stehen den neun Wochen Sommerferien fünf Urlaubswochen, die Angestellte in Österreich durchschnittlich haben, gegenüber. Übers ganze Jahr gesehen kommen bis zu 15 Wochen Ferien zusammen. Arbeiten beiden Elternteile Vollzeit ist das ohne externe Kinderbetreuung und/ oder stabiles familiäres Netz kaum bis nicht zu schaffen; noch problematischer gestaltet sich die Situation für Alleinerziehende.
Eine weitere herausfordernde Thematik, die gleich zu Beginn des neuen Schuljahres sichtbar wird, identifiziert Gudrun Petz-Bechter. Die Direktor-Stellvertreterin der WKV erklärt: „Der Schulbeginn im September sollte für alle Beteiligten verlässlich und planbar sein, in der Realität ist es aber so, dass ein geregelter Unterricht erfahrungsgemäß erst Tage nach dem offiziellen Schulstart stattfindet. Nach neunwöchigen Sommerferien sind zusätzliche Betreuungslücken durch unklare Stundenpläne und frühe Unterrichtsenden für viele Familien schwer zu bewältigen.“
Moderne Bildungslandschaft muss Lebensrealität berufstätiger Eltern berücksichtigen
Die Schulen leisten einen wichtigen Bildungsauftrag, der vom ersten Schultag an wirksam werden sollte, der Schulbeginn muss deshalb für alle Beteiligten verlässlich und planbar sein. „Die erste Schulwoche ist Teil des Schuljahres und sollte grundsätzlich regulären Unterricht vorsehen“, unterstreicht auch WKV-Präsident Karlheinz Kopf und führt aus: „Kurzfristige oder sehr eingeschränkte Unterrichtszeiten erschweren die Arbeitsorganisation erheblich. Eine moderne Bildungslandschaft muss aus Sicht der Wirtschaft auch die Lebensrealität berufstätiger Eltern berücksichtigen.“ Zudem brauchen die Arbeitgeber Planungssicherheit für Dienst- und Urlaubspläne, denn viele Beschäftigte müssen für die erste Schulwoche kurzfristig Lösungen organisieren, weiß WKV-Präsident Kopf, der betont, dass „Fachkräftemangel und Personalengpässe verlässliche Rahmenbedingungen wichtiger denn je machen.“
Dazu kommt, dass jährlich wechselnde Nachmittagsunterrichtstage die Planung von Arbeit, Betreuung und Freizeitaktivitäten deutlich erschweren. „Familien mit Kindern, die beruflich aktiv sind, profitieren von möglichst stabilen und langfristig planbaren Stundenplänen“, erklärt Gudrun Petz-Bechter und erklärt weiter: „Auch Unternehmen können Arbeitszeiten besser abstimmen, wenn schulische Strukturen vorhersehbar sind. Das Ziel sollte sein, Änderungen auf ein Minimum zu reduzieren.“
Regulärer Unterricht ab dem ersten Schultag
Für die Vertreter:innen der Vorarlberger Unternehmerschaft ist ganz klar, dass ein regulärer Unterrichtsbetrieb ab dem ersten Schultag nach den Sommerferien das Gebot der Stunde ist. „Wir brauchen möglichst ganztägige bzw. reguläre Unterrichtszeiten bereits in der ersten Schulwoche sowie die frühzeitige Bekanntgabe der Stundenpläne“, fordert der Präsident der WKV. Auch eine „größere Konstanz bei den Nachmittagsunterrichtstagen über mehrere Schuljahre hinweg und ein normaler Unterrichtsbetrieb bis zum Beginn der Sommerferien“, sind laut Karlheinz Kopf wichtige Maßnahmen für mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit und erleichtern die Organisation für Eltern und Arbeitgeber. Für Gudrun Petz-Bechter ist zudem klar, „das verlässliche Stundenpläne ab Schulbeginn längst nicht nur ein bildungspolitisches Thema sind, sondern wichtig für die Planbarkeit in Unternehmen sowie ein Faktor für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“
Die WKV spricht sich daher für einen regulären Unterrichtsbetrieb ab dem ersten Schultag, für möglichst stabile Stundenpläne sowie einen verstärkten Dialog zwischen Bildungsdirektion, Schulen, Elternvertretungen und Wirtschaft aus. „Das würde Eltern entlasten und gleichzeitig den organisatorischen Aufwand in den Unternehmen reduzieren“, betonen Kopf und Petz-Bechter abschließend
3. Lehrlingsshow-Teilnehmer-innen beim 18. Lehrlingsball der Vorarlberger Industrie, 28.11.2026
Für unsere diesjährige Lehrlingsshow sind wir noch auf der Suche nach motivierten und bühnenbegeisterten Lehrlingen, die Freude daran haben, Teil eines besonderen Moments auf der großen Bühne zu sein.
Wir möchten Sie daher herzlich bitten, sich noch einmal in Ihrem Betrieb umzuhören und uns bei der Suche nach passenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu unterstützen.
Alle wichtigen Informationen auf einen Blick:
- Teilnahme an der Lehrlingsshow
- Erlernen einer kurzen und leicht umsetzbaren Choreografie
- Gemeinsamer Auftritt mit der DBA-Dancecrew
- Die Choreografie wird in einem insgesamt 8-stündigen Workshop einstudiert
- Der Workshop findet Anfang bzw. Mitte November statt – voraussichtlich an einem Freitag oder am Wochenende
- Es sind keine besonderen Tanzerfahrungen erforderlich – Freude an Bewegung und Motivation stehen im Vordergrund!
Natürlich soll sich der Einsatz unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch lohnen. Deshalb haben wir uns einen besonderen Bonus überlegt:
Alle Lehrlinge, die bei der Lehrlingsshow mitmachen, können zwischen drei Gutscheinoptionen wählen:
1. Gutschein für einen Tanzkurs im Wert von 200€
2. Vorarlberg-ISST Gutschein im Wert von 200€
3. Messepark-Gutschein im Wert von 200€
Sie haben motivierte Lehrlinge in Ihrem Betrieb, die gerne dabei sein möchten?
Dann freuen wir uns über eine kurze Rückmeldung per E-Mail oder WhatsApp!
sulzberger.laetitia@wkv.at oder 0664 611 3441
Vielen Dank für Ihre Unterstützung bei der Suche nach unseren nächsten Bühnenstars!
Sparte Industrie
Wirtschaftskammer Vorarlberg
Wichnergasse 9 | 6800 Feldkirch
T 05522/305-224
4. Führungskräfte-Seminar, In die Zukunft führen-mit Visionen arbeiten, Sinn stiften, 15.+16.10.2026, Batschuns
Gerne weisen wir auf das Conexia-Führungskräfteseminar: In die Zukunft führen – mit Visionen arbeiten, Sinn stiften hin!
Zukunft braucht inspirierende Bilder, die Orientierung geben. Führung bedeutet, Sinn zu stiften und Menschen durch Geschichten in Bewegung zu bringen. Dieses Seminar mit dem erfahrenen Unternehmensberater und renommierten Referenten Marco Stingelin (www.marcostingelin.org) richtet sich an Führungskräfte, die nicht nur Organisationen steuern, sondern Kultur gestalten, Sinn stiften und Zukunft ermöglichen wollen.