WK Kärnten und DIH Süd luden zur 100. KI-Österreich-Veranstaltung
Anlässlich der 100. Veranstaltung der Initiative KI Österreich rückten in der WK Kärnten KI und Cybersicherheit in den Fokus. Beim Business-Frühstück erhielten Unternehmer:innen kompakte und praxisnahe Impulse zu aktuellen Sicherheitsfragen sowie zu den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen.
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Im Rahmen der österreichweiten Initiative KI Österreich fand heute die 100. Veranstaltung dieser erfolgreichen Reihe statt, zu der die Wirtschaftskammer Kärnten gemeinsam mit DIH Süd eingeladen hatte. Unter dem Titel „KI & Cyber-Sicherheit im Fokus“ widmete sich das Business-Frühstück zentralen Fragestellungen rund um IT-Sicherheit, Notfallpläne sowie den neuen regulatorischen Anforderungen durch den AI Act und NIS2. Renommierte Expert:innen gaben den teilnehmenden Unternehmer:innen praxisnahe Einblicke und konkrete Handlungsempfehlungen für den Unternehmensalltag.
Expert:innen gaben wertvolle Tipps
Angelika Höber (FH CAMPUS 02) referierte zum Thema „Was tun, wenn ein Cyberangriff passiert?“ und betonte die Bedeutung eines besonnenen Vorgehens: „Es empfiehlt, sich bereits im Vorfeld Gedanken über mögliche Szenarien, Abläufe und Zuständigkeiten zu machen und sich gezielt darauf vorzubereiten. So bleibt man im Angriffsfall handlungsfähig und kann den Druck aus der unvermeidbaren Chaosphase deutlich reduzieren.“
Holger Schmitz von Lanexpert GmbH und Sprecher der ExpertsGroup IT-Security erläuterte, wie Sicherheit neu gedacht werden kann, wenn Netzwerke allein keinen verlässlichen Schutz mehr bieten. Seine Antwort fiel klar aus: „Sicherheit beginnt beim Konto. Zero Trust verabschiedet sich vom impliziten Vertrauen in Netzwerke und stellt Identität, Zugriff und kontinuierliche Überprüfung in den Mittelpunkt. Im Microsoft-365-Umfeld wird so jeder Zugriff konsequent geprüft, Risiken werden früh erkannt und moderne Arbeitsweisen sicher ermöglicht.“
Lukas Stattmann von der JML Coding School GmbH und Nikolas Kachelmaier von der HoliSec GmbH spannten in ihrem Vortrag „Passwörter sind tot – und KI braucht Regeln: Was AI Act & NIS2 jetzt von Unternehmen verlangen“ den Bogen von der Frage nach der Zukunft von Passwörtern bis hin zur Verantwortung, die mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz einhergeht. Stattmanns Tipp: " Jetzt ins Handeln kommen und das Thema strukturiert angehen. Dazu gehört, Passwörter schrittweise durch moderne Authentifizierungsmethoden wie MFA und Passkeys zu ersetzen, klare Verantwortlichkeiten für den Einsatz von KI zu definieren und Mitarbeitende frühzeitig durch Awareness- und Praxisschulungen einzubinden. Wer Sicherheit, Governance und Weiterbildung zusammen denkt, erfüllt nicht nur kommende Anforderungen wie NIS2 und den AI Act, sondern schafft auch Vertrauen bei Kund:innen und Partnern."
KI Österreich
Die Veranstaltungsreihe KI Österreich wurde 2022 von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) ins Leben gerufen, um Mitgliedsbetriebe praxisnah an das Thema Künstliche Intelligenz heranzuführen. „Die Wirtschaftskammer Kärnten war von Beginn an aktiv in die Umsetzung eingebunden und setzte die Formate gemeinsam mit dem DIH Süd auf regionaler Ebene um. Ziel ist es, insbesondere EPU und KMU bei Orientierung, Sensibilisierung und Anwendung von KI zu unterstützen. Die 100. Veranstaltung heute in Klagenfurt unterstreicht die erfolgreiche und kontinuierliche Zusammenarbeit von WKO, DIH Süd und WK Kärnten“, erklärt Jutta Steinkellner, Leiterin des Servicezentrums der WK Kärnten.
Insgesamt wurden bisher in Kärnten 16 KI-Veranstaltungen durchgeführt, an denen rund 800 Unternehmer:innen teilgenommen haben. „Diese hohe Beteiligung zeigt, wie relevant das Thema KI für unsere Betriebe ist. Wir werden unsere Mitglieder auch künftig gezielt unterstützen und sie bei der Auseinandersetzung mit diesem zunehmend komplexen Thema begleiten“, erläutert UBIT - Fachgruppenobmann Martin Zandonella.
Fortsetzung der Kooperation KI Österreich
Die zweite Förderperiode des DIH Süd (2025–2028) mit KI-Schwerpunkt hat im zweiten Quartal 2025 begonnen, die Kooperation KI Österreich wird fortgesetzt und ausgebaut. Für das Jahr 2026 sind rund 25 Veranstaltungen geplant, die künftig zentral über die neue Landingpage www.ki-oesterreich.at beworben werden. „Zudem entsteht in Kooperation mit der AI Factory Wien die „KI-Branchenwerkstatt“, die branchenweite KI-Lösungen entwickelt“, erklärt Robert Jeller von der WKÖ, der die KI-Österreich-Initiative ins Leben gerufen hat.
Neben den Vorträgen bot das Jubiläums-KI-Frühstück den Teilnehmenden viel Raum für Austausch und Matching mit Expert:innen sowie Informationen zu Unterstützungsangeboten der Wirtschaftskammer Kärnten, UBIT, DIH SÜD und dem KWF.