Nigeria wieder unter Afrikas Top 5 bei Auslandsinvestitionen
Anstieg der Direktinvestitionen vor allem im Öl- und Gassektor
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Nigeria konnte 2025 einen deutlichen Anstieg ausländischer Direktinvestitionen (FD) verzeichnet und kehrte damit in die Gruppe der fünf wichtigsten Investitionsstandorte Afrikas zurück.
Laut dem World Investment Report 2026 der UNCTAD verdoppelten sich die FDI-Zuflüsse gegenüber 2024 auf 4 Milliarden US-Dollar.
Mit diesem Ergebnis belegte Nigeria 2025 den vierten Platz auf dem afrikanischen Kontinent – hinter Ägypten, Guinea und Mosambik. Es ist zugleich das stärkste Ergebnis Nigerias seit 2014.
Treiber des Investitionsanstiegs waren vor allem Projekte im Öl- und Gassektor. Darunter befanden sich internationale Projektfinanzierungen in Höhe von rund 2 Milliarden US-Dollar sowie größere Unternehmenstransaktionen wie den Verkauf der nigerianischen Onshore-Ölgeschäfte von Shell an das Konsortium Renaissance Africa Energy, wie auch die Übernahme von Lafarge Africa durch den chinesischen Baustoffkonzern Huaxin Cement.
Nach Jahren vergleichsweise schwacher Kapitalzuflüsse trugen insbesondere die Reformen im Energiesektor, eine schrittweise Liberalisierung des Devisenmarktes sowie Maßnahmen zur Verbesserung der makroökonomischen Rahmenbedingungen von einer positiveren Wahrnehmung bei internationalen Investoren bei.
Gleichzeitig bleibt der Energiesektor der mit Abstand wichtigste Anziehungspunkt für ausländisches Kapital. Der Investitionsanstieg ist stark auf einzelne Großprojekte und Unternehmensübernahmen zurückzuführen.
Insgesamt zeigt der Bestand ausländischer Direktinvestionen (FDI Stock) laut UNCTAD jedoch ebenfalls nach oben. Waren es im Jahr 2024 noch 86,2 Millionen US-Dollar, erreichten diese im Vorjahr 92,2 Milliarden US-Dollar. Damit zählt Nigeria weiterhin zu den wichtigsten Empfängerländern ausländischer Investitionen in Subsahara-Afrika.