Lettland: Neues 50‑Mio.-Euro-Energiespeicherprojekt gestartet
Erste Tesla-basierte Energiespeicheranlage im Baltikum
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Das slowenische Energieunternehmen „NGEN Group“ nimmt seine Geschäftstätigkeit in Lettland auf. Wie die „lettische Investitions- und Entwicklungsagentur (LIAA)“ mitteilt, plant das Unternehmen die Realisierung eines 50‑Millionen‑Euro‑Energiespeicherprojekts auf Basis von Tesla‑Technologien. Die NGEN Group hat dazu 100 % des Unternehmens SIA „Liepaja ESS“ übernommen.
Geplant ist der Bau eines stationären, netzgekoppelten Batteriespeichers mit einer Leistung von 100 MW und einer Kapazität von bis zu 200 MWh in der Gemeinde Grobina (Region Dienvidkurzeme), nahe dem Umspannwerk Grobina. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Wirtschaftsminister Viktors Valainis betont die Bedeutung des Vorhabens für die Energieinfrastruktur des Landes: Es wird die erste Energiespeicheranlage im Baltikum, die Tesla‑Technologien nutzt – ein starkes Signal an internationale Investoren für Lettlands Verlässlichkeit und Planbarkeit im Energiesektor.
Das Projekt ist das erste stationäre Batteriespeichersystem, das direkt an den Übertragungsnetzbetreiber „Augstsprieguma tikls“ (Hochspannungsnetz AG) angeschlossen wird. Ein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von Lieferketten aus NATO‑Staaten und deren Partnern; die Hauptausrüstung stammt aus den USA. Der Speicher soll die Stabilität, Flexibilität und Versorgungssicherheit des lettischen Stromsystems stärken – besonders wichtig nach der Abkopplung vom BRELL‑Netz 2025.
„NGEN“‑CEO Romans Bernards sieht Lettland als attraktiven Markt mit klaren regulatorischen Rahmenbedingungen und ambitionierten Energiezielen. Die Übernahme von „Liepaja ESS“ sei ein logischer Schritt zur weiteren europäischen Expansion.
Auch Tesla begrüßt den Markteintritt und die gemeinsame Einführung der „Megapack“-Technologie, um Lettlands Weg zu mehr erneuerbaren Energien und größerer Energieunabhängigkeit zu unterstützen.
„LIAA“‑Direktorin Ieva Jagere hebt hervor, dass Investitionen in die Energieinfrastruktur einen Schwerpunkt des nationalen Investitionsportfolios von rund 17 Milliarden Euro darstellen. Das Projekt stärkt Lettlands internationale Position weiter und zeigt die Offenheit des Landes für neue Investitionen.