Zum Inhalt springen
Viele neben- und hintereinander stehende Starkstrommasten unter rötlichem Himmel.
© peterschreiber.media | stock.adobe.com
Sparte Gewerbe und Handwerk

Stromkostenreduktion und Strompreisvergleiche in der EU 

Beispiele aus dem Gewerbe und Handwerk zur Kostenreduktion bei Strom

Lesedauer: 11 Minuten

13.07.2026
Preissteigerung bei Energie und Steuern zählen laut einer aktuellen Umfrage zu den größten Herausforderungen der Betriebe im Gewerbe und Handwerk im Jahr 2026. Das Handwerk ist gleichzeitig Umsetzer der Energiewende und Garant für nachhaltiges Wirtschaften. Neben Energieeffizienzmaßnahmen im eigenen Betrieb und der Beteiligung an einer Energiegemeinschaft ermöglicht der Wechsel von Tarif oder Energielieferant eine nachhaltige Kostenreduktion.

Die Bundessparte Gewerbe und Handwerk stellt daher ein vom Energieinstitut der Wirtschaft erstelltes Factsheet zur Verfügung.

Lieferantenwechsel durch den Gewerbe-Tarifkalkulator

  • Der Gewerbe-Tarifkalkulator der E-Control ermöglicht Unternehmen mit einem Jahresverbrauch bis zu 100.000 kWh (100 MWh) Strom bzw. bis 400.000 kWh (400 MWh) Gas konkrete Vergleiche ihres Energiepreises (inkl. Netzkosten, Steuern und Abgaben) je nach Verbrauch. Für höhere Verbräuche siehe KMU-Energiepreis-Check auf der nächsten Seite.
  • Er ermöglicht schnell & einfach einen Lieferantenwechsel und kann erhebliche Einsparungen bringen.
  • Für den Vergleich von Strom- und Gasangeboten reichen Postleitzahl und ihr Strom- bzw. Gas-Jahresverbrauch in kWh.
  • Mit optionalen Eingaben lässt sich der Vergleich an die konkrete Verbrauchssituation (Standard- oder individuelles Lastprofil) anpassen.

Günstiger Strom – leicht gemacht

  • Aktuellen Stromliefervertrag überprüfen, vor allem betreffend Laufzeit und Kündigungsfrist
  • Wichtige Daten aus Vertrag oder letzter Rechnung erheben (Zählpunktnummer, Verbrauch)
  • Tarifkalkulator öffnen und Daten eingeben – Ergebnisse werden inklusive Ersparnis gereiht
  • Tarife und Angebote vergleichen und wechseln (Kündigung des akt. Lieferanten übernimmt idR der neue Anbieter)

Reale Beispiele1 für Stromkostensenkung im Gewerbe und Handwerk mit dem Gewerbe-Tarifkalkulator

Verbrauch
(kWh/Jahr)
Art des Betriebes Bundesland Aktuelle Stromkosten
(Euro/Jahr)
Neue Stromkosten
(Euro/Jahr)
Ersparnis
(Euro/Jahr)
7.161 Tischlerei Wien 2.361,49 1.846,53 21,8 %
18.800 Glasverarbeitung Wien 5.370,90 4.663,76 13,2 %
26.548 Kunststoffverarbeitung 6.765,47 5.838,30 13,7 %
80.000 Fleischerei Wien 24.809,14 19.741,40 20,4 %

1 Abfragezeitraum 12.5.-26.5.2026. Bitte beachten Sie, dass diese Information keine unmittelbaren Empfehlungen für Unternehmen bieten kann, sondern eine Erstinformation des Tarifkalkulators anhand der herangezogenen Beispiele ist. Die Beispiele sind im Vergleich zu einem jeweils lokalen oder genannten Anbieter auf Basis aktueller Angebote im E-Control Gewerbe-Tarifkalkulator gerechnet. Wechselrabatte sind inkludiert - diese Vorteile sind oft besonders günstig, jedoch zeitlich begrenzt. Die Einsparpotenziale können je nach Bundesland, Standort und Verbrauch stark variieren.


Strompreisvergleich mit KMU-Energiepreis-Check

  • Bei einem Jahresverbrauch von über 100.000 kWh (100 MWh) Strom bzw. über 400.000 kWh (400 MWh) Gas kann mit dem KMU-Energiepreis-Check der E-Control der eigene Strompreis mit den Preisen anderer Betriebe mit ähnlichem Verbrauch verglichen werden. So sehen Sie Ihren Energiepreis im direkten Vergleich mit anderen Unternehmen mit ähnlichen Verbräuchen.
  • Für diesen Vergleich benötigen Sie Monatsrechnungen bzw. Jahresverbrauch, den Energiepreis in Cent/kWh, Gültigkeitsjahr sowie Gewerbeart und Branche. Daraus erfolgt eine Zuordnung in die entsprechende Lastprofil-(Verbraucher-) gruppe.

Der KMU-Energiepreis-Check der E-Control wertet die Eingaben aus und erlaubt einen Preisvergleich innerhalb der Verbrauchergruppen (Branchen). Die angezeigten Werte sind daher keine Empfehlungen, Preisvorgaben oder Prognosen der E-Control. Da das Verbrauchsverhalten je nach Branche stark variiert, sind ggf. auch größere Abweichungen von den statistisch ermittelten Vergleichswerten möglich.

Strompreisvergleich mit dem KMU-Energiepreis-Check anhand eines realen Bäckereibeispiels in Wien mit 200.000 kWh Jahresverbrauch

Strompreisvergleich mit dem KMU-Energiepreis-Check anhand eines realen Bäckereibeispiels in Wien mit 200.000 kWh JahresverbrauchIhr
© BSGH | Alice Gutlederer

Strompreisvergleiche im Rahmen der Eurostat Datenbank

Die folgende Grafik veranschaulicht, wie sich die reinen Strom-Energiepreise 2025 in ausgewählten europäischen Ländern unterscheiden. Die Grafik vergleicht Strompreise nach Jahresverbrauch: Kleinbetriebe unter 20 MWh, mittelgroße Betriebe mit 20–500 MWh und Großbetriebe mit 500–2.000 MWh pro Jahr.

Strompreise 2025 nach Stromverbrauch (in €/MWh ohne Netzkosten, Steuern und Abgaben)
© BSGH | Alice Gutlederer

Vergleich der österreichischen Durchschnittsstrompreise 2025 mit ausgewählten EU-Staaten

Datengrundlage: Eurostat-Datenbank; reine Energiepreise in Euro pro Megawattstunde (€/MWh), ohne Netzkosten, Steuern und Abgaben. 1 MWh entspricht 1.000 kWh; "a" steht für Jahr. Genauere Informationen zum Vergleich mit der Eurostat-Strompreisdatenbank können Sie dem Anhang zum Factsheet entnehmen. 

1. Vergleich mit Durchschnittswerten: Österreich gegenüber dem EU27-Durchschnitt

Jahresverbrauch Einordnung Abweichung zu Österreich Bewertung
bis 20 MWh/a Kleinbetriebe +9,3 % Österreich ist teurer als EU27-Ø
20-499 MWh/a mittelgroße Betriebe +12,2 % Österreich ist teurer als EU27-Ø
500-1.999 MWh/a Großbetriebe +14,4 % Österreich ist teurer als EU27-Ø

2. Vergleich mit Durchschnittswerten: Österreich gegenüber Deutschland

Jahresverbrauch Einordnung Abweichung zu Österreich Bewertung
bis 20 MWh/a Kleinbetriebe +1,0 % Österreich ist teurer als Deutschland
20-499 MWh/a mittelgroße Betriebe +8,4 % Österreich ist teurer als Deutschland
500-1.999 MWh/a Großbetriebe +11,1 % Österreich ist teurer als Deutschland

3. Vergleich mit Durchschnittswerten: Österreich gegenüber Italien

Jahresverbrauch Einordnung Abweichung zu Österreich Bewertung
bis 20 MWh/a Kleinbetriebe -19,7 % Österreich ist günstiger als Italien
20-499 MWh/a mittelgroße Betriebe -8,3 % Österreich ist günstiger als Italien
500-1.999 MWh/a Großbetriebe -9,0 % Österreich ist günstiger als Italien

4. Vergleich mit Durchschnittswerten: Österreich gegenüber Spanien als günstigem Vergleichsland

Jahresverbrauch Einordnung Abweichung zu Österreich Bewertung
bis 20 MWh/a Kleinbetriebe +33,8 % Österreich ist teurer als Spanien
20-499 MWh/a mittelgroße Betriebe +42,1 % Österreich ist teurer als Spanien
500-1.999 MWh/a Großbetriebe +37,8 % Österreich ist teurer als Spanien


Vergleich der realen Betriebsbeispiele im Rahmen der Eurostat Strompreis-Datenbank

Vergleich der realen Betriebsbeispiele im Rahmen der Eurostat Strompreis-Datenbank
Im Anhang dieses Factsheets werden die Betriebsbeispiele, bei denen aus den bereitgestellten Stromlieferverträgen konkrete Strom-Energiepreise im Jahr 2025 auswertbar waren, dargestellt. Nachfolgend werden diese Betriebsbeispiele mit den Jahresdurchschnittspreisen 2025 der Eurostat-Strompreisdatenbank gegenübergestellt. Verglichen werden reine Strom-Energiepreise ohne Netzkosten, Steuern und Abgaben (vgl. mit Anhang zum Factsheet).

Stromverbrauch bis 20 MWh/Jahr 

Hinweise zum Betriebsbeispiel

  • Tischlerei in Wien | Jahresverbrauch: rd. 7.000 kWh (= 7 MWh)
  • Tischlerei 1a und 1b: bezeichnen dasselbe Betriebsbeispiel in zwei unterschiedlichen Preiszeiträumen in 2025
  • Preisreduktion im Fixtarif: Der Energiepreis sank im Zeitraum von 149,5 €/MWh auf 140,1 €/MWh

Branche Zeitraum Verbrauch Energiepreis Vergleich zu Österreich Vergleich zu EU27-Ø
Tischler (1a) 1.1.2025-31.8.2025 7.000 kWh (7 MWh) 149,5 €/MWh 5 % unter Ö-Ø knapp über EU27-Ø
Tischler (1b) 1.9.2025-16.10.2025 7.000 kWh (7 MWh) 140,1 €/MWh 11 % unter Ö-Ø knapp unter EU27-Ø
Grafik zu Tischlerei im Zeitraum 1A und 1B mit Stromverbrauch bis 20 MWh/Jahr
© BSGH | Alice Gutlederer

Stromverbrauch bis 20 bis 499 MWh/Jahr

Hinweise zu den Betriebsbeispielen

  • Tischlerei in der Steiermark: Der Energiepreis des Flextarifes sank 2025 monatlich von 155,4 €/MWh auf 78,9 €/MWh;
    Tischlerei 2a und 2b: bezeichnen dasselbe Betriebsbeispiel in zwei untersch. Preiszeiträumen des Jahres 2025
  • Kunststoffverarbeiter in Oberösterreich: Der Energiepreis sank 2025 monatlich von 165,0 €/MWh auf 124,2 €/MWh.
    Kunststoffverarbeiter 1a und 1b: bezeichnen denselben Betrieb in zwei untersch. Preiszeiträumen des Jahres 2025

Branche Zeitraum Verbrauch Energiepreis Vergleich zu Österreich Vergleich zu EU27-Ø
Tischler (2a) 1.1.2025–31.1.2025 24.000 kWh (24 MWh) 155,4 €/MWh 15 % über Ö-Ø über EU27-Ø
Tischler (2b) 1.5.2025–31.5.2025 24.000 kWh (24 MWh) 78,9 €/MWh 42 % unter Ö-Ø unter EU27-Ø
Bäckerei Wien 24.10.2025–31.12.2025 200.000 kWh (200 MWh) 97,5 €/MWh 27,7 % unter Ö-Ø unter EU27-Ø
Kunststoffverarb. (1a) 1.10.2024 – 31.3.2025 26.000 kWh (26 MWh) 165,0 €/MWh 22,3 % über Ö-Ø über EU27-Ø
Kunststoffverarb. (1b) 1.4.2025 – 30.4.2025 26.000 kWh (26 MWh) 124,2 €/MWh 7,9 % unter Ö-Ø über EU27-Ø

Grafik zu Betriebsbeispielen mit Stromverbrauch von 20 bis 499 MWh/Jahr
© BSGH | Alice Gutlederer

Fazit

Die Beispiele zeigen, dass reale Vertragswerte deutlich von Durchschnittswerten abweichen können. Besonders Flextarife und unterjährige Preisreduktionen führen zu teils deutlich niedrigeren Preisen im Jahresverlauf.


Entlastungsmaßnahmen für das Gewerbe und Handwerk in ausgewählten EU-Mitgliedstaaten

Zunächst ist zwischen direkten Förderungen, Entlastungen und Beihilfen für Betriebe und generellen politischen Maßnahmen (z.B. Steuersenkungen, Preisdeckel) zur Senkung der Verbraucherpreis-Niveaus zu unterscheiden. Letztere werden derzeit in einigen europäischen Ländern umgesetzt, verstärkt durch die Entwicklungen im Nahen Osten.

Österreich

In Österreich gilt für 2026 eine verringerte Elektrizitätsabgabe, die für Betriebe jedoch nicht ganz am EU-Minimum liegt, wie dies für Haushalte der Fall ist. Die bis Ende 2026 geltende Senkung wirkt sich für Betriebe wie folgt aus:

  • Der reguläre Abgabensatz liegt bei 1,50 ct/kWh und dieser wird bis Ende 2026 um 45,3 % auf 0,82 ct/kWh gekürzt.
  • Der EU–Mindeststeuersatz dafür beträgt 0,10 ct/kWh, für betriebliche Nutzung sogar nur 0,05 ct/kWh.
  • Bei einem mittelgroßen Gewerbebetrieb mit beispielsweise 36.800 kWh Jahres-Stromverbrauch ergibt sich eine Ersparnis von rund 533 Euro beim EU-Minimum (Business-Use, netto) im Vergleich zum regulären Abgabensatz.

Auf die Verbraucherpreise wirkt sich in Österreich heuer folgende Entwicklung preisdämpfend aus: Für 2026 wurde ein verringerter Förderbedarf gemäß EAG festgestellt. Die Förderbeiträge wurden daher stark reduziert. Die diesbezügliche Kostenentlastung bei einem Gewerbebetrieb – etwa eine Tischlerei mit 55.000 kWh Verbrauch - beläuft sich laut BMWET auf 152 Euro netto (oder 21 %).

Am 27.5.2026 wurde im Ministerrat ein „Energiepreis-Krisenmechanismus Strom“ beschlossen. Ziel ist es, Haushalte und Unternehmen in Zeiten hoher Strompreise zu entlasten. Für Betriebe ist ein einheitlicher Zuschuss pro Kilowattstunde geplant, der direkt über die Stromrechnung gewährt wird.2 Dieser Mechanismus soll unter folgenden Kriterien aktiviert werden:

  • Großhandelspreis über drei Monate über 165 Euro pro MWh
  • Endkundenpreis über 16,5 Cent pro kWh netto
  • Monatliche Prüfung der Parameter durch die E-Control

Nähere Details sind noch nicht bekannt (Stand: Ende Mai 2026). Die Bundessparte Gewerbe und Handwerk fordert eine schnelle Klarstellung zum Zuschuss pro kWh und eine automatisierte, unbürokratische Abwicklung ohne Antrag.

Deutschland

In Deutschland können Betriebe des produzierenden Gewerbes ab einem Verbrauch von 12.500 kWh von einer reduzierten Stromsteuer gemäß deutschem Stromsteuergesetz profitieren.

Die deutsche Stromsteuer ist eine Verbrauchssteuer auf elektrischen Strom und beträgt regulär 2,05 ct/kWh, begünstigte Betriebe zahlen nach Refundierung effektiv nur 0,05 ct/kWh (EU-Minimum). Diese Maßnahme gilt ab 2026 dauerhaft.

Zusätzlich erfolgt 2026 eine einmalige Dämpfung der Netzkostensteigerung durch einen Bundeszuschuss an die Netzbetreiber. Schätzungen zufolge ergibt sich daraus für Gewerbebetriebe eine Entlastung zwischen -16,1 und -26,4 %, je nach Verbrauch.3

Italien

Seit Februar 2026 gelten neue Entlastungspakete mit Strompreisabschlägen für alle Unternehmen. Diese wirken sich geschätzt wie folgt als Senkung aus:

  • 2026: –3,4 €/MWh
  • 2027: –4 €/MWh
  • 2028: –0,54 €/MWh 

Spanien

Aktuell gelten Notfallmaßnahmen im Zusammenhang mit der Krise in Nahost. Bis zum 30. Juni 2026 ist die Stromsteuer Impuesto Especial sobre la Electricidad auf 0,5 % beschränkt, sofern die Preisbedingungen dies erlauben, wodurch auch Gewerbebetriebe entlastet werden.

2 Newsletter des Bundeskanzleramtes (BKA), 27.5.2026

3 Strom-Report, Basis ene’t und Bundesnetzagentur


Anhang

Vergleichswerte von Betrieben der Sparte Gewerbe und Handwerk

Im Rahmen dieses Projektes wurden von der Bundessparte Gewerbe und Handwerk folgende reale Firmenbeispiele zur Verfügung gestellt:

Betriebsart Bundesland Jahresverbrauch Strompreis lt. Vertrag Verwendung in
Bäckerei Wien 189.000 kWh 9,79 ct/kWh KMU-Energiepreischeck
Bäckerei Wien 200.000 kWh 9,75 ct/kWh KMU-Energiepreischeck (siehe Beispiel oben / Eurostat Vergleich S.4)
Fleischerei Wien 80.000 kWh Nicht verfügbar, daher Tarif angenommen Tarifkalkulator (S. 1) Eurostat Vergleich (S. 4)
Oberflächenbehandlung Wien 530.000 kWh Nicht verfügbar  
Glasverarbeitung Wien 5.000 kWh Nicht verfügbar  
Glasverarbeitung Wien 18.800 kWh Nicht verfügbar, daher Tarif angenommen Tarifkalkulator (S. 1)
Kunststoffverarbeitung 26.548 kWh 16,5 – 12,4 ct/kWh Eurostat Vergleich (S. 4)
Tischlerei 24.000 kWh 15,5 – 7,9 ct/kWh Tarifkalkulator (S. 1) Eurostat Vergleich (S. 4)
Tischlerei Wien 7.161 kWh 14,9 – 14,0 ct/kWh Eurostat Vergleich (S. 4)

Informationen zu den Eurostat-Datensätzen1

Die Preise in der Eurostat Strompreis-Datenbank werden in Landeswährungen pro kWh und nach verschiedenen Verbrauchsbereichen angegeben. Für den nicht-haushaltsbezogenen Sektor sind die Bänder:

1. IA: Kunden verbrauchen weniger als 20 MWh.
2. IB: Kunden verbrauchen 20 MWh oder mehr, aber weniger als 500 MWh.
3. IC: Kunden, die 500 MWh oder mehr, aber weniger als 2000 MWh verbrauchen.
4. ID: Kunden, die 2000 MWh oder mehr, aber weniger als 20.000 MWh verbrauchen.
5. IE: Kunden, die 20.000 MWh oder mehr, aber weniger als 70.000 MWh verbrauchen.
6. IF: Kunden verbrauchen 70.000 MWh oder mehr, aber weniger als 150.000 MWh.
7. IG: Kunden verbrauchen 150.000 MWh oder mehr.

Die beiden fett gesetzten Zeilen zeigen die Einordnung der beiden betrachteten Jahresstromverbräuche im Factsheet. Es sind die beiden verbrauchsmäßig kleinsten Gruppen innerhalb der EU-Strompreisdatenbank.

Jahrespreise

Diese Preise werden einmal jährlich zusammen mit den Daten für das zweite Semester gemeldet. Hier dargestellt sind die Preise „Energy and supply“ (Energie und Versorgung). Diese umfassen Erzeugung, Aggregation, Energieausgleich, gelieferte Energiekosten, Kundenservice, After-Sales-Management und weitere Lieferkosten.

Nicht inkludiert sind insbesondere:

  • Netzkosten: Übertragungs- und Verteilungstarife, Übertragungs- und Verteilungsverluste, Netzkosten, Nachverkaufsservicekosten, Systemservicekosten sowie Miet- und Messkosten für Zähler.
  • Mehrwertsteuer (Mehrwertsteuer): wie in der Ratsrichtlinie 2006/112/EG definiert.
  • Erneuerbare Steuern: Steuern, Gebühren, Abgaben oder Gebühren im Zusammenhang mit der Förderung erneuerbarer Energiequellen, Energieeffizienz und KWK-Erzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung)
  • Abgaben für die Finanzierung von Energieregulierungsbehörden oder Markt- und Systembetreibern.
  • Umweltsteuern: Steuern, Gebühren, Abgaben oder Abgaben im Zusammenhang mit Luftqualität und anderen Umweltzwecken; Steuern auf CO2- oder andere Treibhausgase. Diese Komponente umfasst die Verbrauchssteuern.
  • Alle anderen Steuern, Abgaben oder Gebühren, die nicht durch die vorherigen fünf Kategorien abgedeckt sind: Unterstützung für Fernwärme; lokale oder regionale Steuergebühren; Inselentschädigung; Konzessionsgebühren im Zusammenhang mit Lizenzen und Gebühren für die Nutzung von Land sowie öffentlichem oder privatem Eigentum durch Netzwerke oder andere Geräte.

Der relative Anteil am Verbrauch in den verschiedenen Verbrauchsbändern wird von den Ländern angegeben und zur Berechnung der einzelnen nationalen Strompreise verwendet (gewichtete Durchschnittswerte). Die Mitgliedstaaten müssen sicherstellen, dass ein repräsentativer Marktanteil durch die Umfrage abgedeckt wird. Die veröffentlichten disaggregierten Preise basieren auf realen Rechnungspreisen, die von Endnutzern bezahlt werden.

Die Mitgliedstaaten müssen nationale Preise melden, die für das gesamte Land repräsentativ sind. Diese nationalen Preise werden gewichtete Durchschnittspreise darstellen, wobei die Marktanteile der untersuchten Stromversorgungsunternehmen als Gewichtungsfaktoren verwendet werden.

Das EU-Aggregate wird von Eurostat berechnet, sobald der Preisdatensatz vollständig ist.

Strompreisdaten werden von nationalen Statistikinstituten, Ministerien, Energiebehörden oder Systembetreibern berichtet. Die EU-Aggregate werden von Eurostat berechnet, indem die nationalen Preise mit dem aktuell verfügbaren nationalen Konsum für Haushalte Nichthaushalte gewichtet werden.

Rechtliche Grundlage ist die EU-Verordnung über die europäische Erdgas- und Strompreisstatistik.


Energieinstitut der Wirtschaft GmbH • Mariannengasse 10/1 • 1090 Wien (Juni 2026) • office@energieinstitut.net • www.energieinstitut.net Für den Inhalt verantwortlich: Dipl.-Ing. Oliver Dworak, Mag. Birgit Krista
Bei den in diesem Dokument verwendeten personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form für beide Geschlechter. Der Nachdruck ist nur mit Quellenangabe und vorheriger Rücksprache gestattet. Seitens des Energieinstituts der Wirtschaft (EIW) wurden die Inhalte der vorliegenden Publikation sorgfältig recherchiert und dokumentiert. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Das Energieinstitut der Wirtschaft und die Bundessparte Gewerbe und Handwerk können keine Haftung für etwaige Schäden oder Nachteile übernehmen, die sich aus der Verwendung der Inhalte ergeben.

Weitere interessante Artikel
  • Person mit Schutzhelm und roter Warnweste installiert eine PV-Anlage
    Welche Gewerbeberechtigung für die Errichtung von PV-Anlagen erforderlich ist
    Weiterlesen
  • Zwei Personen sitzen vor Computerbildschirm
    Lehrstellenförderung für 50% der Ausbildungsbetriebe gekürzt: Information für  Gewerbe und Handwerk
    Weiterlesen
  • Mst. Ing. Manfred Denk, MBA, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk
    Das Gewerbe und Handwerk ist Garant für Innovation und Leistungsbereitschaft
    Weiterlesen