Neue Energie für Alterlaa
Der Wohnpark Alterlaa war vor knapp 50 Jahren bei seiner Errichtung ein visionäres Projekt. Jetzt wird er energetisch umfassend saniert.
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Der Wohnpark Alt-Erlaa zählt mit seinen 3.182 Wohnungen und mehr als 9.000 Bewohner:innen zu den größten Wohnanlagen Österreichs. Die Anlage gilt seit Jahrzehnten als Meilenstein des sozialen Wohnbaus. Nun beginnt ein neues Kapitel: Die bestehende Wärmeversorgung auf Erdgasbasis wird schrittweise durch ein innovatives Energiesystem ersetzt, das auf Geothermie, Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung basiert.
Rund 780 Erdwärmesonden erschließen künftig die im Untergrund gespeicherte Energie. Ergänzt wird das System durch 18 Luftwärmetauscher sowie die Nutzung der Abwärme aus der Wohnungsabluft, die künftig in den Heizkreislauf zurückgeführt wird. Gleichzeit ermöglichen die Erdwärmesonden umweltfreundliches Kühlen.
Die Sanierung ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Wohnparks und zeigt, wie Heizen und Kühlen in einer so großen Anlage umweltfreundlich funktionieren können.
Matthias Schiffer
WK Wien-Bezirksobmann für den 23. Bezirk
Gleichzeitig werden 38 Gaskessel durch insgesamt 60 Wärmepumpen ersetzt. Ein hydraulischer Abgleich aller Wohnungen, die Einregulierung der bestehenden Abluftanlagen sowie die Reduktion der Vorlauftemperatur sorgen dafür, dass das neue Energiesystem besonders effizient betrieben werden kann.
Parallel zur Heizungsumstellung werden weitere umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen der architektonisch abgestimmte Fenstertausch, die Verbesserung der Wärmedämmung an Außenwänden und Kellerdecken sowie weitere energetische Optimierungen. Dadurch sinkt der Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasser um rund 78 Prozent.
Die CO₂-Emissionen werden - abhängig vom eingesetzten Strommix – um 90 bis 100 Prozent reduziert. Unterstützt wird das Projekt durch intensive Kommunikation mit den Bewohner:innen, einen eigenen Infopoint, eine Musterwohnung sowie eine sozialwissenschaftliche Begleitung. Für den Kaufpark Alterlaa sind aktuell keine Modernisierungs- oder Umbauarbeiten vorgesehen. In den kommenden 4 bis 5 Jahren liegt der Schwerpunkt laut GESIBA auf den Wohnbauten.