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Zerstörter Straßenabschnitt in Kurve verlaufend voller Steingeröll, ein entwurzelter umgekippter Baum liegt über der Straße, im Hintergrund grüne Sträucher und Bäume
© Ilya Sviridenko | stock.adobe.com

Japan schafft zentrale Anlaufstelle für Katastrophenschutz und Krisenreaktion

Neue Behörde als zentrale Koordinationsstelle für die Vorbereitung auf Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche und andere Großkatastrophen

Lesedauer: 1 Minute

Japan Logistik Aerospace/Sicherheit Urban Technologies
06.11.2026

Japan hat im November 2026 offiziell die National Disaster Management Agency (NDMA) eingerichtet. Die neue Behörde soll als zentrales Koordinations- und Führungszentrum die Vorbereitung auf künftige Großkatastrophen verbessern. Im Fokus stehen insbesondere Risiken wie ein mögliches Mega-Erdbeben entlang der Pazifikküste sowie ein Ausbruch des Vulkans Mount Fuji. Lt. Regierung wird die NDMA bei der nationalen Katastrophenvorsorge und im Krisenfall eine zentrale Steuerungsfunktion übernehmen. 

Die Behörde entstand durch die Neuorganisation der bisherigen Katastrophenschutzeinheit im Kabinettsamt und untersteht im Tagesgeschäft dem Wiederaufbauminister Goshi Hosono. Zu ihren Aufgaben zählen die Bewertung regionaler Risiken, die Entwicklung von Notfall- und Reaktionsplänen sowie die Identifikation von Schwachstellen in bestehenden Vorsorgemaßnahmen. Zudem soll sie die Zusammenarbeit zwischen Ministerien, Behörden und lokalen Verwaltungen verbessern.  

Was ist neu?

Eine zentrale Neuerung ist die Befugnis der NDMA, Empfehlungen und Anweisungen an andere Regierungsstellen zu richten. Diese müssen zwar berücksichtigt werden, sind jedoch nicht rechtlich bindend. Beobachter sehen daher die ressortübergreifende Zusammenarbeit und die praktische Umsetzung der Vorgaben als entscheidende Erfolgsfaktoren für die neue Behörde. 

Darüber hinaus plant die NDMA, die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor zu vertiefen. Unternehmen sollen stärker in die Katastrophenvorsorge eingebunden werden, etwa durch öffentlich-private Partnerschaften und die Unterstützung lokaler Präventionsmaßnahmen. Für Unternehmen unterstreicht die Gründung der Behörde die hohe Bedeutung von Risikomanagement, Notfallplanung und resilienten Lieferketten in einem Land, das regelmäßig von Naturkatastrophen betroffen ist. 

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