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Winter Artservice
© Johannes Stuhlpfarrer | WKW

Großes Drama opulent umgesetzt

Giacomo Puccinis „Tosca“ steht heuer auf dem Programm der Oper im Steinbruch in St. Margarethen. Die Winter Artservice liefert das passende Bühnenbild.

Lesedauer: 1 Minute

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28.04.2026

Rom um 1800: Die Basilika Sant’ Andrea della Valle, der Palazzo Farnese und die Engelsburg sind die Schauplätze der fiktiven Geschichte um Liebe, Intrigen und Tod der Opernsängerin Floria Tosca, des Malers Mario Cavaradossi, des Polizeichefs Baron Scarpia und des politischen Gefangenen Cesare Angelotti. Zu sehen und hören ab 15.07. in der Oper im Steinbruch in St. Margarethen.

Das Bühnenbild wird heuer neuerlich von der Winter Artservice in Liesing umgesetzt. „Es gibt monumentale Bauten, viel Gold, viele Engel, Skulpturen, intaktes und auch teils zerstörtes Rom zu sehen, und natürlich auch die Engelsburg“, erzählt Firmenchef Christopher Winter (Foto links). „Wir haben immer aufregende, spannende Ideen, die von der Winter Artservice sehr gut und effektiv umgesetzt werden“, berichtet Intendant Daniel Serafin.

Die Winter Artservice ist in der Kunst- und Kulturszene eine fixe Größe. Christopher Winter und sein Team schaffen jedes Mal etwas Außergewöhnliches.

Jahr um Jahr gewinnt die Winter Artservice die Ausschreibung, wobei ihr die Kenntnis des Steinbruchs und das Wissen um die Dimensionen natürlich entgegenkommen. „Die Zusammenarbeit mit Regisseur und Bühnenbilder Thaddeus Strassberger ist hervorragend“, berichtet Winter. Die beiden haben bereits zwei Mal zusammengearbeitet und sind ein gutes Team.

Viele Anforderungen, eine Lösung

Herausforderungen gab und gibt es etliche. So sind die Vorstellungen des Bühnenbildners mit dem Budget und den Sicherheitsbestimmungen unter einen Hut zu bringen. Letzteres betrifft besonders den riesigen Weihrauchschwenker, der in 12 Meter Höhe baumeln wird und rund 40 kg schwer ist. „Es war wichtig, dass es nicht nur bühnen- und sicherheitstechnisch funktioniert, sondern dass er auch überzeugend wirkt. Wenn man Dinge so stark vergrößert, sieht man Sachen, die man sonst nicht wahrnimmt.“

Die Zusammenarbeit mit der Oper im Steinbruch reicht bis 2010 zurück. „Die Oper war damals auf der Suche nach einem Bühnenbauer, der aufwändige Skulpturen für die Zauberflöte bauen konnte. Nachdem meine Herkunft aus dem skulpturalen, monumentalen Bau ist, kann ich diese Traumwelten natürlich erschaffen“, sagt Christopher Winter.

Gelernt bei Disney

Dabei kommen ihm auch Erfahrungen zugute, die er in den 90er-Jahren mit Disney sammeln konnte. In dieser Zeit wurden etliche Hollywood-Filme in Wien gedreht, darunter „Die 3 Musketiere“. Dabei habe er gelernt, Holz wie Stahl und Styropor wie Stein aussehen zu lassen. 

„Dieses Wissen konnte ich in der Vergangenheit oft anbringen und auch in diesem Jahr“, so Winter. Bühnenbilder sind aber nur ein Teil seines Portfolios. Die Winter Artservice übernimmt auch Aufträge für TV-Studios, Museums- und Kunstprojekte oder die Gestaltung von Besucherzentren.