Australien: Ölunternehmen WoodSide rückt von Clean Energy ab
Forderungen von InvestorInnen müssen wirtschaftlichem Druck weichen
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Australien Bergbau Erneuerbare Energien UmwelttechnologieWoodside begründet den Schritt mit der langsamer als erwarteten Energiewende. Märkte für Wasserstoff, Ammoniak und CO₂-Abscheidung hätten sich schwächer entwickelt als in der Vergangenheit angenommen. Künftig sollen Projekte mit geringeren Emissionen nach denselben Renditevorgaben bewertet werden wie Öl- und Gasprojekte.
Die Entscheidung steht im Gegensatz zum Druck vieler Aktionäre. Bereits 2024 hatten mehr als 50 % der Woodside-Aktionäre gegen die damalige Klimastrategie und für mehr Klimaschutz gestimmt. Auch große Investoren wie AustralianSuper forderten besseren Umweltschutz.
Woodside ist mit seiner Entscheidung Teil eines weltweiten Trends. Andere Rohstoffkonzerne haben ihre Pläne für saubere Energien ebenfalls reduziert oder verschoben. ExxonMobil kürzte seine Investitionen in CO₂-arme Projekte. Stattdessen will der Konzern mehr Kapital in Flüssigerdgas investieren. Fortescue verabschiedete sich weitgehend von seinen früheren Wasserstoffplänen.
Der Fall zeigt die Grenzen des sogenannten ESG-Investierens. Investoren versuchen oft, Unternehmen durch Gespräche und Aktionärsdruck zu einem klimafreundlicheren Kurs zu bewegen. Bei Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf fossilen Brennstoffen basiert, ist dieser Einfluss jedoch begrenzt.
Die Entwicklung bei Woodside zeigt damit ein grundlegendes Problem: Klimaziele von Unternehmen stehen unter dem Druck von Marktbedingungen und Renditeerwartungen. Ohne klare politische Vorgaben bleibt der Einfluss von Investoren allerdings begrenzt.
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