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In der Mitte sind zwei Gleise parallel nebeneinander. Links und rechts von den Gleisen ist jeweils eine mehrspurige Straße
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Griechenland, Bulgarien und Rumänien unterzeichnen Abkommen für strategischen „Vertikalen Korridor“

Neuer Verkehrs- und Sicherheitskorridor zwischen Ägäis und Schwarzem Meer soll Südosteuropa verbinden und die geopolitische Resilienz der EU stärken

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Griechenland Schienenverkehr Verkehrsinfrastruktur/Tiefbau Urban Technologies
16.12.2025

Anfang Dezember wurde in Brüssel ein wegweisendes Abkommen zwischen Griechenland, Bulgarien und Rumänien für den sogenannten „Vertikalen Korridor“ unterzeichnet. Der strategische Verkehrs- und Infrastrukturkorridor soll die Ägäis mit der Schwarzmeerregion verbinden und umfasst sowohl Schienen- als auch Straßenverbindungen über die Achse Thessaloniki–Alexandroupolis–Bukarest.

Ziel ist die Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und die Umsetzung eines Projekts von hoher geopolitischer und wirtschaftlicher Bedeutung für die Region.

Laut EU-Kommissar für nachhaltige Mobilität und Tourismus Apostolos Tzitzikostas wird der Korridor „eine der wichtigsten strategischen Arterien Europas“ und spielt eine Schlüsselrolle für die Konnektivität sowie die militärische Mobilität innerhalb der EU und der NATO. Bis Ende 2026 soll ein vollständiger gemeinsamer Plan für Projekte, Achsen und Finanzierung vorliegen, unterstützt durch die Europäische Kommission, die CINEA und die Europäische Investitionsbank.

Der griechische Infrastrukturminister Konstantinos Kyranakis betonte die historische Dimension des Projekts: „Der Korridor wird Handelsrouten und strategische Verbindungen zwischen Athen, Thessaloniki, Sofia, Bukarest und den Schwarzmeerhäfen neu beleben – mit modernen europäischen Standards.“

Das Vorhaben umfasst Investitionen von über 1,3 Milliarden Euro für die griechischen Abschnitte bis 2030, finanziert durch nationale Mittel und EU-Fonds wie die Connecting Europe Facility.

Neben wirtschaftlicher Integration und effizienter Güterlogistik soll der Korridor auch die militärische Mobilität stärken und die geopolitische Widerstandsfähigkeit der EU erhöhen. Die Kooperation sendet zudem ein klares politisches Signal für die Ausweitung des transeuropäischen Verkehrsnetzes in Richtung Moldau und Ukraine.

Mit dem „Vertikalen Korridor“ entsteht eine neue strategische Verkehrsachse in Südosteuropa – eine erste Verteidigungslinie für Sicherheit, Wirtschaft und Stabilität der Europäischen Union.


Quelle: Institute of Energy for South-East Europe | ENERGY WEEKLY REPORT | No 480|DECEMBER 12, 2025  

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