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Gruppenfoto Mandl, Ehrenhöfer, Schuschnig und Herk mit AREA Süd Tafel in der Hand
© WKK | PSB-Media, Krammer

AREA Süd: Aus dem Potenzial Wertschöpfung gewinnen

Beim Kärntner Wirtschaftslunch im Rahmen der Millstätter Wirtschaftsgespräche stand die neue Wirtschaftsregion Kärnten–Steiermark im Mittelpunkt. Mit der Koralmbahn und dem Ausbau der B317 sind entscheidende infrastrukturelle Weichen gestellt – nun gilt es, das volle wirtschaftliche Potenzial zu nutzen.

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Aktualisiert am 24.04.2026

Der Kärntner Wirtschaftslunch im Rahmen der Millstätter Wirtschaftsgespräche hat einmal mehr gezeigt, welches Potenzial im gemeinsamen Wirtschaftsraum Kärnten–Steiermark steckt. Vertreter aus Wirtschaft und Politik diskutierten die Chancen der AREA Süd und die notwendigen Schritte, um die Region als starken Wirtschaftsstandort in Europa zu positionieren. 

Jetzt entscheiden sich die Chancen der Region

Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, machte deutlich, dass jetzt die entscheidende Phase beginnt: „Die Chancen der AREA SÜD liegen klar auf dem Tisch – aber sie werden sich nicht von selbst realisieren. Jetzt braucht es konkrete Entscheidungen und Tempo in der Umsetzung. Wenn wir diese Dynamik nicht nutzen, werden es andere Regionen in Europa tun.“ Gerade in der Außenwirtschaft sieht Mandl großes Potenzial: „Wir treten nicht Kärnten gegen die Steiermark an, sondern als gemeinsamer Wirtschaftsraum im europäischen Wettbewerb. Nur so können wir international sichtbar sein, Investitionen anziehen und Fachkräfte gewinnen.“ Mit Blick auf die Infrastruktur wird Mandl noch deutlicher: „Die Koralmbahn allein reicht nicht. Wir brauchen leistungsfähige Anbindungen auf der Straße – und der Ausbau der B317 ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wer Wertschöpfung in der Region halten will, muss jetzt konsequent in Infrastruktur investieren.“ Auch die Rolle der Logistik unterstreicht er: „Standorte wie Fürnitz oder Kühnsdorf sowie der Zollfreikorridor sind zentrale Hebel für unsere wirtschaftliche Entwicklung. Hier entscheidet sich, ob Wertschöpfung bei uns bleibt oder abwandert.“ 

Ganzheitliche Entwicklung des Wirtschaftsraums

Für Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, ist klar, dass mit der Koralmbahn ein wichtiger Schritt gesetzt wurde, der nun weitergedacht werden muss: „Die Bahn ist ein zentraler Baustein für das Zusammenwachsen der Wirtschaftsregion. Jetzt geht es darum, die Rahmenbedingungen insgesamt weiterzuentwickeln – von der Infrastruktur bis hin zum funktionierenden Arbeitsmarkt. Daran arbeiten wir seit unserem ersten Treffen 2019 – damals war noch nirgends von einem gemeinsamen Wirtschaftsraum die Rede. Die AREA Süd ist ein attraktiver Lebensstandort, der für Fachkräfte von außerhalb interessant ist. So können wir auch der Demographie entgegenwirken.“ Auch seitens der Landespolitik wurde die Bedeutung der Zusammenarbeit betont. Kärntens Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig unterstrich die gemeinsame strategische Ausrichtung: „Wir haben unsere Zusammenarbeit bereits intensiviert und wollen uns dabei nicht gegenseitig übertreffen. Und mit dieser Selbstverständlichkeit werden wir den gemeinsamen Wirtschaftsraum voranbringen. Wenn wir glauben, ein Match daraus zu machen, werden wir verlieren.“ Der steirische Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer ergänzte: „Wir dürfen uns nicht im Klein-Klein verzetteln, sondern uns auf unsere Stärken konzentrieren und Synergien nutzen.“ 

Einigkeit bestand darin, dass der neue Wirtschaftsraum AREA Süd nur durch abgestimmtes Vorgehen und eine klare Positionierung im internationalen Wettbewerb seine volle Wirkung entfalten kann.

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