ROT-WEISS-ROT-Bauen: Neuer Vergabeleitfaden soll regionale Betriebe stärken
Der neue Vergabeleitfaden zeigt, wie öffentliche und private Bauaufträge Qualität, Nachhaltigkeit und regionale Betriebe stärker berücksichtigen können.
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ROT-WEISS-ROT-Bauen ist eine Initiative der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und der österreichischen Sozialpartner. Sie setzt sich für eine Abkehr von der Billigstbieter-Logik bei öffentlichen und privaten Bauaufträgen ein.
Gemeinsam mit dem Vergabeexperten Rechtsanwalt Martin Schiefer hat die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) den Leitfaden „ROT-WEISS-ROTE Vergaben sichern Jobs, Qualität und Zukunft“ entwickelt.
Dieser Leitfaden bietet eine praktische Unterstützung bei der Umsetzung regionaler Beschaffungsvorhaben und basiert auf dem BVergG 2018 idF des Vergaberechtsgesetzes 2026 (Inkrafttreten: 01. März 2026).
Er zeigt, welche Spielräume das Vergaberecht eröffnet und wie diese im Sinne des ROT-WEISS-ROT-Bauens eingesetzt werden können – von der Projektidee bis zur vertraglichen Umsetzung. Gesteuert wird der Erfolg der Regionalvergabe durch eine maßgeschneiderte Konzeption des Beschaffungsvorhabens.
Der Leitfaden liefert eine einfache Anleitung für faire Vergaben mit mehr Chancen für regionale Betriebe und deren Beschäftigte.
- Bestes Angebot statt billigster Preis: Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität können berücksichtigt werden.
- Aufträge sinnvoll aufteilen: Mehr Chancen für regionale Betriebe.
- Subunternehmerketten begrenzen: Schutz vor Sozialbetrug und Scheinunternehmen.
- Kurze Wege und schnelle Reaktion berücksichtigen: Vorteile für Betriebe vor Ort und Beitrag zum Klimaschutz.
- Lehrlinge und Fachkräfte einbeziehen: Ausbildung und Arbeitsplätze sichern.
„Wir als Baunebengewerbe unterstützen diese Initiative aus voller Überzeugung – für unsere Profis im Gewerbe und Handwerk, für höchste Qualität und für eine starke Zukunft in unserer Region“ betont Martin Greiner.