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Ein Kind, eine erwachsene Person mit kurzen, braunen Haaren und eine erwachsene Person mit kurzen, grauen Haaren stehen im Freien hintereinander und ziehen gemeinsam an einem Tau
© Viacheslav Yakobchuk | stock.adobe.com
Pensions- und Vorsorgekassen, Fachverband

Vorsorgereport 4/2026

Quartalsbericht der Pensions- und Vorsorgekassen | 15.10.2026

Lesedauer: 12 Minuten

15.10.2026

Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,

jahrelang war unser Ziel, betriebliche Zusatzpensionen für alle Menschen in Österreich zu ermöglichen – dieses Ziel ist nun seitens der Politik umgesetzt worden. Die zukunftsorientierte Gesetzesnovelle wurde am 23.09.2026 im Nationalrat beschlossen. Dies ist der größte Reformschritt seit Bestehen der Pensions- und Vorsorgekassen und ein wichtiger Erfolg. Vor allem für alle Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Selbstständige, denen eine Zusatzpension als Absicherung im Alter nun ermöglicht wird.

Die Lage der Weltwirtschaft ist auch weiterhin von sehr wechselhaften Ereignissen geprägt. Der Ukraine-Russland-Krieg geht mittlerweile in das fünfte Jahr und der Krieg im Nahen Osten zwischen Iran und USA bzw. Israel hält die Finanzmärkte in Atem. Sowohl die Sperre der Straße von Hormus durch den Iran als auch die Bedrohung durch Huthis in der Straße von Bab al-Mandab führen zu einem deutlichen Anstieg des Rohölpreises und zu Verwerfungen in den Lieferketten.

Die Pensionskassen zeigten sich trotz dieses Umfelds an den internationalen Kapitalmärkten bislang robust, sodass die Performance nach drei Quartalen sehr erfreulich ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Mag. Andreas Zakostelsky

Obmann

Dr. Stefan Pichler, LL.M. CPM

Geschäftsführer


Pensionskassen erreichen bereits nach drei Quartalen langjährigen Jahresschnitt

5,03 Prozent Performance in neun Monaten bestätigen Stärke der langfristigen Veranlagung

Die heimischen Pensionskassen haben in den ersten drei Quartalen 2026 eine Performance von 5,03 Prozent erzielt. Damit erreichen sie bereits nach neun Monaten den langjährigen Jahresdurchschnitt seit 1991.

"Dieses Ergebnis ist angesichts der hohen Inflation, der gestiegenen Ölpreise und der zahlreichen internationalen Krisen besonders erfreulich. Es zeigt, wie erfolgreich eine langfristige und breit gestreute Veranlagung auch in einem herausfordernden Umfeld sein kann", erklärt Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen.

Solides Ergebnis gibt Reform Rückenwind

Pensionskassen investieren langfristig und breit gestreut über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Wirtschaftsbereiche. Dadurch können kurzfristige Marktschwankungen besser ausgeglichen und Risiken begrenzt werden. „Das solide Ergebnis unterstreicht die Stärke dieses langfristigen Ansatzes und gibt zugleich der Reform der betrieblichen Altersvorsorge Rückenwind. Diese ist ein wichtiger erster Schritt, um mehr Menschen den Zugang zu einer lebenslangen Zusatzpension zu ermöglichen. Jetzt gilt es, die neuen Möglichkeiten durch die beschlossene Reform verständlich zu erklären und die Zusatzpension schrittweise zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Altersvorsorge in Österreich zu machen“, so Zakostelsky.


Wirtschaftliche Analyse – Entwicklung an den Kapitalmärkten

Kommentar von Dr. Dietmar Schuster, MBA, Vorstandsmitglied der Bundespensionskasse AG

Die Kapitalmärkte waren bis Ende September 2026 von einem anspruchsvollen Umfeld geprägt. Neben der globalen Konjunktur bestimmten vor allem die geldpolitische Ausrichtung der Notenbanken, geopolitische Spannungen sowie die Entwicklung der Energiepreise das Marktgeschehen. Diese Faktoren führten im Jahresverlauf immer wieder zu erhöhter Volatilität bei den Kapitalmärkten.

Die österreichischen Pensionskassen konnten sich in diesem Umfeld gut behaupten. Der ÖKB-Finanzdaten-Service weist für das Aggregat der Pensionskassen per 30. Juni 2026 eine Performance von +4,83 % seit Jahresbeginn aus. Auf Zwölfmonatssicht lag das Ergebnis bei +10,89 %. Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung einer breit diversifizierten und langfristig ausgerichteten Veranlagung in der kapitalgedeckten Altersvorsorge.

Die Bedingungen für institutionelle Anleger werden für den weiteren Jahresverlauf sehr herausfordernd bleiben. Für die Veranlagung bedeutet dies, Risiken laufend neu zu bewerten und Portfolios konsequent auf langfristige Tragfähigkeit auszurichten. Hohe Diversifikation und auf Illiquidität setzende Anlagestrategien werden weiterhin an Bedeutung gewinnen.

Entwicklung 2026

Aktienmärkte:

Die Aktienmärkte zeigten zu Jahresbeginn zunächst eine gewisse Widerstandskraft, gerieten im ersten Quartal jedoch durch die Eskalation im Nahen Osten und den sprunghaften Anstieg der Energiepreise deutlich unter Druck. Steigende Inflation und die daraufhin straffere Geldpolitik von EZB und Fed sorgten zusätzlich für Schwankungen. Ab dem zweiten Quartal setzte eine Erholung ein, gestützt von robusten Unternehmensgewinnen und anhaltenden Investitionen, insbesondere im Technologiesektor rund um künstliche Intelligenz.

Verlauskurve der Aktienperformance 2023 bis September 2025
© FV Pensions- und Vorsorgekassen

Zinsentwicklung: 

Das Zinsumfeld veränderte sich im Laufe des Jahres 2026 spürbar. Mit der erneuten Eskalation im Nahen Osten zogen zunächst die Anleiherenditen an, später erhöhten auch EZB und Fed ihre Leitzinsen. Auslöser war der Energiepreisschock, der die Inflation im Euroraum wieder deutlich über das Ziel der EZB steigen ließ. Die Steuerung der Duration und der damit verbundenen Zinsrisiken bleibt daher ein zentrales Thema.

Verlaufsdiagramm der Zinsentwicklung der US-Treasuries und Deutschen Bundesanleihen
© FV Pensions- und Vorsorgekassen

Währungen, Gold und alternative Anlagen:

Wechselkurse standen 2026 vor allem im Zeichen der unterschiedlichen Zins- und Konjunkturentwicklung der großen Wirtschaftsräume. Gold und alternative Anlagen reagierten besonders stark. So erreichte Gold zu Jahresbeginn ein neues Allzeithoch, bevor es im weiteren Jahresverlauf zwischenzeitlich wieder deutlich nachgab. Auch die klassischen sicheren Häfen unter den Währungen entwickelten sich unterschiedlich. Während der japanische Yen zeitweise an Stärke gewann, zeigte sich der Schweizer Franken schwächer. Der Euro selbst zeigte sich gegenüber dem US-Dollar vergleichsweise stabil.

Rohstoffe und Energie:

Energiepreise entwickelten sich erneut zu einem zentralen Faktor für Inflation, Zinsen und Kapitalmärkte. Der Ölpreis der Sorte Brent verdoppelte sich im Monatsdurchschnitt nahezu von Dezember 2025 bis April 2026. Steigende oder stark schwankende Energiepreise wirken über Produktionskosten, Verbraucherpreise und Inflationserwartungen auf Unternehmen und Haushalte. In Österreich erhöhte sich die Inflationsrate im September auf 3,6 %. Nach Angaben von Statistik Austria spielten dabei insbesondere höhere Treibstoff- und Heizölpreise eine wesentliche Rolle.

Über die aktuellen Einflussfaktoren hinaus prägen drei längerfristige Entwicklungen das Umfeld der Vorsorge. Erstens hält die Investitionswelle rund um künstliche Intelligenz an und wird zunehmend auch über den Anleihemarkt finanziert. Zweitens rückt die Sicherheit der Energieversorgung stärker in den Fokus, verbunden mit Investitionen in neue Lieferwege und Infrastruktur. Drittens erhöht die steigende Staatsverschuldung das Angebot an Staatsanleihen und trägt zu einem dauerhaft höheren Zinsniveau bei.

Der Ausblick bleibt von erhöhter Unsicherheit geprägt. Sollten Energiepreise und geopolitische Risiken nachlassen, könnte sich der Inflations- und Zinsdruck verringern. Bleiben sie erhöht, würde dies Aktien- und Anleihemärkte weiter belasten. Für Pensionskassen spricht dies weiterhin für diszipliniertes Risikomanagement, eine tragfähige strategische Asset Allocation und deren laufende Überprüfung.


Fachverband begrüßt Idee des Zukunftsfonds: Wichtiger Impuls für eine langfristig stabile Altersvorsorge

Pensions- und Vorsorgekassen: Kapitalgedeckte Elemente können die staatliche Pension sinnvoll ergänzen – Alterssicherung über alle drei Säulen zu denken.

Der Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen begrüßt den von Bundeskanzler Christian Stocker vorgeschlagenen Zukunftsfonds als positiven Impuls für die Weiterentwicklung der Alterssicherung in Österreich. „Es ist positiv, bei der langfristigen Absicherung unseres Pensionssystems weiter und bewusst breiter zu denken. Die gesetzliche Pension ist und bleibt das Fundament der Alterssicherung. Wir treten aber seit vielen Jahren dafür ein, sie durch kapitalgedeckte Elemente zu ergänzen – nicht zu ersetzen“, so Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Es besteht Handlungsbedarf

Die demografische Entwicklung unterstreicht den Handlungsbedarf: Heute kommen in Österreich rund drei Menschen im Erwerbsalter auf eine Person im Pensionsalter, 2040 werden es laut Statistik Austria nur noch 2,2 sein. Gleichzeitig steigt der Anteil der Menschen über 65 von rund 20 auf 26 Prozent.

Internationale Beispiele zeigen, dass eine Kombination aus Umlageverfahren und Kapitaldeckung längst üblich ist. Mehr als zwei Drittel der OECD-Staaten verfügen über öffentliche Pensionsreservefonds. Schweden etwa ergänzt sein staatliches Pensionssystem durch kapitalgedeckte Pufferfonds, die seit 2001 im Durchschnitt rund sechs Prozent jährliche Rendite erzielten.

An der internationalen Wirtschaftsentwicklung partizipieren

"Warum sollten nicht auch die Menschen in Österreich langfristig stärker an der Wertschöpfung der internationalen Wirtschaft partizipieren? Entscheidend sind ein langer Anlagehorizont, breite Diversifikation und professionelles Risikomanagement. Die österreichischen Pensionskassen zeigen seit mehr als 30 Jahren, dass kapitalgedeckte Altersvorsorge professionell und langfristig erfolgreich gemanagt werden kann", so Andreas Zakostelsky.

Der Fachverband regt daher an – wie im Regierungsprogramm vorgesehen – die Alterssicherungskommission mit einer gesamthaften Betrachtung der Altersvorsorge zu befassen. "Wir sollten erste, zweite und dritte Säule gemeinsam betrachten und prüfen, wie sie sich im Interesse der Menschen bestmöglich ergänzen. Der Vorschlag des Bundeskanzlers ist eine gute Gelegenheit, diese Diskussion ohne ideologische Scheuklappen zu führen", so Zakostelsky.


Fachverband begrüßt Beschluss zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge

Sozialausschuss stellt Weichen für leichteren Zugang zu lebenslanger Zusatzpension, mehr Wahlfreiheit und höhere Ertragschancen bei der Abfertigung NEU

Der Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen begrüßt den heutigen Beschluss des Sozialausschusses zur Reform der betrieblichen Altersvorsorge. Mit dem Gesetzespaket wird der Weg für den größten Reformschritt seit Einführung der Pensionskassen in Österreich gesetzt.

"Die Reform bringt einen echten Fortschritt für die Beschäftigten: Alle Menschen erhalten Zugang zu einer lebenslangen Zusatzpension und zugleich mehr Wahlmöglichkeiten bei der Veranlagung ihrer Abfertigung NEU. Mit dieser Initiative der Bundesregierung wird die zweite Säule breiter, ertragreicher und somit attraktiver aufgestellt", erklärt Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Ein zentraler Schritt ist die Möglichkeit, Ansprüche aus der Abfertigung NEU freiwillig und kostenfrei in eine Pensionskasse zu übertragen – künftig auch dann, wenn der eigene Arbeitgeber keine Pensionskassenlösung anbietet. Damit wird der Zugang zu einer betrieblichen Zusatzpension deutlich ausgeweitet. Gleichzeitig schafft das neue freiwillige Veranlagungsmodell in den Vorsorgekassen (Abfertigung NEU) bessere Ertragschancen für Menschen, die ihre Abfertigung langfristig für die Pension ansparen wollen.

"Der Sozialausschuss hat heute wichtige Weichen gestellt. Nun geht es darum, die Reform noch im September im Nationalrat zu beschließen und anschließend gemeinsam dafür zu sorgen, dass die neuen Möglichkeiten bei den Betrieben und den Beschäftigten ankommen. Das Potenzial für eine stärkere betriebliche Altersvorsorge ist groß – jetzt können wir es Schritt für Schritt für die Menschen nutzbar machen", so Zakostelsky.


Größte Reform der betrieblichen Altersvorsorge beschlossen

Fachverband sowie Vertreter von ÖVP, SPÖ und NEOS begrüßen breiteren Zugang zur Zusatzpension – neue Wahlmöglichkeiten bei der Abfertigung NEU

Der Nationalrat hat gestern die größte Reform der betrieblichen Altersvorsorge seit Einführung der Pensionskassen in Österreich beschlossen. Der Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen begrüßt den Beschluss als wichtigen Schritt, um mehr Beschäftigten den Zugang zu einer lebenslangen Zusatzpension zu ermöglichen.

Christoph Pramhofer, Barbara Eibinger-Miedl, AndreasZakostelsky und Josef Muchitsch
© Fachverband Pensions- und Vorsorgekassen v.l.n.r. NEOS-Nationalratsabgeordneter Christoph Pramhofer, Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl, Fachverbandsobmann Andreas Zakostelsky und SPÖ-Nationalratsabgeordneten Josef Muchitsch

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien präsentierten MMag. Barbara Eibinger-Miedl, Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen, die Nationalratsabgeordneten Josef Muchitsch von der SPÖ und Mag. Christoph Pramhofer von den NEOS sowie Mag. Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen, die zentralen Neuerungen.

Die Reform erleichtert den Zugang zur betrieblichen Vorsorge und schafft zusätzliche Wahlmöglichkeiten bei der Veranlagung der Abfertigung NEU. Beschäftigte sollen ihre Vorsorge künftig stärker an ihren persönlichen Bedürfnissen und ihrem individuellen Anlagehorizont ausrichten können. Zugleich wird die Möglichkeit gestärkt, angespartes Kapital für eine lebenslange Zusatzpension zu nutzen.

Meilenstein für Zusatzpension erreicht

"Mit diesem Beschluss ist ein echter Meilenstein für die betriebliche Vorsorge gelungen. Die Reform schafft die Voraussetzungen dafür, dass deutlich mehr Menschen in Österreich Zugang zu einer lebenslangen Zusatzpension erhalten. Damit wird eine langjährige Forderung des Fachverbands umgesetzt", erklärt Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen.

Die gesetzliche Pension bleibe die zentrale Grundlage der Alterssicherung. Angesichts der demografischen Entwicklung gewinne eine ergänzende Zusatzpension jedoch weiter an Bedeutung.

"Die Menschen wollen ihren Lebensstandard auch im Ruhestand absichern. Dafür braucht es einfache Zugänge, attraktive Rahmenbedingungen und Lösungen, die Sicherheit mit langfristigen Ertragschancen verbinden", so Zakostelsky.

Mehr Möglichkeiten für die persönliche Vorsorge

Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl bezeichnet die Reform als wichtigen Schritt: "In Zukunft gibt es die Möglichkeit, die vom Arbeitgeber ohnehin eingezahlten Beiträge aus der Abfertigung Neu kostenlos und steuerfrei in eine Pensionskasse zu übertragen. Damit eröffnen wir allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Chance auf eine lebenslange Zusatzpension. Gleichzeitig nutzen wir damit die Chancen des Kapitalmarkts stärker als bisher und können so langfristig höhere Erträge ermöglichen. Damit stärken wir die zweite Säule unseres Pensionssystems und schaffen zugleich mehr Bewusstsein für den Wert langfristiger Vorsorge."

Zugang zur Pensionskasse für alle Beschäftigten

Für SPÖ-Nationalratsabgeordneten Josef Muchitsch steht der konkrete Nutzen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Mittelpunkt: "Bei der betrieblichen Vorsorge müssen die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an erster Stelle stehen. Wir öffnen den Zugang zur Pensionskasse für alle Beschäftigte, führen zersplitterte Konten in den Abfertigungskassen zusammen und sorgen mit niedrigeren Verwaltungskosten dafür, dass mehr vom angesparten Geld bei den Menschen bleibt. Gleichzeitig bleibt die bewährte Abfertigung mit Kapitalgarantie der sichere Standard – niemand wird zu mehr Risiko gedrängt. Und für uns ist klar: Die betriebliche Vorsorge ist eine Ergänzung, die verlässliche Grundlage für ein gutes Leben im Alter bleibt die gesetzliche Pension."

Zweite Säule wird zu tragender Säule

NEOS-Nationalratsabgeordneter Christoph Pramhofer sieht in der Reform einen wichtigen Modernisierungsschritt: "Bisher war die zweite Säule eher eine schmale Stütze in der Altersvorsorge. Mit dieser Reform machen wir daraus eine echte tragende Säule und sorgen dafür, dass das Vorsorgekapital der Menschen endlich stärker für ihre eigene Pension arbeitet. Wer über Jahrzehnte anspart, soll auch von den Chancen des Kapitalmarkts und vom Zinseszinseffekt profitieren können. Gleichzeitig machen wir die betriebliche Zusatzpension für alle Arbeitnehmer zugänglich. Damit geben wir mehr Menschen die Möglichkeit, aus ihrer angesparten Abfertigung eine lebenslange Zusatzpension zu machen."

Potenzial der Zusatzpension stärker nutzen

Der Fachverband sieht den Beschluss als entscheidende Grundlage, um die betriebliche Vorsorge in Österreich breiter aufzustellen. Nun komme es darauf an, die neuen Möglichkeiten einfach und verständlich umzusetzen und Beschäftigte umfassend darüber zu informieren.

"Die Reform öffnet eine wichtige Tür. Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass möglichst viele Beschäftigte die neuen Möglichkeiten auch nutzen. Unser Ziel ist klar: Die Zusatzpension soll zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Altersvorsorge in Österreich werden – so, wie es Länder wie Dänemark, die Niederlande oder Schweden bereits erfolgreich vorzeigen", so Zakostelsky abschließend.


Über den Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen

Der Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen ist die gesetzliche Vertretung aller Pensionskassen und Betrieblichen Vorsorgekassen. Insgesamt vertritt der Verband über 5 Millionen Anwartschafts- und Leistungsberechtigte und veranlagt durch die Pensions- und Vorsorgekassen über 50 Milliarden Euro - sie sind die größten privaten Pensionszahler in Österreich.

Rückfragehinweis

Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen
Telefon +43 (0)5 90 900 4095
E-Mail: vorsorgeverband@wko.at
Web: www.vorsorgeverband.at


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