Geschäftschance für Raumfahrtfirmen: Satellitenprojekt PeruSAT 2
Peru plant zwei sub-metrische Erdbeobachtungssatelliten anzuschaffen
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Peru plant, seinen derzeitigen Erdbeobachtungssatelliten PeruSAT‑1 im kommenden Jahr außer Betrieb zu nehmen und durch ein neues, hochmodernes System – PeruSAT‑2 – zu ersetzen. Der bestehende Satellit wurde von Airbus Defence and Space entwickelt und wird seit 2016 von der peruanischen Weltraumbehörde CONIDA betrieben.
Im Zuge der Vorbereitungen auf das Nachfolgeprogramm hat CONIDA bereits erste Informationsanfragen an insgesamt zehn internationale Anbieter – darunter mehrere europäische – versendet. Damit könnte dieses Großprojekt auch für österreichische Unternehmen im Bereich Satellitenbau, Sensorik, Erdbeobachtungstechnologien sowie Raumfahrtkooperationen von besonderem Interesse sein.
Geplantes Programmpaket PeruSAT‑2
Das neue System umfasst zwei sub-metrische Erdbeobachtungssatelliten:
- Optischer Satellit – Hochauflösende Abbildungen im sichtbaren und infraroten Bereich – Vergleichbar mit einer Digitalkamera sehr hoher Auflösung
- Radar-Satellit (SAR – Synthetic Aperture Radar) – Erdbeobachtung unabhängig von Tageszeit und Bewölkung – Hohe Robustheit und konstante Datenverfügbarkeit
Beide Satelliten müssen eine submetrische Auflösung (GSD < 1 m) aufweisen. In Amerika verfügen bislang nur die USA und Peru über derart leistungsstarke Systeme.
Initiative zu Nanosatelliten
Zusätzlich plant Peru den Aufbau einer Konstellation von 10–15 Nanosatelliten zur kontinuierlichen Datenerhebung im Amazonasgebiet. Ziel ist es, Entwurf, Entwicklung und Fertigung von Nanosatelliten in Peru selbst zu ermöglichen und hierfür internationale Partner zu gewinnen.
Weiteres Vorgehen
- Die Umsetzung des Projekts hängt von der Budgetfreigabe der neuen Regierung für das Haushaltsjahr 2027 ab.
- Im Anschluss wird ein offizielles Request for Information (RFI) über die Botschaften veröffentlicht.
- Modalitäten (internationale Ausschreibung, G2G, direkte Zuteilung) stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.
Bei Rückfragen steht das AußenwirtschaftsCenter Santiago gerne zur Verfügung: santiago@wko.at.