Griechenland: Helleniq Energy setzt auf Wachstum im Raffineriegeschäft
Investitionen von bis zu 5 Mrd. Euro für Exportwachstum, Infrastruktur und nachhaltige Kraftstoffe.
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Griechenland Energiewirtschaft Erneuerbare Energien UmwelttechnologieDer griechische Energiekonzern Helleniq Energy bereitet ein umfangreiches Investitionsprogramm zur Modernisierung und Weiterentwicklung seiner Raffinerien in Thessaloniki, Aspropyrgos und Elefsina vor. Im Zeitraum der nächsten fünf bis zehn Jahre sollen hierfür 3 bis 5 Mrd. Euro investiert werden. Ziel ist es, die Produktionskapazitäten gezielt auszubauen, die Wettbewerbsfähigkeit der Anlagen weiter zu erhöhen und die Exportaktivitäten des Konzerns in Südosteuropa und auf den europäischen Märkten deutlich auszuweiten.
Wie Vorstandsvorsitzender Andreas Siamisiis erklärte, soll insbesondere von der anhaltend hohen Nachfrage nach Diesel- und Flugkraftstoffen in den Balkanländern sowie in Europa profitiert werden. Bereits heute werden rund 50 % der Raffinerieproduktion von Helleniq Energy exportiert.
Starke Position in Südosteuropa
Die Unternehmensführung sieht derzeit günstige Marktbedingungen für eine weitere Expansion. Ausschlaggebend sind die stabile Nachfrage nach Raffinerieprodukten in Südosteuropa sowie veränderte Versorgungsstrukturen auf den europäischen Energiemärkten infolge geopolitischer Entwicklungen im Nahen Osten.
Helleniq Energy verfügt bereits über eine bedeutende Marktstellung in der Region. Über die Pipeline Vardax werden rund 80 % des Kraftstoffbedarfs Nordmazedoniens gedeckt. Darüber hinaus beliefern die griechischen Raffinerien zahlreiche Märkte in Südosteuropa mit hochwertigen Produkten, die regional nur begrenzt verfügbar sind.
Geplanter Ausbau der Infrastruktur in Nordmazedonien
Zur Unterstützung des erwarteten Exportwachstums prüft der Konzern auch Investitionen in die Anlagen seiner Tochtergesellschaft OKTA in Nordmazedonien. Ziel ist es, zusätzliche Kraftstoffmengen umschlagen zu können, insbesondere durch die bessere Anbindung an den Schienenverkehr.
Nach Einschätzung des Managements übersteigt die aktuelle Nachfrage bereits heute die verfügbaren Liefermengen deutlich. Dies unterstreicht das zusätzliche Absatzpotenzial in den regionalen Märkten.
Europas Kapazitätsabbau eröffnet neue Marktchancen
Die Wachstumsstrategie von Helleniq Energy wird durch strukturelle Veränderungen im europäischen Raffineriesektor begünstigt. Während zahlreiche europäische Betreiber in den vergangenen Jahren Kapazitäten reduziert oder Anlagen stillgelegt haben, investierten die griechischen Raffinerieunternehmen Helleniq Energy und Motor Oil Hellas kontinuierlich in die Modernisierung ihrer Produktionsstandorte.
Zwischen 2009 und 2025 verringerte sich die Raffineriekapazität in Europa um rund 167 Mio. Tonnen. Dadurch entstehen neue Marktchancen für moderne, effiziente Raffinerien, die den europäischen Bedarf an hochwertigen Kraftstoffen decken können.
Raffineriegeschäft und Energiewende sollen Hand in Hand gehen
Nach Angaben der Unternehmensführung stehen die geplanten Investitionen nicht im Widerspruch zu den Klimazielen von Helleniq Energy. Vielmehr sollen die Raffinerien so weiterentwickelt werden, dass sie auch künftig eine zentrale Rolle bei der Herstellung nachhaltiger Kraftstoffe spielen.
Im Fokus stehen dabei insbesondere:
- Biokraftstoffe
- synthetische Kraftstoffe (E-Fuels)
- weitere emissionsarme Kraftstofflösungen
Mit dieser Strategie verfolgt Helleniq Energy das Ziel, ihre traditionelle Raffineriekompetenz mit den Anforderungen der Energiewende zu verbinden und ihre Position als führender Energieversorger in Südosteuropa weiter auszubauen.
Quelle: https://energypress.gr/